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Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
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Buch 64

B.D. NR. 5859 - B.D. NR. 5962
22.1.1954-20.5.1954
5859 5860 5861 5862 5863  5864 5865 5866 5867 5868
5869 5870 5871 5872 5873  5874 5875 5876 5877 5878
5879 5880 5881 5882 5883  5884 5885 5886 5887 5888
5889 5890 5891 5892 5893  5894 5895 5896 5897 5898
5899 5900 5938 5939 5953

 

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Buch 64 5859

Offenbarungen Äußerung der Liebe Gottes.

22. Januar 1954. B.D. NR. 5859.

Meine Liebe zu euch kennt keine Grenzen, und Meine Liebe zu euch veranlaßt Mich auch, Mich euch zu offenbaren, denn was Ich liebe, will Ich besitzen. In Besitz nehmen aber kann Ich nur das, was freiwillig zu Mir kommt, und um freiwillig angestrebt zu werden, muß Ich auch erkannt werden als erstrebenswert. Ihr müsset Mich Selbst als die ewige Liebe erkennen, als euren Vater, Der euch in Seiner Liebe geschaffen hat. Darum muß Ich Mich euch offenbaren. Alles, was euch kundgetan wird über Mich, muß durch Meine Offenbarungen seine Bestätigung erfahren, ansonsten es unwahr ist, und alle Verheißungen, die Ich euch gebe oder gegeben habe, müssen sich erfüllen. Und also gab Ich euch auch die Verheißung, bei euch zu bleiben bis an der Welt Ende. Und wollet ihr einen Beweis Meiner Gegenwart, so müsset ihr Meiner Offenbarungen achten, ihr müsset glauben, daß Ich getreu Meiner Verheißung bei euch bin, und dann wird es euch auch nicht mehr unwahrscheinlich sein, daß Ich euch anspreche in Meiner übergroßen Liebe, die euch ein Zeichen geben will, um eure Liebe zu gewinnen. Ihr seid aus Mir hervorgegangen - ihr könnet nicht leugnen eine erschaffende Macht, einen Vater, Der euch ins Leben rief. Und ihr sollet nun auch glauben, daß euch Dessen ganze Liebe gehört - ihr sollet glauben, daß Er euch schuf, um in Verbindung mit euch zu bleiben immer und ewig. Ihr sollet glauben, daß das Wesen, Das euch erschaffen hat in Seiner Liebe, auch überaus weise ist und mit eurer Erschaffung auch einen Zweck verbunden hat, daß ihr nicht nur Erzeugnisse einer Laune seid, sondern zu hohem und höchstem Ziel bestimmt und daß darum euer Schöpfer auch nicht ruhen wird, bis ihr an dem Ziel eurer Bestimmung angelangt seid - daß Er also keines Seiner Geschöpfe aus den Augen lässet und es begleitet mit Seiner Fürsorge auf allen seinen Wegen. Ihr sollet es glauben, daß Seine Vaterliebe euch folget, auch wenn ihr der Tiefe zustrebt, daß sie aber stets euch in den Weg tritt und sich euch zu erkennen gibt - daß ihr also von Meiner Liebe immer betreut werdet, auch wenn ihr sie nicht erkennet. Ich aber will, daß ihr Mich erkennen lernet, und Ich lenke eure Gedanken (Augen) ständig auf Mein Walten und Wirken, auf alle Meine Schöpfungswerke, auf alles, was euch einen Schöpfer und Erhalter beweiset. Ich suche erst den Glauben an Mich als Schöpfer in euch zu wecken, um dann erst hervorzutreten als ewige Liebe, um euch dann Mich Selbst zu offenbaren durch Mein Wort, durch Meine Ansprache, die Mich Selbst euch als Vater beweiset und euch auch Meinen Willen kundtut. Denn durch das Erfüllen Meines Willens beweiset auch ihr Mir eure Liebe, und ihr kommt nun freiwillig zu Mir, und Ich kann euch in Besitz nehmen zu Meiner übergroßen Freude und euch selig machen auf ewig. Ich will nur eure Glückseligkeit, weil euch Meine ganze Liebe gehört, ihr findet aber den Weg erst zu Mir, wenn ihr in Kenntnis gesetzt werdet von Mir Selbst über euer Ziel und eure Erdenaufgabe. Und darum gehen euch fortgesetzt Offenbarungen zu in verschiedenster Form. Eine jede Offenbarung beweiset Mich - kann Ich aber in euch gegenwärtig sein und Mich euch offenbaren durch Mein Wort, so seid ihr Mir schon erheblich nähergekommen, dann hat Meine Liebe euch ergriffen und lässet euch nimmermehr fallen.
Amen. B.D. NR. 5859.

 

Buch 64 5860

Überhandnehmen der Sünde. Glaubenskampf. Ende.

23. Januar 1954. B.D. NR. 5860.

Wenn die Sünde überhandnimmt, wenn kein Glaube mehr unter den Menschen ist an die Gerechtigkeit Gottes, wenn sich die Menschen verantwortungslos ausleben und ihren Trieben freien Lauf lassen, wenn keinerlei Liebe mehr unter den Menschen ist, wenn alles Begehren nur der Welt und ihren Gütern gilt, dann ist das Ende gekommen, und es erfüllt sich die Schrift, es erfüllen sich die Weissagungen der Propheten, die im Auftrag Gottes das Ende ankündigten zu jeder Zeit. Und so ihr Menschen um euch blicket, so ihr offenen Auges alles beachtet, was geschieht auf Erden, dann erkennet ihr, die ihr guten Willens seid, in welcher Stunde ihr lebet. Ihr erkennet, daß alles Zeichen sind des nahen Endes, daß die Menschheit selbst das Ende herbeizieht, weil sie in der Sünde lebt und weil sie ihres Gottes nicht mehr achtet. Noch gibt es Menschen, die nicht völlig verdorben sind, die dem Gegner Gottes noch nicht ganz gehören, die aber auch keinen Glauben haben und darum gedankenlos dahinleben - doch je näher es dem Ende ist, werden auch diese Menschen stets weniger werden. Sie werden teils absinken und in die Gewalt des Gegners von Gott geraten und teils abgerufen werden aus diesem Leben ins jenseitige Reich. Und die lasterhaften und satanischen Menschen werden sich mehren, und nur eine kleine Anzahl wird Gott treu bleiben und so wandeln auf Erden, wie es Sein Wille ist. Und diese werden viel zu leiden haben unter den ersteren, denn sie werden gehaßt und verfolgt werden um ihres Glaubens willen. Und sowie offen vorgegangen wird gegen alle, die sich zu Gott, zu Jesus Christus, bekennen, steht ihr Menschen kurz vor dem Ende. Es ist auch dies euch Menschen angekündigt worden lange Zeit zuvor, daß ihr euch werdet verantworten müssen und vor die Richter geführt werdet um des Namens Jesu willen. Und sowie jegliches geistige Streben angefeindet wird, sowie die Diener Gottes auf Erden gehindert werden an ihrer Arbeit für das Reich Gottes, sowie sie verhöhnt und verlacht werden ihres Glaubens wegen, ist auch schon die Zeit gekommen, wo die satanischen Kräfte wirken, die am Ende wüten werden gegen alles zu Gott-Hinweisende. Und alles Schwache, noch nicht gänzlich Böse wird abgerufen werden von der Erde, auf daß es nicht völlig in die Hände des Gegners Gottes falle, wenn die letzten Tage hereinbrechen werden, wo solcher Art vorgegangen wird gegen die Gläubigen, daß nur die Glaubensstarken, Gott-vollvertrauenden Menschen standhalten, weil ihnen ihr Glaube Kraft gibt und weil Gott ihnen offensichtlich beistehen kann ihres Glaubens wegen. Und dann wird das Wirken des Satans offenbar werden, denn er wird sich verkörpern in allen Menschen, die sein sind durch ihre Gesinnung. Und jeder von diesen wird Werke verrichten, die nach Vergeltung schreien. Und die Vergeltung wird kommen - der Tag wird kommen, wo dem Treiben ein Ende gesetzt ist, wo die Gerechtigkeit Gottes hervortritt und eines jeden Menschen Werke offenbar werden. Der Tag des Gerichtes wird kommen, wie es geschrieben steht - wo jeder den Lohn empfängt, den er verdient - wo Gottes Wort sich erfüllt, weil es die ewige Wahrheit ist.
Amen. B.D. NR. 5860.

 

Buch 64 5861

Falsche Christi und falsche Propheten.

24. Januar 1954. B.D. NR. 5861.

Und Ich sage euch immer wieder: Die Zeichen und Wunder werden sich mehren, sowohl von seiten Meines Gegners als auch Meiner Diener auf Erden, denn es werden viele falsche Christi und Propheten erstehen, um zu entkräften im Auftrag des Fürsten der Finsternis, was von Meinen rechten Dienern gelehrt wird - um deren Wunder und Weissagungen zweifelhaft erscheinen zu lassen und die Menschen in immer tiefere Finsternis zu stürzen. Doch die Wunder der falschen Propheten werden nur darin bestehen, irdische Macht und Reichtum zu vermehren, es werden keine Werke der Liebe sein, die sie vollbringen, doch Werke werden erstehen, die mit überirdischer Kraft geleistet vorgegeben werden, jedoch nur als Anhäufung materieller Güter bezeichnet werden können, also auch den verraten, der Herr der Materie ist. Echte Wunder aber sind Werke der Barmherzigkeit an der leidenden und geschwächten Menschheit - echte Wunder sind offensichtliche Kraftwirkungen von oben - und echte Wunder werden nur von denen gewirkt werden können, die als rechte Verkünder Meines Wortes auf Erden tätig sind, die Mich und Meinen Namen bekennen vor der Welt und den Glauben an Mich zu erwecken und zu beleben suchen. Denn das sind auch die echten Propheten, die in Meinem Willen den Menschen künden, was ihnen bevorsteht, und die Ich darum ausersehen habe, das verkündete Wort auch mit Beweisen der Glaubenskraft zu verbinden, auf daß die Menschen erkennen, durch welche Kraft und in welchem Geist diese Meine Vertreter wirken. Denn es werden am Ende viele falsche Propheten auftreten und durch Wundertaten die Menschen zu verwirren suchen. Denn Mein Gegner wird mit den gleichen Mitteln arbeiten, und es wird ihm auch leichter gelingen, die Menschen zu blenden, weil er ihnen keinen Untergang ankündigt, sondern nur immer irdisches Wohlleben und irdischen Aufstieg verspricht und weil seine Wunder darin bestehen, diesen irdischen Aufstieg herauszustellen, weil seine Wunder die Menschen betörende materielle Fortschritte sind und weil seine Prophezeiung eine Zukunft in Reichtum, Ehren und irdischen Erfolgen ist, eine Welt des Aufbaues und irdischer Vollkommenheit, und jeder solchen Prophezeiung wird Beachtung geschenkt und die Menschheit dadurch stets mehr von dem Echten und Wahren abgelenkt, das Meine Vertreter auf Erden ihnen ankündigen - daß die Menschen vor dem Ende stehen, daß alle materiellen Güter sie nicht retten können vor dem Untergang, dem sie sicher entgegengehen, so sie nicht Meinen Worten glauben, sondern denen, die der Fürst der Finsternis beeinflußt - denen, die wohl auch Wunder wirken durch seine Kraft - die mächtig sind auf Erden, weil sie sich ihm ausgeliefert haben, deren Werke aber immer zu erkennen sind. Denn Liebe spricht nicht aus ihnen, Hilfe für notleidende Mitmenschen ist nicht darin zu erkennen, und ob sie sich gleich Meiner Worte bedienen, ob Mein Name auch vorgeschoben wird, um als echte Propheten zu gelten. Wo Liebe nicht waltet, dort ist nicht Mein Geist, und dort werden weder Wunder geschehen, noch echte prophetische Worte gesprochen werden, doch deutlich das Wirken dessen zu erkennen sein, der Mein Gegner ist und in der letzten Zeit alles versuchen wird, Meine kleine Herde zu zerstreuen und für sich selbst zu gewinnen. Die Zeit des Endes ist gekommen, darum achtet alles dessen, was Ich euch sage, auf daß ihr unterscheiden lernet das Echte vom Falschen, das Licht von Blendwerk, die Wahrheit von der Lüge - auf daß ihr nicht dem in die Hände fallet, der euch verderben will.
Amen. B.D. NR. 5861.

 

Buch 64 5862

Göttliche Führung.

25. Januar 1954. B.D. NR. 5862.

Ich führe euch alle an Meiner Hand, so ihr Mir keinen Widerstand leistet und euch führen lasset. Wer also will, daß Ich sein Begleiter bin, wer Meinem Willen sich nicht widersetzet, der kann auch versichert sein, daß er recht geführt wird von Mir, daß er keinen falschen Weg geht und daß er auch sein Ziel erreichet. Ich verlange nichts weiter von euch, als daß ihr euch Mir ergebet, daß ihr Mein sein wollet, daß ihr Mich anerkennt als euren Gott und Vater und also willig seid, zu tun, was recht ist vor Meinen Augen. Dieser Wille allein genügt Mir, daß Ich euch nun an der Hand führe, bis ihr am Ende eures Erdenlebens angelangt seid, bis ihr eingehet in das geistige Reich, um nun zu leben in Ewigkeit. Ich will euch das ewige Leben geben. Und ihr könnet nur leben, wenn ihr von Meiner Liebekraft durchströmt werdet. Meine Liebekraft ergreifet alles, was ohne Widerstand ist. Und so werdet ihr auch verstehen, warum Ich eure Hingabe an Mich verlange, weil dann Meine Liebekraft in euch einströmen kann und euch erwecket zum Leben. Ihr könnet dann nicht mehr tot sein im Geist, wenn euch Meine Liebekraft durchströmt. Und ihr könnet nicht ohne Meine Liebekraft sein, wenn ihr euch Mir hingebt, also euch willensmäßig an Mich anschließet. Der Wille, in Verband mit Mir zu treten, ist Garantie dafür, daß Ich Besitz ergreife von euch und nicht mehr von euch laße. Denn dieser Wille wandte sich einst ab von Mir und war Anlaß zu eurem Sturz in die Tiefe, zum Verlust von Licht und Kraft. Schenket ihr Mir nun wieder euren Willen, so sichert euch das auch wieder Licht und Kraft. Und jeder, der zu Mir will, erreicht sein Ziel, auf welchem Wege es auch immer sei. Ich werte euren Willen und werde dann auch neben euch wandeln in immerwährender Sorge, daß ihr zum Leben eingehet in die Ewigkeit. Wer aber seinen Willen Mir zuwendet, der fühlt auch seine eigene Unzulänglichkeit, die ihn demütig werden lässet. Er fühlt seinen Abstand von Mir, den er überwinden möchte - er bemüht sich, Meinen Willen zu tun, er sucht sich zu formen nach Meinem Willen, weil er es erkennt, daß seine Mangelhaftigkeit ein Hindernis ist, zu Mir zu gelangen, sich mit Mir auf ewig zu verbinden. Und weil er selbst sich zu schwach fühlt, bittet er Mich um Kraft. Und Ich gebe, weil Meine Liebe sich immer verschenken will und weil ein solcher Wille Meines Erdenkindes Mich überaus beglückt, denn er bedeutet endgültige Rückkehr zu Mir. Sowie im Menschen der Gedanke an seine eigene Unzulänglichkeit erwacht ist, bin Ich ihm auch behilflich, sich umzuformen, und sowie er sich nun willensmäßig Mir anschließt, sich Mir übergibt, wird Meine Liebekraft auch an ihm wirksam und führt zum Erfolg. Und darum wird jeder sein Ziel erreichen, der Mich anstrebt, jeder, der sich von Mir führen lässet ohne Widerstand, der geht den rechten Weg, und er brauchet nimmermehr zu fürchten fehlzugehen, denn wer sich Mir anvertraut, der hat auf festen Grund gebaut.
Amen. B.D. NR. 5862.

 

Buch 64 5863

Stimme des Vaters. Gottes Schutz der Wahrheit.

26. Januar 1954. B.D. NR. 5863.

Ihr werdet fortgesetzt von Mir belehret, es wird euch das Licht der Wahrheit nahegebracht, ihr höret Mein Wort und habet also einen sichtlichen Beweis Meiner Gegenwart und Meiner Fürsorge zu euch. Ihr könnet aus dem euch Gebotenen Kraft und Gnade entgegennehmen ungemessen, und ihr könnet auch dieser Kraft und Gnade merklich innewerden, und ihr reifet an Erkenntnis, es wird euch ein Wissen erschlossen, das dazu beiträgt, euch mit eurem himmlischen Vater in Verbindung zu setzen, Den ihr nun bewußt anstrebt und Dessen Willen ihr zu erfüllen suchet. Die Zuleitung Meines Wortes fördert eure geistige Entwicklung, ihr werdet angespornt zum Wirken in Liebe, und der Geist in euch kann nun wirksam werden. Alles dieses müsset ihr bedenken und euch nun fragen, ob ihr wohl ohne die Zuleitung Meines Wortes auf derselben Stufe eurer Entwicklung angelangt wäret, ob ihr ohne Mein Wort in dieser Form eine so innige Verbindung mit Mir hergestellt hättet und ob ihr wohl zur gleichen Erkenntnis gelangt wäret, die euch nun eigen ist. Offensichtlich habe Ich Mich eurer angenommen, die ihr willig waret, Mich anzuhören, und Ich habe euch eingeweiht in Meinen Heilsplan von Ewigkeit, Ich habe euch Erklärungen gegeben, die ihr nur begreifen konntet, weil Ich euren Geist erleuchtete und weil ihr willig waret, von Mir Belehrungen anzunehmen. Ich sprach zu euch, weil ihr euch öffnetet und Mir willige Zuhörer waret. Und Ich tat euch Meinen Heilsplan von Ewigkeit kund. Wer Mein ist, der weiß auch, wer zu ihm spricht, denn Meine Schafe erkennen Meine Stimme, doch so deutlich sprechen kann Ich nicht, daß alle Menschen sie erkennen müssen, weil das Meine Weisheit und Liebe nicht zuläßt, daß Meine Geschöpfe zum Glauben an diese Worte gezwungen werden. Doch eines betone Ich immer wieder: Ich lasse nicht im Irrtum wandeln, die Wahrheit begehren, und Ich gebe denen Meinen Geist, die Mich darum bitten. Es muß jedoch dieses Gebet im Geist und in der Wahrheit an Mich gerichtet sein. Es muß der Mensch im tiefsten Innersten wollen, in der Wahrheit unterwiesen zu werden, und diese Wahrheit von Mir als der ewigen Wahrheit in Demut begehren. Dann ist ihm auch das Zuleiten der Wahrheit garantiert, denn Ich dulde es nicht, daß nun nach diesem innigen Gebet ein Erdenkind irregeleitet wird durch Kräfte, die der Wahrheit abhold sind. Mein Plan von Ewigkeit liegt unumstößlich fest. Und diesem Plan entsprechend sind auch stets die Voraussagen Meiner Seher und Propheten gewesen, die in Meinem Auftrag den Menschen ankündigten, was Ich beschlossen habe seit Ewigkeit. Nur die sind als Seher und Propheten anzuerkennen, in denen Mein Geist wirken konnte, weil diese nur das aussprechen, was sie unmittelbar von Mir Selbst in sich vernehmen. Und diesen habe Ich stets das gleiche kundgetan, weil Mein Wort ewig unveränderlich ist. Doch die Gedanken derer, die sie anhörten, verwirrten sich, sowie sie nicht einen Lebenswandel führten nach Meinem Willen. Diese erkannten nicht Meine Stimme, denn es waren nicht Meine Schafe, die ihrem Hirten folgten auf allen Seinen Wegen. Denn jeder, der auf Erden wandelt nach Meinem Willen, der vernimmt in sich die gleiche Stimme, wenn auch in Form von Gedanken, und diese seine Gedanken gehen in völlig gleicher Richtung mit Meinem Wort, das die Seher und Propheten in sich vernehmen. Mir wäre es wahrlich möglich, alle Gedanken gleichzurichten, doch es liegt nicht in Meinem Plan von Ewigkeit, daß Ich Meine Geschöpfe zur Vollendung bringe, sondern sie müssen sich selbst vollenden, und dazu gehört, daß sie durch die Liebe in sich den Geist zum Erwachen bringen, der ihr Denken ordnen und sie leiten wird dem Ziel entgegen. Und dazu soll ihnen Mein Wort verhelfen, das aber nur durch einen Geist-geweckten Menschen allen Menschen vermittelt werden kann. Ich offenbare Mich Selbst allen Menschen, und zwar so offenkundig, daß Ich erkannt werden kann als Quell der Offenbarungen, doch immer nur von denen, die guten Willens sind und in der reinen Wahrheit zu stehen begehren. Sowie an diesen Meinen Offenbarungen gezweifelt wird, ist der Geist getrübt - die Stimme des Vaters wird nicht erkannt, weil eine andere Stimme sie übertönt und weil dieser Stimme mehr geachtet wird, die aus der Welt - aus dem Reiche Meines Gegners - herüberschallt und die lieber angehört wird, weil sie Irdisch-Menschliches verspricht, während die reine Wahrheit - die Stimme des Vaters - das verkündet und ankündigt, was der Seele zum Heile gereichen soll.
Amen. B.D. NR. 5863.

 

Buch 64 5864

Es wehet der Geist Gottes, wo Er es will.

28. 29. und 30. Januar 1954. B.D. NR. 5864.

Es wirket der Geist Gottes, wo Er will. Gott allein weiß es, wo sich Sein Geist ohne Widerstand äußern kann, Gott allein weiß es, wer Seine Offenbarungen widerstandslos annimmt und sie verwerten will, und Gott allein weiß es, wessen Anlagen das Wirken Seines Geistes zulassen. In Seinem Willen liegt es, daß die Wahrheit unter den Menschen Eingang finde und daß Irrtum und Lüge so beleuchtet werden, daß sie der Mensch auch als solche erkennen kann. Sein Wille ist es, daß die Menschen den Weg zur Seligkeit finden, der aber immer nur der Weg der Wahrheit ist. Und Er ist darum stets darauf bedacht, die Wahrheit den Menschen zuzuführen, weil Er nur ein Ziel hat: die Seligwerdung Seiner Geschöpfe. Auf der von Seinem Gegner beherrschten Erde wird die Wahrheit stets durch dessen Einwirken bekämpft und verunreinigt werden, sie wird stets durchsetzt werden von Lüge und Irrtum, weil dies das Ziel ist des Gegners von Gott, den Menschen die Wahrheit vorzuenthalten, um das Erkennen und Streben zu Gott zu vereiteln. Und darum muß die reine Wahrheit immer wieder von oben der Erde zugeleitet werden, was nur durch das Wirken des Geistes - durch die Ausgießung des Geistes auf einen Menschen - geschehen kann. Und diesen Menschen erwählet Gott Selbst. Sein Geist wirket, wo Er es will. Es kann dieses Wirken des Geistes nur im freien Willen stattfinden, es wird niemals ein Zwangsakt sein von seiten Gottes, einen Menschen zur Aufnahme der reinen Wahrheit zu bestimmen. Es ist eine völlig freie Willensangelegenheit, und ein solcher Gott völlig ergebener Wille ist Ihm wohlbekannt - also dieser Wille öffnet das Herz eines Menschen, daß sich der Geist Gottes in ihn ergießen kann. Dann aber ist auch Garantie gegeben, daß nun der Strom des Geistes ungetrübt in den Menschen einfließt, denn wo die Voraussetzungen gegeben sind dafür, daß Gott einem Menschen die reine Wahrheit zuleiten kann, dort ist eine geistige Schutzwand errichtet, die den unreinen, lichtlosen Einfluß abhält, weil ein Mensch, der sich und seinen Willen ganz Gott hingegeben hat, nun auch im Lichtkreis Gottes steht, den finstere Wesen nicht betreten dürfen. Es ist Gottes Wille, daß die Wahrheit zur Erde geleitet wird, und darum ist es auch verständlich, daß dies geschieht durch einen Menschen, dessen Wille gänzlich in den Willen Gottes eingegangen ist, weil dieser dem Gegner Gottes keinen Einschlupf mehr gewährt - weil Gott Selbst nun Schutzwachen aufstellen kann, wozu der Mensch selbst durch seinen Gott-zugewandten Willen Ihm das Recht gibt. Denn das ist das Wirken Seines Geistes, daß sich ein helles Licht ergießet in das Herz des Menschen, vor dem jedes Wesen der Finsternis flieht. Daß Gott die Wahrheit immer wieder zur Erde leitet, ist in Seiner Liebe zu Seinen Geschöpfen begründet, die Er zur Seligkeit führen will; und daß Er nun Seinen Willen zur Ausführung bringt, darf nicht angezweifelt werden. Also wird Er Sich auch die Menschen dafür erwählen, die geeignet sind zur Entgegennahme der Wahrheit von oben, diese aber auch um der Wahrheit willen hindern an der Entgegennahme von Irrtum, ansonsten es unmöglich wäre, daß die reine Wahrheit unter der Menschheit Eingang fände. Doch eines muß hervorgehoben werden, daß von der Ausgießung des Geistes nur gesprochen werden kann, soweit es sich um Zuleitung von Geistesgut handelt - daß unter Zuleiten der reinen Wahrheit durch Wirken des Geistes nur zu verstehen ist das Wissen um geistige Dinge - die Erkenntnis dessen, was göttlich-geistig genannt werden kann. Gott kann und wird auch den Menschen Belehrungen geben in irdischen Dingen auf gedanklichem Wege, wobei die Richtigkeit dieser Gedanken wieder von dem Geisteszustand des Menschen abhängt - doch der Vorgang der Ausgießung des Geistes kann mit irdischem Wissen nicht in Zusammenhang gebracht werden - weshalb geistige und irdische Erkenntnisse stets getrennt werden müssen, weil nicht beides unter den Begriff "Zuleiten der göttlichen Wahrheit" fällt, obwohl das Denken eines Menschen, der in göttlicher Ordnung zu leben sich bemüht, auch vom Geist erleuchtet sein und also der Wahrheit entsprechen kann. Doch wörtliche Offenbarungen, durch welche die Wahrheit zur Erde geleitet werden soll, sind anders zu bewerten. (29.1.1954) Sowie ihr alles Irdische ausschaltet und nur das geistige Reich zum Ziel eures Verlangens macht, sowie ihr eure Kenntnisse zu erweitern suchet auf geistigem Gebiet, sowie ihr nur der Seele Zustand zu verbessern suchet durch Zuführen dessen, was allein ihr dienlich ist, sowie ihr also nur dem Beachtung schenket, was ihr ein Leben in der Ewigkeit sichert, und alles das unbeachtet lasset, was das Leben eures Körpers auf dieser Erde betrifft, strebet ihr also das Geistige an, und dann wird euch wahrlich der Geist in euch leiten, er wird sich äußern und euch von innen heraus belehren so, wie es eurer Seele für eure Aufwärtsentwicklung dienlich ist. Und dann können euch auch entsprechend eurer Seelenreife göttliche Offenbarungen zuteil werden, die aber immer nur euch ein Licht geben über jenes geistige Reich, über die geistigen Zusammenhänge, über geistigen Ursprung und Ziel alles Erschaffenen - über das, was euer Verstand allein nicht ergründen könnte und was auch nicht euch beweisbar ist, solange ihr auf Erden weilet. Irdische Probleme dagegen könnet ihr lösen kraft eures Verstandes, wobei ein wahrheitsgemäßes Ergebnis zwar auch Folge eines erleuchteten Denkens ist, wenn der Mensch dieses anstrebt durch einen rechten, Gott-gefälligen Lebenswandel. Doch ebendieser Unterschied soll beachtet werden, daß göttliche Offenbarungen das Seelenleben, die geistige Entwicklung des Menschen und das Wissen um Ursprung und Endziel, das Wissen um den Heilsplan Gottes von Ewigkeit zum Inhalt haben - irdische Fragen aber beantwortet sich der Mensch selbst, und zwar seiner seelischen Reife entsprechend mehr oder weniger wahrheitsgemäß. Je inniger der Mensch verbunden ist mit Gott, desto mehr wird er auch Seinen Einfluß spüren, desto heller wird sein Denken sein und desto sicherer wird er auch irdische Fragen beantworten können, denn er läßt das Wirken des Geistes in sich zu, der ihn lenkt und leitet auch im Erdenleben. (30.1.1954) Es ist das Wissen um Göttlich-Geistiges, das den Menschen zugeleitet werden soll und das nur auf dem Wege einer direkten Übertragung von Gott auf den Menschen geschehen kann, weshalb auch Voraussetzungen gegeben sein müssen, die eine solche direkte Übertragung zulassen. Es ist ein göttlicher Plan, dessen Ausführungsmöglichkeiten nur von Ihm Selbst erkannt werden und für den Gott Selbst Sich ein taugliches Werkzeug aussucht, sowie die Notwendigkeit es gebietet, die Menschheit durch Zuleiten der reinen Wahrheit willig und fähig zu machen, ihre Aufwärtsentwicklung zu betreiben. Gott allein kennt die Menschenherzen, Gott allein weiß also, bei welchem Erdenkind die Voraussetzungen zum Empfang göttlich-geistigen Wissens gegeben sind. Und dieses wählet Er dann aus. Es wehet der Geist Gottes, wo Er es will. Es ergießet sich Sein Geist wahrlich in ein dafür taugliches Gefäß, denn es geht um eine überaus bedeutsame Hilfsaktion: - die geistige Finsternis zu durchbrechen durch Lichtstrahlen, die von Gott Selbst ausgehen. Es ist ein Vorgang, der vielen Menschen noch Rettung bringen kann vom geistigen Tode - es wird ein Weg gewiesen, der hinausführt von der Welt der Materie in das Reich des Lichtes - es ist eine Möglichkeit, die Menschen zur Umkehr zu veranlassen, sowie sie guten Willens (sind, d. Hg.) und die ihnen dadurch entgegengestreckte Hand des Vaters ergreifen, Der Seine Kinder nicht verlorengehen lassen will auf ewige Zeiten. Und darum genießet auch jeder Empfänger göttlich geistiger Offenbarungen den besonderen Schutz Gottes, auf daß Sein Werk vollendet werde - auf daß das Licht der Wahrheit die Erde erleuchte, in einer Zeit tiefster geistiger Finsternis, auf daß die kurze Zeit gut genützt werde, die den Menschen noch bleibt bis zum Ende.
Amen. B.D. NR. 5864.

 

Buch 64 5865

Zwei verschiedene Welten. Stimme des guten Hirten.

31. Januar 1954. B.D. NR. 5865.

Die Erde und das geistige Reich sind zwei verschiedene Welten, und es werden selten die Bewohner der Erde Verständnis haben für das, was aus dem geistigen Reich zu ihnen dringt in Form des göttlichen Wortes, sie werden selten Verständnis haben für das Geistesgut, das ihnen aus dem geistigen Reich vermittelt wird. Doch es gilt hier Mein Wort: Meine Schafe erkennen Meine Stimme. Es ist nur eine kleine Herde, deren Hirt Ich Selbst bin, es ist nur eine kleine Schar, die zu den Meinen gezählt werden kann - es sind nur wenige Menschen, die in lebendiger Verbindung mit Mir stehen, bei denen nicht nur der Mund, sondern auch das Herz spricht, so sie beten, es sind nur wenige Menschen, die einen lebendigen Glauben haben, in deren Leben Ich an erster Stelle stehe und denen Ich auch ein rechter Vater sein kann, die Ich als Meine Kinder bedenken kann mit Gaben, die ihnen Meine Liebe beweisen. Die Mehrzahl der Menschen steht Mir fern, und so Ich auch zu ihnen spreche, berühret sie Meine Stimme nicht, sie erkennen nicht in Meinen Worten die Stimme des guten Hirten, Der sie rufet, Ihm nachzufolgen, sie gehen eigene Wege - sie befinden sich nur auf der Erde und gehen keine Verbindung mit dem geistigen Reich ein, aus der sie großen Segen schöpfen könnten für ihre Seele. Doch wie die zwei Welten verschieden sind, die Erde und das geistige Reich, so sind auch die Menschen verschieden und gehören einem dieser beiden Reiche an. Und darum wird Mein Wort immer nur angehört werden von denen, die den Ruf ihres Hirten vernehmen, die Mein sind, oder (von, d. Hg.) denen, die noch unentschlossen sind, welchem Reich sie sich zuwenden sollen - sie hören Meinen Ruf und empfinden ihn als Lockruf, von dem sie sich angezogen fühlen. Mein Ruf bleibt immer und ewig derselbe: Folget Mir nach. Denn es gibt nur einen Weg, der zum Ziel führt, den alle Meine Schäflein gehen müssen - den Weg der Liebe, und wer diesen Weg geht, der gehört zu den Meinen, und dieser folget seinem Hirten, Der ihn wahrlich zum heimatlichen Stall führet, Der ihn nicht Seinem Feind ausliefert, Der ihn schützet, so der Feind in die Herde einbrechen wird, um sie zu zerstreuen. Und dieser Feind wird alles tun, um Mir Meine Schäflein zu entreißen, er wird als verkleideter Wolf mitten unter Meine Schäflein treten und diese gleichfalls zu locken versuchen, um sie dann mitleidslos zu zerreißen und dem ewigen Tode preiszugeben. Doch Meine Schafe erkennen Meine Stimme, und sie bleiben bei Dem, Den sie als ihren guten Hirten erkennen, und nur die fremden Schafe werden sich von ihm verführen lassen, sofern nicht Mein Lockruf sie stärker berührt und sie zu Mir hindrängen, daß Ich sie aufnehme in Meine Herde und sie schütze vor dem Feind. Meine Stimme tönet wahrlich laut und vernehmlich, und Mein Lockruf dringet überallhin, daß keiner sagen kann, sie niemals vernommen zu haben. Doch nur die eines guten Willens sind, hören sie und erkennen sie als den Lieberuf des Vaters zu Seinen Kindern und folgen Ihm. Und ob der Weg noch so schmal ist, Ich gehe ihnen voraus und führe die Meinen sicher und wohlbehalten zum Ziel - und jeder, der Meine Stimme höret, folget Mir, so er zu den Meinen zählet. Doch es ist nicht die Stimme der Welt, sondern (sie, d. Hg.) ertönet aus dem geistigen Reich und berühret darum auch nur die Meinen, die trachten nach jenem Reich und seiner Gerechtigkeit.
Amen. B.D. NR. 5865.

 

Buch 64 5866

Lichtfunken.

1. Februar 1954. B.D. NR. 5866.

Betrachtet euch als Lichtfunken, die von Mir sich lösten, die dennoch Licht blieben, nur in ihrer Leuchtkraft sich verringerten, die aber nimmermehr gänzlich verglimmen können, sondern von Mir immer wieder neue Nahrung erhalten, so daß auch der kleinste Lichtfunke wieder aufflackern kann und im Ausbreiten seines Feuers sich vereinigen kann mit ebensolchen Funken und sich also auch mit Mir Selbst, als dem Ausgang des Lichtes, wieder vereinigen und in hellster Leuchtkraft erstrahlen kann. Ihr alle seid von Mir ausgegangene Lichtfunken, die darum versprüht und hinausgesendet wurden, damit sie sich gegenseitig erfassen sollten, um ihre Leuchtkraft zu vermehren - oder auch - Mein unbegrenztes Liebefeuer, das in sich Kraft ist, ließ Wesen erstehen, die gleichfalls Liebe waren und in ihrer Liebekraft nun wirken sollten, was eine ständige Vermehrung von Liebekraft bedeutet, ein Ausbreiten der Liebeflamme, die zu unvorstellbarem Wirken befähigte. Die Liebe also verströmte in die Unendlichkeit, und die Liebe sollte schaffen und wirken und sonach auch alles mit Licht erfüllen. Aber die Liebe konnte nicht bestimmt werden - sie war nur so lange wirksam, wie sie sich in völliger Freiheit bewegte, um sofort in ihrer Wirksamkeit nachzulassen, wo sie auf Widerstand stößt. Und so ist das Nachlassen von Kraft, das Nachlassen von Licht, zu erklären in einer Welt, wo die Liebe Widerstand findet, denn obgleich sie direkte Ausstrahlung ist von Mir, obgleich sie etwas Göttliches ist von ungeheurer Kraft und Lichtwirkung, verringert sich diese Wirkung gleich der eines winzigsten, verglimmenden Fünkchens, wo nicht die gleiche Liebe ihr entgegenströmt, wo eine Gegenkraft ihr Widerstand entgegensetzt - eine Gegenkraft, die als ursprünglich starker Lichtfunke ebenfalls von Mir ausging, sich endlos weit von Mir entfernte, die nicht mit der Urkraft in Verbindung bleiben wollte und auch den immerwährend zufließenden Kraftstrom zurückwies - die also Widerstand leistete und somit die Wirksamkeit der Liebekraft und des Liebefeuers aufhob, so lange, bis der Widerstand nachläßt. Wenn ihr euch selbst als Lichtfunken betrachtet, dann werdet ihr euch auch als etwas Göttliches ansehen lernen, das zu höchster Wirksamkeit bestimmt war und nur durch eigenen Widerstand die Kraft- und Lichtfülle verringert hat, weil der Widerstand Abkehr von Mir bedeutet, und es wird euch verständlich sein, daß ihr jederzeit euch in den Zustand von Licht- und Kraftfülle setzen könnet, wenn ihr wieder eurem Ausgangspunkt zustrebet, wenn ihr unentwegt das Liebefeuer in euch schüret, wenn dadurch die Flammen der Liebe in euch zusammenschlagen mit dem Feuer der ewigen Liebe, wenn ihr jeglichen Widerstand aufgebt, wenn ihr zulasset, daß Mein Liebelicht in euch selbst entzündet werden kann und daran nun auch das Fünkchen, das ihr als Meinen Anteil in euch traget, sich entflammet - wenn ihr ohne Widerstand die ewige Liebe auf euch einwirken lasset, auf daß ihr euch selbst erkennet als Licht, das von Mir als dem Urlicht seinen Ausgang nahm.
Amen. B.D. NR. 5866.

 

Buch 64 5867

Jesus fand wenig Anerkennung auf Erden.

2. und 3. Februar 1954. B.D. NR. 5867.

Wundert euch nicht, daß ihr nicht angehört werdet, daß ihr keinen Glauben findet bei den Menschen, so ihr ihnen Mein Wort bringet, sondern denket daran, daß auch Ich Selbst auf Erden wenig Anerkennung fand, daß Ich ihnen direkt Mein Evangelium predigte, daß Ich durch Wundertaten Mein Wort bekräftigte, daß Ich ihnen alles verständlich erklärte und ihnen half, zur rechten Erkenntnis zu kommen, und daß sie doch in Mir ihren Feind sahen, weil Ich etwas anderes lehrte und vertrat als sie und weil ihnen ihr liebloser Lebenswandel jegliche Erkenntnis nahm. Ich war zur Erde niedergestiegen, um Mein Wort auf die Menschen einwirken zu lassen; Ich sprach mit ihnen, wie Ich es auch heut tu' durch Mein geoffenbartes Wort, Ich zeigte ihnen den Weg nach oben in Mein Reich, doch die Menschen erkannten nicht Meine Reden als Gottes Wort, wie sie auch heut glauben, daß ihr selbst euch formet in Worte, was euch eure Gedanken eingeben. Und darum legen sie diesen Worten auch keinen Wert bei und gehen am Köstlichsten vorüber - am Brot des Himmels, das ihnen von Mir durch euch geboten wird - wie sie auch Mich Selbst unter sich hatten und in aller Fülle göttliche Gaben hätten entgegennehmen können, so sie nur guten Willens gewesen wären. Und so ist auch heut nur der Nutznießer Meiner Gnadengabe, der einen guten Willen hat. Nur der euch nicht abweiset, den kann Ich Selbst ansprechen und ihn mit köstlicher Gabe versorgen. Und nur, der euch anhöret, der höret Mich Selbst sprechen und ist von Meinem Wort berührt. Als Ich auf Erden wandelte, tat Ich Mein Möglichstes, um Zugang zu finden zu den Menschenherzen, Ich bewies ihnen Liebe im übermaß, Ich heilte ihre Kranken, Ich half in irdischer und geistiger Not, Ich bewies ihnen durch Wundertaten Meine Macht und Meine Göttlichkeit, und Ich belehrte sie, daß sie das gleiche vollbringen könnten, so sie nach Meiner Lehre lebten. Das Wort Selbst weilte unter den Menschen, doch sie erkannten Es nicht. Und so auch werdet ihr nur wenig Glauben finden, denn die Menschheit ist abgrundtief gesunken und in einer geistigen Finsternis, daß sie kaum noch zu erkennen vermag, ob eine Lehre gut und wahr oder schlecht und irrig ist. Sie lebt im Irrtum und erkennt ihn nicht, die Wahrheit wird ihr geboten, und auch diese kann sie nicht als solche erkennen, und selbst Wunder beeindrucken sie nicht mehr, weil sie alles naturmäßig für möglich hält. Und doch sollet ihr als Meine Jünger tätig sein und unverdrossen Mein Evangelium predigen, ihr sollet versuchen, eine Brücke herzustellen zwischen den völlig irdisch gesinnten Menschen und dem geistigen Reich, ihr sollet immer wieder geistige Botschaften - Mein von oben euch vermitteltes Wort - unter den Menschen ausstreuen, ihr sollet reden, auch wenn man euch nur unwillig anhöret. Denn Ich Selbst will durch euch noch auf die Menschen einwirken, und die Kraft Meines Wortes kann doch bei wenigen noch wirksam werden - wie auch zu Meiner Erdenzeit immer nur einzelne sich fanden, die Mich willig anhörten und Mich dann erkannten als von oben kommend. Mein direktes Wirken an den Menschen dieser Erde vor dem letzten Ende ist ein Gnadenakt gleich Meiner Niederkunft zu jener Zeit, und dessen sollet ihr immer Erwähnung tun, daß ihr Meine Vertreter seid auf Erden, daß ihr redet in Jesu Namen und Ihn und Seine göttliche Sendung, Sein Erlösungswerk, von neuem bekräftigt, ihr sollet stets betonen, daß ihr nichts anderes den Menschen bringen wollet als Sein göttliches Wort, das Er Selbst auf Erden verkündet hat, daß ihr nur die Liebelehre predigt, um den Mitmenschen erneut den Weg zu weisen, der zur Höhe führt. Und ihr sollet immer nur Meiner gedenken, Der ich das gleiche predigte auf Erden und unermüdlich tätig war, um den Menschen Hilfe zu bringen in ihrer geistigen Not. Die Zeit geht dem Ende entgegen, und darum ist eure Aufgabe dringend und von Mir gesegnet, denn allen könnet ihr noch Hilfe bringen, die eines guten Willens sind. Und um dieser wenigen willen sende Ich euch hinaus in die Welt, und diese werden euch auch erkennen als Meine Boten, sie werden in dem Wort, das ihr ihnen darbietet, Mich Selbst erkennen und es aufnehmen in ihre Herzen - sie werden glauben an Mich und darum errettet sein vom geistigen Tode.
Amen. B.D. NR. 5867.

 

Buch 64 5868

Gott braucht Arbeiter für Seinen Weinberg.

4. Februar 1954. B.D. NR. 5868.

Wer Mir dienen will, den stelle Ich auch an den Platz, wo er für Mich tätig sein kann, und Ich Selbst teile ihm auch die Arbeit zu, seiner Fähigkeit, seinem Willen und seiner Aufgabe angemessen, denn Ich ersehe wahrlich alle Erfolgsmöglichkeiten und lasse sie auswerten. Es wird aber zumeist ein Wirken in Stille sein in der letzten Zeit vor dem Ende, weil die Menschheit einer großen geistigen Beeinflussung nicht mehr zugänglich ist, weil die Welt und ihr materielles Streben ein großes Hindernis ist und die Menschen einer geistigen Aktion nur wenig Beachtung schenken, so diese in größerem Umfang stattfinden würde - und dies Meine Knechte auf Erden entmutigen und zur Weiterarbeit untauglich machen würde. Mag es euch nun auch scheinen, als sei eure Kleinarbeit wenig erfolgeintragend - große Erfolge sind bei dem geistigen Tiefstand der Menschen nicht mehr zu erwarten, doch noch sind einzelne, denen ihr helfen könnet, und diese werden euch ewig dankbar sein, daß ihr ihnen den rechten Weg gewiesen habt. Darum soll eure Tätigkeit ununterbrochen fortgesetzt werden, Mein Wort entgegenzunehmen und es weiterzuleiten, wo euch Gelegenheit geboten wird. Auch das kleinste Bemühen bleibt nicht erfolglos, weil es im jenseitigen Reich dankbar ausgewertet wird, und auch auf Erden könnet ihr nicht eifrig genug für die Verbreitung Meines Wortes tätig sein, weil kein Wort völlig ungehört verhallt - weil stets und ständig ihr von Wesen umgeben seid, die sie entgegennehmen und daraus Kraft schöpfen. Zudem werden weltliche Ereignisse auch dazu beitragen, daß ihr angehört werdet - doch der Wille der Menschen bleibt frei, und wie sie sich zu Meiner von euch dargebotenen Gabe einstellen, so werden sie auch daraus ihren Nutzen ziehen oder leer ausgehen. Wer Mir dienen will, soll sich Mir ganz übergeben, und Ich werde ihm dann auch seine Arbeit zuweisen, dessen kann er versichert sein, denn Ich brauche Arbeiter in der letzten Zeit vor dem Ende, und Ich werde alle annehmen, die sich Mir anbieten zur Arbeit in Meinem Weinberg. Und keiner soll glauben, entbehrt werden zu können, denn die geistige Not ist übergroß, und nur hilfswillige Menschen können sie verringern, indem sie geistige Gaben austeilen, die sie reichlich von Mir empfangen, weil Ich die Not kenne und den Menschen Hilfe bringen will. Darum betrachtet euch stets als Meine Knechte, die nur den Willen des Herrn ausführen, und werdet nicht müde, für Mich zu arbeiten, denn es wird der Segen nicht ausbleiben, auch wenn er euch nicht gleich ersichtlich ist.
Amen. B.D. NR. 5868.

 

Buch 64 5869

Gott spricht zu den Menschen zu jeder Zeit.

5. Februar 1954. B.D. NR. 5869.

Ich habe zu euch Menschen gesprochen zu jeder Zeit, und so auch rede Ich heut zu euch, wo immer ihr Mir dazu die Möglichkeit gebet, daß ihr Herz und Ohr öffnet, daß ihr lauschet auf Meine Stimme. Jeder wird Mich vernehmen können, denn so er mit Mir in Verbindung tritt durch Gebet, so er nur seine Gedanken zu Mir richtet, werden ihn Gedankenwellen umkreisen, und er wird die rechten von Mir ihm zugesendeten Wellen ergreifen - er wird denken, was Ich Selbst ihm eingebe. Doch in einer Zeit größter geistiger Not gebe Ich Mich den Menschen auch offensichtlich kund, weil Ich weiß, in welcher Weise den Menschen noch Rettung gebracht werden kann; in Zeiten größter geistiger Not äußere Ich Mich in direkter Ansprache, indem Ich durch eines Mir ergebenen Menschen Mund zu euch Menschen rede, auf daß ihr aufmerket und eure Gedanken hinlenket in das geistige Reich, nach oben, von wo diese offensichtliche Äußerung kommt. Es werden aber immer nur wenige Menschen sein, die dessen achten, was ihnen von oben gesagt wird, es werden nur wenige sein, die Meine Stimme darin erkennen, weil die Finsternis schon zu tief ist und weil der Wille der Menschen zu schwach ist, durch die Finsternis hindurchzudringen dem Licht entgegen. Wer Meine Offenbarungen als Licht erkennt, der achtet ihrer auch, er geht dem Licht nach und läßt sich davon bestrahlen. Ein jeder Mensch aber ist Herr seiner selbst. Er hat freien Willen und wird niemals gezwungen werden durch ungewöhnliches Geschehen, seinen Willen zu wandeln, und ob Ich gleich neben ihm stehe und ein hellstrahlendes Licht ihm entgegenhalte. Es wird dieses Licht ihn nicht zu Mir und zur Erkenntnis zwingen, sondern es kann ihn nur wohltätig berühren, wenn er sich freiwillig seiner Strahlung aussetzt, und dann öffnet er Herz und Ohr stets mehr. Es hat aber keine Leuchtkraft für den, der gänzlich verfinsterten Sinnes ist und sich verschließt jedem Zustrom Meiner Liebekraft. Denn es ist die Äußerung Meiner Liebe, wenn Ich euch Menschen anspreche, Ich will euch nur helfen, aus der dichten Finsternis herauszukommen, Ich will euch nur etwas schenken, nicht aber euch etwas nehmen. Und darum kann Ich auch nichts Ungewöhnliches eintreten lassen, um auf Meine Offenbarungen hinzuweisen, Ich kann nicht Meine Lichtträger mit einem Nimbus (Glanz) umgeben, der die Mitmenschen beeinflussen soll - es muß alles im Rahmen des Natürlichen bleiben und den Menschen völlig freistehen, wie sie sich zu Meinen Worten aus der Höhe einstellen wollen. Doch geben werde Ich unentwegt, und in reichstem Maße können sich Kraft und Gnade holen am Quell des ewigen Lebens, die Mein Wort annehmen als liebevolle Äußerung des Vaters, Der Seine Kinder beglücken will. Wer immer Mich zu hören verlangt, dem ertönet auch Mein Wort, und er wird es erkennen als Stimme des Vaters, als Liebebeweis und als wirksamstes Mittel zur Rettung aus ewiger Nacht.
Amen. B.D. NR. 5869.

 

Buch 64 5870

Verheißung des Erhaltens von Leib und Seele in Notzeit.

6. Februar 1954. B.D. NR. 5870.

Und es wird euch gegeben werden für Körper und Seele, was ihr benötigt, denn Meine Liebe wachet immer über euch und lässet euch nicht darben. Denn es wird über euch kommen eine Zeit der Trübsal und irdischer Not, wenn euch um Meines Namens willen alles entzogen wird, wenn euch alles versagt wird, was ihr zum Leben benötigt, und euch auch geistig Zwang auferlegt wird, auf daß ihr euren Glauben verleugnen sollet, dann sorget euch nicht, denn Ich sorge für euch. Ich werde euch erhalten und eurem Körper zuführen, was er benötigt, wie Ich aber auch geistig euch die Kraft vermittle, Mir treu bleiben zu können. Wer an Mich glaubt, an Meine Liebe und Meine Macht, der braucht wahrlich nicht zu bangen, daß er Mangel leidet an Körper und Seele, denn Ich habe euch verheißen, daß Ich Selbst Mich eurer annehme, mit den Worten: Sorget nicht, was ihr essen und trinken werdet und womit ihr euch bekleidet, sondern suchet zuerst das Reich Gottes - alles andere wird euch zufallen. Und dieser Verheißung gedenket, wenn ihr in irdische Not geratet, und übergebet euch Mir vollvertrauend, Der Ich stehe zu Meinem Wort. Das satanische Einwirken Meines Gegners wird in einer Weise offenbar werden, daß die Menschen vor nichts zurückschrecken, die ihm hörig sind, daß sie zu allem fähig sind, um den Glauben an Mich zu zerstören, daß sie unerbittlich vorgehen gegen Meine Anhänger und bedenkenlos sie dem Tode ausliefern würden, wenn Ich nicht mit Meiner Macht und Kraft bei den Meinen wäre. Und es wird offensichtlich sein, daß die Meinen von oben gespeist werden, denn sie werden leben, weil sie von Mir empfangen, was sie benötigen für Körper und Seele. Und ob ihr Menschen dies auch bezweifelt, ob ihr ungläubig diese Meine Worte anhöret - Der die ganze Welt erschaffen hat, Dem ist es wahrlich auch möglich, die Menschen zu erhalten, die an Mich glauben, die zu Mir halten auch in größter irdischer Not. Und Ich werde sie erretten aus der Hand ihrer Peiniger, Ich werde kommen, sie zu holen, wenn das Wirken des Satans seinen Höhepunkt erreicht hat, daß Ich ihm Fesseln anlege, um ihn unschädlich zu machen. Und dann wird alle Not ein Ende haben. Dann werde Ich den Glauben der Meinen lohnen, dann werde Ich Selbst unter ihnen weilen, und sie werden ewig selig sein.
Amen. B.D. NR. 5870.

 

Buch 64 5871

Umgestaltungswerk. Denkfähigkeit. Glaube an Fortleben.

7. Februar 1954. B.D. NR. 5871.

Ich habe euch geschaffen nicht nur für diese Welt, sondern für die Ewigkeit. Es ist euer Leben auf der Erde als Mensch nur eine kleinste Phase in eurem Sein, es ist eine der unendlich vielen Stationen, durch die ihr gehen müsset, bevor ihr als selige Geistwesen ein Leben führen könnet, das ewig währet. Vergehen könnet ihr nicht mehr, selbst wenn ihr durch eigenen Willen noch so mangelhaft gestaltet seid. Euer Ziel aber ist Vollkommenheit, und um diese zu erreichen, müsset ihr die unzähligen Stationen eurer Entwicklung durchwandern - wovon also eine solche Station das Erdenleben als Mensch ist. Glaubet ihr Menschen nun, daß euer Sein nur von eurer Geburt bis zu eurem Leibestode währet, so ist euer Glaube ein Zeichen noch arger Mangelhaftigkeit, denn euch fehlt dann jegliche Erkenntnis, die aber zunehmende Reife mit sich bringt. Als Mensch seid ihr denkfähig, und ihr könnet also zur Erkenntnis gelangen, doch setzet dies einen rechten Lebenswandel voraus, den ihr selbst bestimmt durch euren freien Willen. Ihr habt also als Mensch die Möglichkeit, euren bei eurer Geburt noch mangelhaften Zustand zu wandeln in einen Zustand der Vollkommenheit, ihr habet dazu die Möglichkeit und auch die Fähigkeit, weil Ich euch mit Gaben ausgestattet habe und mit Gnaden zudem bedenke, auf daß ihr euer Ziel erreichet. Nützet ihr nun, wenn auch unbewußt des Erfolges, die Möglichkeiten, so wird auch bald in euch der Glaube lebendig, daß die Erdenzeit nur ein Übergang ist. Ihr glaubet also nicht mehr an ein Beenden eures Lebens mit dem Leibestode, und es ist dieser Glaube schon ein Beweis des Fortschrittes eurer Seele, die euer eigentliches Ich ist und für die also die Bezeichnung "unsterblich" gilt. Dieses Ich kann nicht vergehen, aber in ständiger Umgestaltung sich befinden, und dieses Umgestaltungswerk ist eure Aufgabe während eures Erdenlebens, soll ein Entwicklungsstadium nicht ungenützt vorübergehen. Dieses euer Ich ist bei dem Beginn des Erdenlebens noch ein totes Wesen - ohne Erkenntnis und ohne Leben, weil zum rechten Leben erst ein Kraftstrom, von Mir ausgehend, es erwecken muß und weil dieser Kraftstrom es erst dann berühren kann, wenn es selbst es will. Deshalb wurde den Menschen der Verstand, das Denkvermögen gegeben, und die Lebensfunktionen des Körpers konnten nun vom Verstand des Menschen angetrieben werden, den Willen nach einer Richtung hin tätig werden zu lassen. Das Leben tritt so an den Menschen heran, daß er von innen zum Liebewirken gedrängt wird, auch wenn sein Verstand noch nicht stark entwickelt ist - und je nach seinem Willen, diesem inneren Drängen nachzugeben, belebt er die noch erstarrte Seele, die nun auch dem Willen die rechte Richtung geben kann, weil sie durch die kleinste Liebetat schon von jener Kraft angestrahlt ist, die ihr das Leben gibt. Liebe also erweckt das Leben der Seele, Liebe gibt dem Willen die rechte Richtung, und Liebe schenkt auch dem Menschen die Erkenntniskraft, die desto stärker zutage tritt, je bewußter der Mensch ein Leben in Liebe führt, das ihn mehr und mehr zu Mir hindrängt und ihm auch rechtes Denken und Wollen garantiert. Darum wird ein Mensch, der in der Liebe lebt, auch niemals ein Fortleben nach dem Tode verneinen, weil sein Denken nicht in die Irre gehen kann, weil Meine Liebekraft in ihn einströmt mit jedem Werk der Liebe, das er verrichtet. Jedes Liebewerk verbindet den Menschen mit Mir und gibt ihm Helligkeit des Geistes, die Seele ist nicht mehr tot, sie lebt und weiß, daß sie ewiglich nicht vergehen kann - und sie vermittelt diese Sicherheit auch dem Verstand des Menschen, der nun nicht anders kann als den Glauben an ein Fortleben vertreten mit aller Beredsamkeit, der aber auch überzeugt glaubt, weil das Leben in ihm ist, und der auch bei seinem Ableben auf der Erde einen Reifegrad erreicht hat, der ihm ein Leben in der Ewigkeit sichert, das für die Seele einen Zustand unermüdlicher Tätigkeit bedeutet, die sie unvorstellbar selig macht und in ständigem Liebewirken besteht.
Amen. B.D. NR. 5871.

 

Buch 64 5872

Voraussagen weltlicher Geschehen. Falsche Propheten.

8. Februar 1954. B.D. NR. 5872.

Göttliche Offenbarungen werden nur zu dem Zweck zur Erde geleitet, daß die Menschen aufmerksam gemacht werden auf eine große Gefahr, die ihren Seelen droht. Und der weltlichen Ereignisse wird nur deshalb Erwähnung getan, weil sie eben nur die Auswirkung sind von einem geistigen Tiefstand und gleichzeitig Mittel, diesen zu beheben. Weltliche Ereignisse lässet Gott durch Seine Propheten nur ankündigen, weil sie in engstem Zusammenhang stehen mit der geistigen Entwicklung und weil sie wieder nur die Menschen so beeinflussen sollen, daß diese sich in geistiger Beziehung wandeln, daß sie ihrer Seele gedenken und dieser zur Höhe verhelfen. Niemals sollen die Offenbarungen den Zweck haben, in weltlicher Beziehung auf die Menschen einzuwirken, und darum kann jede derartige Offenbarung, die weltliche Ereignisse in Aussicht stellt, als geistiger Hinweis gewertet werden, sowie sie von Menschen verbreitet wird, die offensichtlich bemüht sind, Gott zu dienen, für Sein Reich zu arbeiten und Sein Wort zu verkünden. Denn es werden solche Offenbarungen niemals ohne das göttliche Wort zur Erde geleitet werden, weil dieses Wort zu verkünden erst die wichtigste Aufgabe dessen ist, der den prophetischen Geist hat und dem daher beides - das göttliche Wort und die Voraussagen künftiger Weltereignisse, von oben zugeht zum Zwecke der Verbreitung, zum Zwecke der Belehrung der Menschen, die in der Finsternis des Geistes dahingehen und ihrer Seele nicht gedenken. Wer dagegen Zukunftsenthüllungen geben will in irdischem Sinn, wer hellsehend in die Zukunft schauen zu können glaubt, wer den Menschen zukünftige Mitteilungen macht, um irdischen Vorteils willen, der gilt als falscher Prophet und muß abgelehnt werden als unglaubwürdig, selbst wenn er behauptet, im Auftrag Gottes zu reden. Denn ein göttlicher Auftrag wird nur einem Menschen zuteil, der sich bewußt Gott zur Verfügung stellt, um zu arbeiten für Sein Reich. Dieser aber achtet nicht mehr irdischer Güter, und sein Bestreben wird stets sein, die Mitmenschen von der Materie frei zu machen, ihnen irdisches Streben als nutzlos hinzustellen und allein die geistige Entwicklung des Menschen zu fördern suchen, weshalb er völlig uneigennützig die Menschen davon in Kenntnis setzt, was ihm durch Offenbarung Gottes kundgetan wird. Ihr müsset stets den Zweck einer Offenbarung in Betracht ziehen - ob nur die geistige Entwicklung oder irdische Vorteile angestrebt werden - und ihr werdet ein rechtes Urteil fällen können über den Wert oder Unwert von Voraussagen und entsprechend euer Leben nun einstellen. Nur was der Seele zum Heile gereicht, ist als göttlich zu bewerten und alles andere abzulehnen, was irdischen Fortschritt oder irdische Vorteile verspricht, denn Gott offenbart Sich nur der Seele wegen, auf daß sie ihrer geistigen Not entrinne.
Amen. B.D. NR. 5872.

 

Buch 64 5873

Erfüllen der Liebegebote.

9. Februar 1954. B.D. NR. 5873.

Lebet nur schlichtweg in der Liebe. Mehr verlange Ich nicht von euch, ihr aber erreichet dadurch ein euch noch unbegreifliches Ziel, eine Stufe der Vollkommenheit, die dann auch hellste Erkenntnis für euch bedeutet, weil dann eure Seele geistig zu schauen vermag und in Mein Reich mit aller Herrlichkeit Einblick nehmen kann. Nur Liebe verlange Ich von euch, weil die Liebe der Schlüssel ist zur Erkenntnis, zur Kraft und zu höchster Glückseligkeit. Gut sein kann jeder Mensch, doch ob er es will, ob er dem leisen Drängen in sich nachgibt, das ist bestimmend für das Erreichen seines Zieles auf Erden. Und darum muß er ständig dazu angeregt werden, die Liebe zu üben, er muß immer und immer wieder ermahnt werden zum Liebewirken und gewarnt vor lieblosem Handeln. Darum sind ihm von Mir die Gebote der Liebe gegeben worden, daß er dessen nicht vergesse, was allein wichtig ist im Erdenleben - daß er nachhelfe verstandesmäßig, wenn das Drängen des Herzens schon zu schwach geworden ist. Dann soll er daran denken, daß Mein Wille nur das Erfüllen Meiner Liebegebote ist, und verstandesmäßig zu ergründen suchen, warum Ich diese Gebote gegeben habe. Er soll der Worte gedenken: Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm - wenn er also die Verbindung wünscht mit Mir, dann muß er ein Liebeleben führen. Dann aber ist auch sein geistiger Aufstieg gesichert, dann erfüllt er den Zweck seines Erdenlebens. Die Liebe ist das Höchste. Die Liebe ist die Kraft, ohne die kein Mensch leben kann, worunter das Leben der Seele zu verstehen ist, die unvergänglich ist, aber dem geistigen Tode verfallen kann, wenn ihr die Liebe mangelt, die Kraft, die ihr erst das wahre Leben gibt. Wer leben will in der Ewigkeit, der muß Liebe geben allen, die ihm nahen, allen, die seine Liebe wollen - dann erst wird er schaffen können in Kraft und Licht, und dann erst kann er selig sein. Ohne Liebe aber ist die Seele in Dunkelheit und kraftlos, denn auch das Leben des Körpers bedeutet ohne Liebe kein Leben für die Seele, die zwar vorübergehend das Leben des Körpers nützen kann, jedoch ohne Liebe immer in verkehrter Richtung und dadurch die Hüllen um sich nur verdickt, so daß sie am Ende des Erdenlebens völlig ohne Kraft und Licht eingeht in das geistige Reich, wo ihr nicht mehr die Vergünstigung zuteil wird, daß der Körper ihren Zustand wandeln könnte, denn sie hat die Lebenskraft des Körpers nicht genützt für sich, sie hat dem leisen Drängen in sich nicht nachgegeben und den Körper bestimmt zum Wirken in Liebe. Denn solange sie auf Erden weilte, bestimmte ihr Denken und Wollen den Körper zu seinem Tun und Lassen, zum Nützen der Lebenskraft, und das verkehrte Wollen und Denken trägt ihr nun auch den Todeszustand ein im geistigen Reich. Ihr werdet immer wieder ermahnt zur Liebe, es tritt euch Menschen so viel Not und Hilflosigkeit in den Weg, ihr werdet so oft angegangen um Hilfe, und ihr könntet ständig in Liebe wirken, denn ihr habt dazu die Fähigkeit, doch ob ihr den Willen dazu habt, das entscheidet dereinst den Zustand eurer Seele nach dem Tode. Ein Liebeswirken nach Meinem Willen wird sich niemals nachteilig für euch selbst auswirken, denn was ihr austeilet in Liebe, wird euch vielfältig zurückerstattet geistig und irdisch. Ihr werdet niemals zu Schaden kommen, denn euer Anteil, das ihr euch erwerbet durch das Erfüllen Meiner Gebote, wird unbegrenzt sein, weil Ich, so Ich gebe, keine Begrenzung kenne, wo die Liebe Mich zur Entäußerung Meiner Liebe veranlaßt. Wirket in Liebe - gebet nicht aus Berechnung, sondern euer Herz muß euch antreiben zum Austeilen und Beglückenwollen. Dann ist in euch die Liebe entzündet, deren Feuer alles zum Schmelzen bringt, was noch an Unrat an der Seele haftet. Durch die Liebe wird die Seele hell und klar, und Meine Liebekraft kann sie durchstrahlen, und sie wird leben ewiglich und wissen um alles, sie wird erkennen, daß nur die Liebe die Vereinigung mit Mir zuwege bringt, daß nur durch die Liebe sie zur ewigen Seligkeit gelangt.
Amen. B.D. NR. 5873.

 

Buch 64 5874

Unerlöste Seelen. Anerkennung Jesu Christi.

10. Februar 1954. B.D. NR. 5874.

Noch sind zahllose Seelen auf Erden unerlöst, also noch nicht zu den Gnaden durch Jesus Christus gelangt, die sie frei machen aus der Gewalt des Gegners von Gott. Noch stehen diese Menschen außerhalb derer, für die Jesus Christus gestorben ist am Kreuz, und sie stehen deshalb außerhalb, weil sie Ihn nicht anerkennen als Gottes Sohn und Erlöser der Welt, weil sie um die Bedeutung des Erlösungswerkes nichts wissen, weil Jesus Christus für sie nicht mehr ist als eine geschichtliche Person, die als Gründer einer Religion gilt, die von Menschen dazu gemacht wurde. Sie nennen Seinen Namen ohne jede Gewißheit, daß Er für jeden einzelnen Menschen der Retter ist aus einem erbarmungswürdigen Zustand, den die Seele erst bei ihrem Ableben erkennen wird. Die Menschen kennen Ihn alle. Doch wenige nur glauben an Ihn als an Denjenigen, Der eine geistige Wandlung auf Erden ermöglicht hat - Der also nicht übergangen werden darf von denen, die eine geistige Wandlung, einen geistigen Fortschritt wollen - die daran glauben, daß sie nicht ohne Zweck durch das Erdenleben gehen. Diese also müssen zu Jesus Christus finden, ansonsten sie den Erdenzweck nicht erfüllen. Und diesen kann auch die Bedeutung des Erlösungswerkes noch verständlich gemacht werden, solange sie gewillt sind, das Erdenleben zweckentsprechend zu leben. Sie werden nicht ganz ablehnen, was ihnen als Aufklärung gegeben wird, sie werden nachdenken und leichter bereit sein als die Menschen, denen das Erdenleben nur Selbstzweck ist. Diese finden keine Verbindung mit Jesus Christus, weil sie alles ablehnen - ein Leben nach dem Tode, eine geistige Erdenaufgabe, eine durch Sündenfall bestehende Schwäche und Mangelhaftigkeit des Menschen, eine zu erreichende Vollkommenheit und also auch einen Helfer, Der dieses Vollkommen-Werden ermöglicht. Und für diese Menschen gibt es auch keine Rettung, keinen Aufstieg. Sie sinken stets tiefer in den Abgrund, dem in die Hände, der als Gegner Gottes auch gegen Jesus Christus und Sein Erlösungswerk arbeiten wird mit allen Mitteln und der darum den Menschen jegliches Licht darüber nimmt, der alles tun wird, um das Wissen um Jesus Christus und Sein Erlösungswerk zu unterbinden und die Menschen im Glauben an ein Erdenleben als Selbstzweck zu bestärken. Und es wird ihm auch gelingen, weil diese Menschen nur in der Ichliebe leben und sonach jede Erhellung durch den Geist unmöglich ist - während erstere - Menschen, die streben nach Vollkommenheit, auch die Liebe in sich zur Entfaltung bringen können und dadurch gedanklich Wege gehen, die zur rechten Erkenntnis über das Problem Jesus Christus führen können. Die göttliche Mission des Menschen Jesus muß erkannt und anerkannt werden, auf daß auch der göttliche Erlöser um Hilfe angerufen wird, auf daß die von Ihm durch den Kreuzestod erworbenen Gnaden dem Menschen zugewendet werden und er sich ihrer bedienen kann. Und schon der Wille, Aufschluß zu erhalten über Jesus Christus, Der als geschichtliche Person nicht geleugnet werden kann, wird - so er nicht negativ beantwortet zu werden gewünscht wird - den Menschen einen Schritt weiterführen, weil Gott jedem Menschen Licht gibt, der nach Licht verlangt, und weil jeder den Weg zu Ihm finden soll, der aber nur über Jesus Christus geht.
Amen. B.D. NR. 5874.

 

Buch 64 5875

Gottes Ruf nach Arbeitern im Weinberg.

12. Februar 1954. B.D. NR. 5875.

In Meinem Reich tätig zu sein ist für euch alle, die ihr noch auf Erden weilet, die schönste Aufgabe, weil sie einen ewigen Lohn zeitigt und weil ihr dann Meine Mitarbeiter seid und ihr also eine Tätigkeit ausführet, die Meinem Willen entspricht. Sowie ihr euch zur geistigen Mitarbeit entschließet, wird euer Erdenleben in eine Bahn gelenkt, auf der ihr nun offensichtlich Meine Führung erkennet. Ihr werdet in geistigen Kreisen Eingang finden oder selbst solche bilden, ihr werdet mit Menschen zusammengeführt, die andere als nur irdische Gedanken pflegen, ihr werdet in geistiges Wissen eingeführt, so daß ihr eure Tätigkeit auf Erden auch verrichten könnet, und ihr werdet sichtlich Meinen Segen erfahren in geistiger wie auch irdischer Arbeit, weil ihr nun nicht allein, sondern mit Mir schaffet und wirket. Keiner soll glauben, nicht benötigt zu werden für die Arbeit in Meinem Weinberg - an jeden einzelnen richte Ich die Frage, ob er Mir dienen wolle, ob er sich der Not irrender Seelen annehmen und mit Meinem Beistand für deren Rettung tätig sein will. Jedem einzelnen gebe Ich die Verheißung, daß Ich seine Arbeit segnen werde, und für jeden einzelnen, der Mir dienen will, habe Ich schon sein Arbeitsfeld bereit, wo er seinen Kräften gemäß wirken kann zu eigenem und der Mitmenschen Segen. Und Ich brauche einen jeden. Die Arbeit zur Behebung der geistigen Not ist so äußerst wichtig und dringend, daß Ich immer wieder eure Hilfe anfordere, weil sie nur von Menschen geleistet werden kann, die im Verband mit Mir und in Meinem Willen ihren Mitmenschen das Evangelium bringen wollen, die sich ihrer geistigen Not annehmen, die den Glauben wieder neu aufleben lassen oder einen noch schwachen Glauben stärken wollen, die ihre Mitmenschen zur lebendigen Verbindung mit Mir anregen und selbst ihnen ein Beispiel geben von dem Segen der innigen Verbindung eines Menschen mit Mir. Ich brauche euch alle, die ihr an Mich glaubt. Denn unzählige Menschen gehen ohne Glauben an Mich durch das Leben, und ein jeder von ihnen benötigt einen Mitmenschen, der ihm wieder zum Glauben verhilft. Ich Selbst kann wohl indirekt, nicht aber direkt auf solche ungläubige Menschen einwirken, doch ihre Not erbarmt Mich, und um ihnen zu helfen, will Ich sie mit euch in Verbindung bringen und euch reichlich Arbeitsmaterial zuleiten, mit dem ihr nun wirksam und segensreich tätig sein könnet, so ihr bereit seid, Mir zu dienen und den Mitmenschen Hilfe zu bringen. Die Zeit geht ihrem Ende entgegen, und darum brauche Ich noch viele Arbeiter zuvor und richte an euch alle darum den dringenden Ruf: Gedenket eurer Brüder und Schwestern auf Erden, die noch nicht euren Weg betreten haben, die nur die Weltwege gehen und auf diesem Wege niemals ihr Ziel erreichen können. Gedenket derer, die ohne Glauben sind, und versuchet an ihnen die Kraft eures Glaubens wirksam werden zu lassen - betet für sie und schließet sie stets mehr in eure Gedanken ein, auf daß sie die Kraft eurer Liebe spüren und widerstandslos euch auch anhören, so ihr ihnen Mein Wort bringet - daß sie nachdenken und nun auch von oben auf sie eingewirkt werden kann. Leistet die Vorarbeit, die von Menschen auf Erden geleistet werden muß, damit sich dann die Kräfte des Lichtes einschalten können und ihrerseits nun einzuwirken suchen, daß zum Glauben gelangen, die noch fernab stehen, die nur die Welt sehen und ein geistiges Reich leugnen wollen. Ihr könnet viel dazu beitragen, sowie ihr nur euch bewußt Mir zum Dienst anbietet. Denn dann lenke Ich alle eure Schritte, und Ich statte euch aus mit allem, was ihr benötigt zur Arbeit für Mich und Mein Reich - Ich gebe euch selbst Licht und Kraft, auf daß ihr nun auch wieder austeilen könnet Mein Wort, das Licht und Kraft ist für jeden, der es anhört, mit seinem Herzen aufnimmt und sich bemüht, es auszuleben. Denn dieser ist nun auch gewonnen für Mein Reich, er wird nicht verlorengehen, wenn das letzte Ende gekommen ist.
Amen. B.D. NR. 5875.

 

Buch 64 5876

Knechte des Herrn. Weinbergsarbeit.

13. Februar 1954. B.D. NR. 5876.

Betrachtet euch als Meine Sendlinge, ihr alle, die ihr für Mich tätig sein wollet, und wisset, daß Ich euch ein guter Herr und Hausvater bin, Der jede Ihm geleistete Arbeit recht und gerecht entlohnet und Der euer Freund ist, weil ihr euch Ihm zur Verfügung stellt. Alle Meine Geschöpfe sollen einander dienen und durch Dienen sich selbst erlösen. Dienet ihr nun Mir, indem ihr helfen wollet euren Mitmenschen, so dienet ihr auch ihnen, und sowohl deren als auch eure eigene Erlösung wird gewährleistet sein. Und es ist große Arbeit zu leisten. Nur vereinzelt finde Ich Menschen, die sich Mir zu einer solchen Arbeit antragen, und deshalb bleibt für jeden einzelnen ein sehr großes Arbeitsfeld zu bebauen, und es braucht jeder einzelne viel Kraft, um die vor ihm liegende Arbeit bewältigen zu können. Allein, ohne Meine Hilfe aber wäre es euch nicht möglich. Und deshalb statte Ich euch mit großer Kraft aus, sowie ihr willig seid, als Meine Knechte die Arbeit zu verrichten, die Ich euch zuweise. Wie viel Kleinarbeit ist nötig, um zuvor die Seelen eurer Mitmenschen aufzuschließen, sie empfangsbereit zu machen, um dann ihnen austeilen zu können nach Begehr. Doch ihr alle könntet diese Arbeit leisten, so ihr euch nur von Mir lenken lassen möchtet, so ihr dem leisen Drängen in euch nachgebet, mit euren Mitmenschen zu reden über geistige Themen, ihre Gedanken zu richten auf das wahre Leben, das erst nach dem Tode seinen Anfang nimmt im geistigen Reich. Ihr alle, die ihr solche Gedanken aufleben lasset, ihr arbeitet schon unbewußt in Meinem Weinberg, und Ich werde stets mehr auf euch einwirken durch die innere Stimme, ihr werdet bald lieber in geistigem als in weltlichem Gebiet weilen wollen, es wird euch Freude machen, Mich stets voranzusetzen und mit euren Mitmenschen zu reden über Mich, über eure Erdenaufgabe und über das Leben nach dem Tode - und ihr werdet Mir bewußt dienen wollen und Meinen Segen für eure Arbeit erbitten, der euch sicher zufließen wird und der euch nun auch befähigt, tätig zu sein für Mich und Mein Reich. Und ihr seid schon erfolgreich tätig, wenn es euch gelingt, auch die Gedanken eurer Mitmenschen auf geistige Ebenen zu lenken, denn dann habt ihr die Verbindung hergestellt zwischen diesen und dem Reich, von wo ihnen weitere Belehrungen zugehen auf gedanklichem Wege. Ihr sollet wissen, daß auch die kleinste geistige Arbeit benötigt wird und daß Ich jeden segne, der willig ist, Hand anzulegen an die Umgestaltung des noch rein weltlichen Denkens. Jeden nehme Ich als Knecht an, dessen Liebe ihn antreibt zu helfen. Denn geistige Hilfe auf Erden kann nur von Menschen geleistet werden, solange noch keinerlei Verbindung hergestellt ist mit dem Reiche des Lichtes, mit den wissenden Kräften, die erst nach solcher Vorarbeit ihrerseits die Arbeit fortsetzen können und die darum auch euch immer zur Seite stehen und euch in Meinem Auftrag unterstützen, auf daß eure Arbeit wohlgelinge - auf daß Ich eine gute Ernte halten kann, wenn das Ende gekommen ist.
Amen. B.D. NR. 5876.

 

Buch 64 5877

Kurze Phase des Erdenlebens entscheidet Los im Jenseits.

15. Februar 1954. B.D. NR. 5877.

Euer Erdendasein als Mensch ist eine der unendlich vielen Phasen eurer Aufwärtsentwicklung, denn auch, wenn ihr auf Erden ausgereift seid, um nun in das Lichtreich eingehen zu können, schreitet doch eure Entwicklung immer noch weiter, weil niemals die Seele, die erkannt hat, aufhört zu streben - weil sie immer und ewig Gott anstreben wird und weil sie daher Ihm immer näherzukommen trachtet, um in gänzlicher Vereinigung mit Ihm unaussprechlich selig zu sein. Die Zeit als Mensch auf der Erde ist daher wie ein kurzer Augenblick, gemessen an der Ewigkeit, gemessen an dem endlos langen Entwicklungsgang zuvor durch die materielle Schöpfung, und doch ist dieser kurze Augenblick entscheidend für das Los der Seele, er ist entscheidend für den weiteren Entwicklungsgang im geistigen Reich. Denn es ist ein Unterschied, ob die Seele auf Erden schon einen Reifegrad erreicht hat oder erst im jenseitigen Reich zum Erkennen kommt. Wohl steigen auch letztere nun zur Höhe, doch in einer äußerst mühsamen Arbeit müssen sie sich das erwerben, was ihnen auf Erden reichlich zur Verfügung stand und ihnen das Erreichen des Lichtgrades ermöglicht hätte. Auf der Erde die Willensprobe zu bestehen bedeutet einen Zustand von Licht und Kraft in Fülle schon beim Eingehen in die Ewigkeit, es bedeutet stets vermehrte Zufuhr von Licht und Kraft, weil die Seele von der Stunde ihres irdischen Ablebens an als Kraftempfänger auch Kraftvermittler ist und stets mehr und mehr empfängt, je mehr sie abgibt. Sie steigt also nun überaus schnell zur Höhe, denn sie schließt sich mit gleich-reifem Geistigen zusammen und wirket nach göttlichem Willen und in göttlichem Auftrag. Sie bezieht alle Kraft aus Gott und nützet sie für Gott, während die Seelen, die auf Erden in ihrer Willensprobe versagten, wohl auch noch im Jenseits zum Erkennen kommen können, doch nun erst mit Hilfe anderer Wesen sich so gestalten müssen, daß es auch in ihnen Licht wird, daß sie die Lichtstrahlungen aufnehmen können und nun diese verwerten nach dem Willen Gottes. Auch diese Seelen müssen im freien Willen die Zufuhr von Licht und Kraft begehren, dann erst werden sie empfangen, und dann erst beginnt ihre Aufwärtsentwicklung mit der Arbeit, die sie wieder an den Seelen der Finsternis ausüben. Es ist gewissermaßen ein mühsamer Gang, ein Aufstieg, wo Stufe um Stufe erklommen werden muß mit Aufbietung aller Kraft und allen Willens. Es bleibt kein Bemühen ungelohnt, es kommt die Seele auf jeden Fall vorwärts, doch weil sie selbst noch sehr schwach ist und über wenig Kraft verfügt, muß sie ihren ganzen Willen aufbieten und viel Unterstützung finden von seiten der Lichtwelt oder menschlicher Fürbitte, bis sie selbst so weit Licht- und Kraftempfänger geworden ist, daß sie nun ihrerseits austeilen kann und nun immer mehr Kraft empfängt. Es ist das kurze Erdenleben entscheidend für das Los in der Ewigkeit, denn es kann der Eintritt in das geistige Reich schon höchste Seligkeit sein, die nun nie mehr endet, wenn die Erdenzeit recht genützt wurde. Sie kann aber auch unausgewertet bleiben, und die Folgen davon muß die Seele tragen - sie muß weiter ringen und kämpfen, will sie nicht untergehen. Und ihr Leben im geistigen Reich ist noch in vielem dem Ringen auf der Erde gleich, doch niemals hoffnungslos, wenn die Seele selbst den Willen hat, zu Licht und Kraft zu gelangen. Ihr Wille allein entscheidet - ist der Wille zu Gott gerichtet schon im Erdenleben, dann verfolgt die Seele unentwegt das Ziel, Ihm näherzukommen, was sie dann auch schnell erreicht. Solange aber der Wille noch Gott abgewandt ist, bedeutet dies Dunkelheit und Schwäche, und in diesem Zustand tritt die Seele in das geistige Reich ein, während erstere lichtdurchstrahlt ist und nichts mehr sie an das irdische Reich bindet als nur die Liebe zu denen, die sie verlassen hat und denen sie nun Hilfestellung bietet in jeder Weise, doch jene benötigen noch lange der Hilfe, wenngleich sie der Erde entronnen sind, doch sie halten sich noch lange in Erdennähe auf, bis auch sie so viel Licht und Kraft empfangen können, um ihrerseits nun tätig zu sein im geistigen Reich. Und jegliche Tätigkeit besteht nur darin, auf den Willen derer einzuwirken, die ihn noch verkehrt gerichtet haben, um sie zu bewahren vor gleichem Schicksal, vor einem mühsamen Aufstieg im geistigen Reich, der Folge ist eines verkehrt gerichteten Willens auf Erden.
Amen. B.D. NR. 5877.

 

Buch 64 5878

Tür zum Lichtreich ist Jesus Christus.

16. Februar 1954. B.D. NR. 5878.

Die Tür zum Lichtreich ist jedem geöffnet, der den Weg über Jesus Christus wählt. Ohne Ihn aber ist euch das Reich des Lichtes verschlossen, und ihr wandelt in Finsternis oder in so mangelhafter Dämmerung, daß ihr euch nicht wohl fühlet und darum auch nicht selig seid. Wo immer Jesus Christus gepredigt wird, dort werdet ihr auf den rechten Weg gewiesen, denn Er Selbst hat die Worte gesprochen: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben."

Und Er wird euch immer wieder in den Weg treten, so ihr einmal an Ihm vorübergegangen seid, ohne Ihn zu beachten. Er wird euch immer wieder hinweisen auf die Wahrheit, auf Sein Erlösungswerk, Er wird Sich euch als Führer anbieten auf eurem Erdenlebensweg, Er wird werben um euch in Liebe und Geduld, Er wird Sich nicht unwillig abwenden von euch, wenn ihr Ihn nicht anhören wollet. Er wird euch nachfolgen, so ihr in die Tiefe euch zu verirren drohet, und dann wieder locken und rufen, daß ihr euch nach Ihm umwendet und zurückkehret, daß ihr den Weg betretet, der zum rechten Ziel führt, zum ewigen Leben. Nur Er ist die Pforte, durch die ihr eingehen könnet zur Seligkeit, und lehnet ihr Ihn auf Erden ab, so empfängt euch drüben ein dunkles Reich, es ist alles in Finsternis gehüllt, denn es fehlt das Licht, das alles erleuchtet - Jesus Christus, von Dem das Licht ausgeht. In diesem Reich der Finsternis aber müsset ihr nach Ihm rufen - dann kann euch auch Erlösung werden aus eurer Qual, doch es ist schwer für eine Seele, die auf Erden Ihn ablehnte, im freien Willen nach Ihm zu rufen - weil sie nicht glaubte und dieser Glaube ihr auch nicht im Jenseits geschenkt werden kann. Es ist schwer für solche Seelen, weil sie nur schwach im Wissen sind, weil die Finsternis ihr Denken verwirrt und oft falsch richtet - weil sie zu wenig eigenes Licht besitzen, das nun ihren Willen anregen könnte, Ihn zu rufen um Rettung. Die Ablehnung Jesu Christi auf Erden wirkt sich überaus leidvoll aus im Jenseits, denn es fehlt der Seele alles - Kraft und Licht - sie kann nicht erkennen und ist zu schwachen Willens, sich Erkenntnis zu verschaffen. Die Barmherzigkeit des göttlichen Erlösers aber sendet solchen Seelen auch dann noch Hilfe. Sie werden auch in diesem Reiche der Finsternis auf das Kreuz Christi hingewiesen, was sich in der Weise äußert, daß plötzlich der Seele ein Gedanke an Ihn wie ein Blitz auftaucht, daß plötzlich ein Lichtschein sie berührt in Form des Kreuzes, der aber sofort wieder verlöscht, aber doch in der Seele einen Schimmer von Erkenntnis zurücklassen kann, daß sie nachdenkt über Jesus Christus und sich von Ihm Erlösung verspricht - daß sie Ihn in Gedanken heranrufet und Ihm ihre Not vorträgt - daß sie dadurch ihren Willen bekundet, an Ihn zu glauben, nur Hilfe benötigt, um nicht wieder anderen Sinnes zu werden. Und dann geht ihr auch die Hilfe zu, dann läßt die Dunkelheit unmerklich nach, ein leichtes Dämmerlicht lässet sie einen Weg erkennen, den sie nun verfolgt und der sie in immer hellere Gegenden führt - solange sie den Gedanken an Jesus Christus nicht fallenläßt - der aber sofort wieder dunkel wird, wenn sie Seiner nicht mehr gedenkt. Die Seele muß frei aus sich heraus zu Jesus Christus wollen, dann weicht jedes Hindernis vor ihr, dann erstrahlt ihr ein Licht, dem sie zugeht, das sie bald als das Christuslicht wiedererkennt, das ihr den ersten Gedanken an Ihn zusandte. Der Glaube an Jesus Christus ist die Pforte, die zur Seligkeit führt. Und gesegnet, wer noch auf Erden Ihn findet, den göttlichen Erlöser, Der Selbst der Weg ist, die Wahrheit und das Leben. Selig, wer mit diesem Glauben eingeht in das jenseitige Reich, denn ihm öffnet sich das Tor zum Reiche des Lichtes, zum ewigen Leben.
Amen. B.D. NR. 5878.

 

Buch 64 5879

Toben der Naturgewalten.

17. Februar 1954. B.D. NR. 5879.

Ihr werdet Meine Stimme vernehmen laut und gewaltig, und alle, die ihr Meinem leisen Ruf nicht Folge leisten wolltet, ihr werdet erschrecken, so sie euch laut ertönet, so ihr durch das Toben der Naturgewalten erinnert werdet an Mich, Dem ihr euch stets widersetzt habt und Den ihr doch anerkennen müsset angesichts der Äußerung der Naturelemente. Ihr wollet zwar keinen Zusammenhang gelten lassen von diesem und eurem Tun und Lassen in der Welt. Doch nur letzteres veranlaßt Mich dazu, Mich offensichtlich zu äußern, denn euer Tun und Lassen beweiset, daß ihr Mich nicht anerkennet als euren Gott und Schöpfer, vor Dem ihr euch dereinst verantworten müsset. Ihr glaubet nicht daran und lebet darum euer Erdenleben nicht nach Meinem Willen. Und darum lasse Ich Meine Stimme ertönen, auf daß ihr euch Meiner besinnet und euch wandelt, auf daß ihr Mich erkennet und euch Meinen Willen zum Eigenen werden lasset. Ich rede euch an, vorerst leise und voller Liebe euch zur Umkehr ermahnend - um dann immer lauter Meine Stimme zu erheben, bis sie euch in Angst und Schrecken versetzen wird, weil ihr nun um euer Leben fürchtet. Und viele werden ihr irdisches Leben verlieren, doch so sie noch in letzter Stunde zu Mir gefunden haben, ist der Leibestod für sie kein Verlust - er ist nur eine Gnade, denn sie waren in der Gefahr, gänzlich abzusinken, und darum rufe Ich sie ab im Moment des Erkennens Meiner Selbst, in einem Moment des Erwachens des Glaubens, der ihnen dann den Eingang in das jenseitige Reich erleichtert und der Beginn des Weges zur Höhe für die Seele ist. Ich will Mich durch das Toben in der Natur deutlich zu erkennen geben. Wo Menschenwille am Werk ist, dort ist der Glaube an Mich selten nur zu erwarten, wo aber die Menschen hoffnungslos den Elementen der Natur ausgesetzt sind, da gedenken sie eher ihres Schöpfers und rufen Ihn an. Und dort ist noch Hoffnung, daß Seelen errettet werden aus der Finsternis des Unglaubens, daß sie Mich anerkennen und sich von Mir nun lenken lassen auf Erden oder auch im jenseitigen Reich. Was irdische Geschehen nicht zustande bringen, das kann noch eine Naturkatastrophe im großen Ausmaß erreichen - daß des Gottes und Schöpfers von Ewigkeit gedacht wird und daß die Verbindung zu Ihm im Herzen des Menschen hergestellt wird durch innigen Anruf um Rettung aus größter Not. Und was scheinbar ein unübersehbares Zerstörungswerk ist, kann eine Rettungsaktion für viele Seelen bedeuten, die dadurch dem ewigen Verderben entrinnen und zum Leben erwachen, auch wenn sie den irdischen Tod erleiden. Alles werde Ich tun, was noch zur Rettung derer getan werden kann, die ihre Ohren verschließen Meiner leisen liebevollen Ansprache und die Ich dennoch nicht fallenlassen will. Mit lauter Stimme will Ich sie nochmals anrufen, und gesegnet, die nun sich Meiner erinnern, gesegnet, aus deren Herzen Ich noch nicht ganz verdrängt wurde und die nun zu Mir rufen, ehe es zu spät ist.
Amen. B.D. NR. 5879.

 

Buch 64 5880

Gottes Liebe folgt den Ungläubigen.

18. Februar 1954. B.D. NR. 5880.

Meine Liebe findet immer einen Weg zu euch, selbst wenn ihr Mir entfliehen zu können glaubt, wenn ihr glaubet, euch vor Mir verborgen halten zu können. Wenn ihr glaubet, ohne Mich wandeln zu können in dieser Erde, stehe Ich plötzlich vor euch, oft auch unerkannt von euch. Dann gehe Ich scheinbar mit euch den gleichen Weg, doch unmerklich dränge Ich euch davon ab, und so ihr mehr Meiner achtet als des Weges, den ihr beschreitet, befindet ihr euch schon auf dem rechten Wege, und ihr verfolget diesen dann auch bewußt, so ihr hellen Blickes um euch schauet. Diese Worte sind gerichtet an die Menschen, denen noch jeglicher Glaube mangelt an Mich, die Mich gleichsam abgetan haben, um frei und ungehindert leben zu können ohne das Verantwortungsbewußtsein einer höheren Macht gegenüber. Doch plötzlich sehen sie sich einer Notlage gegenüber, und diese Notlage veranlaßt sie, sich gedanklich mit Fragen zu beschäftigen. Ich also bin es Selbst, Der durch diese Not ihn dazu veranlaßt, und Ich lege ihm alle diese Fragen vor, die er nun zu beantworten sucht, und es kann sich nun sein Gedankengang wandeln, er kann unmerklich auf eine andere geistige Bahn gedrängt werden, sich selbst noch unbewußt, daß er den alten Weg aufzugeben im Begriff ist. Und so er sich dessen bewußt geworden ist, geht er gern den eingeschlagenen Weg weiter. Er gewinnt ein anderes Bild, sein geistiges Auge erschaut es und gibt es ihm hellstrahlend wieder - er gewinnt den Glauben an Mich, und Ich habe ihn gewonnen durch Meine Liebe, die ihm unaufhörlich folgte auch auf dunklen Wegen. Solange der Mensch auf Erden weilt, gebe Ich ihn nicht auf, und so lange kann er sich auch nicht Meiner Fürsorge entziehen. Er kann sich nur störrisch abwenden und also Meine Liebe ablehnen, mit der Ich ihn gewinnen möchte, und dann kann Ich nur noch den Menschen abrufen aus dem Erdenleben, wenn er sich in der Gefahr befindet, daß (er, d. Hg.) absinket und nebst seinem Unglauben den Weg nach unten einschlägt - d.h. seinen leidlich guten Lebenswandel aufgibt und sich von Meinem Gegner zu schlechten Handlungen überreden lässet. Und darum verlassen viele Menschen das irdische Leben vorzeitig, weil Ich es erkannte von Ewigkeit, bis zu welchem Zeitpunkt ein Wandel seiner Gesinnung zum Guten noch möglich ist - und weil Ich den erreichten Reifegrad nicht gefährden will, den ein gerechter und sauberer Lebenswandel dem Menschen eingetragen hat, wenngleich er völlig glaubenslos den Erdenweg zurücklegte - Solange noch die Möglichkeit besteht, ihn von seinem Unglauben zu bekehren, wandelt er keinen Weg ohne Mich - nur erkennet er Mich nicht, bis Ich ihm offensichtlich gegenübertrete in vorgenannter Form. Und er erkennt Mich auch nur dann, wenn er es will - wenn er die Fragen, die Ich ihm gedanklich stelle, anhört und sich damit auseinandersetzt, ansonsten Meine Versuche, ihn zu gewinnen, ihn auf den rechten Weg - den Weg des Glaubens - zu lenken, vergeblich sind. Doch ohne Glauben ist sein Erdenweg ein Leerlauf, ohne Glaube sind ihm nach seinem Tode alle Zugänge verschlossen in das Reich des Lichtes. Der Weg zur Seligkeit führt nur über Jesus Christus. Und den Glauben an Ihn als Gottes Sohn und Erlöser der Welt muß ein jeder Mensch gewinnen, will er selig werden.
Amen. B.D. NR. 5880.

 

Buch 64 5881

"Ich kenne die Meinen."

19. Februar 1954. B.D. NR. 5881.

Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich. So Ich sie anrede, wissen sie, daß der Vater zu ihnen spricht, und sie folgen Seinen Worten. Denn es sind die Meinen, die Meinen Willen zu erfüllen trachten und denen Ich Mich daher auch offenbaren kann. Meine Schafe erkennen Meine Stimme, und sie folgen ihr, und alle, die Mein Wort anhören, es auf sich wirken lassen und diesem Meinem Wort entsprechend zu leben sich bemühen, gehören zu Meiner kleinen Herde, deren Hirt Ich bin und die Ich schütze und hüte, auf daß sie nicht verlorengehen. Denn Ich will keines Meiner Schäflein verlieren, und darum folge Ich ihnen, wohin sie auch ihre Schritte richten. Ich rufe und locke sie, daß sie nicht vom rechten Wege abweichen, Ich reiße sie vom Abgrund zurück, so sie sich verirrt haben, Ich gehe ihnen nach, so sie sich verstiegen in Höhen, von denen sie abstürzen können, Ich befreie sie aus dichtem Gestrüpp, wenn sie sich darin verfangen haben. Ich gehe jedem einzelnen Meiner Schäflein nach, weil Ich sie liebe und keines davon hergeben will. Und dennoch kann Ich es nicht verhüten, daß sie sich entfernen von Mir, wenn sie sich verleiten lassen von fremden Lockrufen, wenn sie den nicht erkennen als Wolf im Schafspelz, der sich einschleicht unter die Herde und die Schafe an sich zu locken suchet. Auch Mein Ruf ertönet ihnen - so sie diesen aber überhören wollen um der Lockrufe Meines Gegners willen, dann begeben sie sich freiwillig Meines Schutzes. Und sie verlieren sich an den, der ihnen nur schaden will, der sich bald als ein reißender Wolf entpuppen wird und dem sie sich nun ausgeliefert haben, der kein Erbarmen kennt, der nur Meine Herde zu zerstreuen sucht, um sie Mir zu entreißen, um sie unbarmherzig dem Tode auszuliefern. Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich. Uns verbindet eine Kraft, die stark genug ist zum Widerstand gegen ihn. Die Meinen lassen sich nicht täuschen durch seine Stimme, sie erkennen die Stimme des Vaters, die voller Liebe zu ihnen redet und die tief im Herzen widerhallt, und die Meinen horchen auf diese Stimme und sind selig, so der Vater im Himmel zu ihnen Sich herniederneigt und Sich ihnen offenbart. Und sie ziehen viel Kraft aus Meinem Wort und wollen es nimmermehr missen, so es einmal ihnen ertönte. Sie werden daher in steter Gemeinschaft bleiben mit Mir, weil Ich durch Mein Wort ständig sie Meine Gegenwart spüren lasse, weil sie selbst verlangen, in Meiner Gegenwart zu verbleiben. Wer aber Meiner Stimme nicht achtet, wer Mein Wort nicht erkennt als von Mir Selbst gesprochen zu Meinen Kindern auf Erden, der gehört nicht zu den Meinen, und er wird auch nicht den Ruf Meines Widersachers als feindlich erkennen - er wird ihm folgen und sich trennen von Meiner Herde, der er sich auch angliedern konnte, um von Mir als einer der Meinen angenommen zu werden. Ich spreche alle an, und die Mich erkennen in Meinem Wort, die können sich wohl zu den Meinen zählen, die Ich schützen werde gegen alle Angriffe des Feindes. Denn Meine Liebe ist endlos tief, und sie will nicht, daß eines Meiner Schäflein verlorengehe - nur zwinget euch Meine Liebe nicht, sondern lässet euch vollste Freiheit.
Amen. B.D. NR. 5881.

 

Buch 64 5882

Großes Gnadenmaß am Ende.

20. Februar 1954. B.D. NR. 5882.

Ein großes Maß von Gnade teile Ich aus in der letzten Zeit vor dem Ende, denn es gilt die letzte Hilfeleistung für die Menschheit, die schon so schwachen Willens ist, daß nur verstärkte Zufuhr von Gnade sie fähig macht, zu glauben und zu lieben. Der Wille der Menschen ist deshalb so geschwächt, weil sie nur sich selbst leben - weil sie bar sind aller Kraft als Folge davon, daß sie bar sind aller Liebe zu Mir und zum Nächsten. Es ist eine so einfache Lösung des geistigen Tiefstandes der Menschen, und sie sollten nur eine Probe machen, um wie vieles stärker ihr Wille wäre, wenn sie uneigennützige Nächstenliebe übten. Doch um diese Probe zu machen, müßten sie vorerst glauben an Mich als die Ewige Liebe, Die ihnen Kraft vermittelt, sowie sich der Mensch mit Ihr verbindet. Und darum teile Ich unentwegt Gnadengaben aus, so daß der Mensch vorerst zu einer Kraftzuwendung kommt, um dann diese recht nützen zu können. Ich gebe - trotz Lieblosigkeit und Unglaubens - den Menschen Mein Wort, das ihnen Kraft vermittelt, wenn sie es nur anhören und darüber nachdenken. Die Menschen besitzen zwar Mein Wort, sie wissen darum und brauchten keine Zuleitung von oben, weil alles, was Ich den Menschen künden möchte, auf daß sie selig werden können, durch Meine ersten Jünger aufgezeichnet wurde und Verbreitung fand durch die Schrift, die also von Mir zeuget und den Menschen auch Meinen Willen kundgibt. Doch sie achten dessen nicht, sie betrachten es nicht mehr als Meine Äußerung, als Mein einst den Menschen zugeführtes Wort - und können darum ihm auch nicht die Kraft entziehen, die sie dringend benötigen. Und darum lasse Ich wieder Meine Gnade walten. Ich leite ihnen aufs neue Mein Wort zu, das wohl das gleiche ist, doch unmittelbar von Mir übertragen auf willige Diener, die auf Erden es den Mitmenschen zuführen sollen, auf daß die Menschen nun glauben lernen, wenn sie von Mir angesprochen werden. Es ist dies eine Gnadengabe, die gänzlich unverdient den Menschen geschenkt wird, die das gleiche Wort ablehnen in ihrer Unkenntnis und denen Ich darum helfen möchte, in den Besitz von Licht und Kraft zu gelangen, die nur durch Mein Wort ihnen vermittelt werden können. Die Menschen der Jetztzeit suchen keine Verbindung mit Mir, darum suche Ich sie mit ihnen. Ich gehe ihnen nach, so sie sich von Mir entfernen wollen, und achte ihrer Abwehr nicht, Ich beschenke sie dennoch, um durch Mein Geschenk ihre Liebe zu gewinnen, daß sie Mich nun anhören und nun erst unmerklich Kraft entgegennehmen, die sich dann verstärken wird, je mehr sie Mein Wort auf sich wirken lassen. Dann finden sie auch wieder zurück zur Schrift und erkennen die Übereinstimmung derer mit Meinem offenbarten Wort. Und dann schwindet auch die geistige Not, weil ihre Kraft wächst mit der Verbindung mit Mir, weil sie nun nach Meinem Wort zu leben sich bemühen und dies also Liebeswirken bedeutet, was ihnen vermehrt Kraft einträgt und Errettung aus ihrem geistigen Notzustand - die sie nimmermehr finden können ohne Meine Gnade, ohne offensichtliche Hilfeleistung der Ewigen Liebe an den Menschen. Ohne Zuleitung dieser Kraft bleiben sie schwach und ohnmächtig, und ihr Wille verfällt unrettbar dem Gegner, aus dessen Macht Ich aber die Menschen befreien will, sowie sie Mir keinen Widerstand leisten.
Amen. B.D. NR. 5882.

 

Buch 64 5883

Aufklärung Gottes über Zusammenhänge. Blinder Glaube.

21. Februar 1954. B.D. NR. 5883.

Ich will keinen blinden Glauben von euch, und darum suche Ich, euch durch Mein Wort Aufklärung zu geben über das, was zu glauben von euch gefordert wird. Dennoch kann es nur geglaubt werden, weil euch keine Beweise dafür gegeben werden können, was im geistigen Reich seinen Ursprung hat, was vom geistigen Reich handelt und zum geistigen Reich führen soll. Ich will euch verhelfen zu einem überzeugten Glauben, Ich will euch dazu verhelfen, daß euch keine Zweifel befallen, wenngleich ihr keine Beweise habt von der Wahrheit dessen. Und darum kläre Ich euch auf über alle Zusammenhänge, über Schöpfer und Geschöpfe, Anlaß und Zweck Meiner Schöpfungen, über Ursprung und Ziel alles dessen, was ihr Menschen sehet, wie auch über eure Aufgabe - über euren Daseinszweck. Ihr könnet nun, so euch dieses Wissen wahrheitsgemäß unterbreitet wird, selbst Folgerungen ziehen, und ihr werdet dann ein so zusammenhängendes und klares Bild erschauen, daß ihr gleichsam den Beweis der Wahrheit in euch selbst findet, daß ihr erkennet und nicht mehr zweifeln könnet - und dennoch nur glauben müsset - aber ein solcher Glaube etwas ganz anderes ist als ein blinder Glaube, wo der Mensch gedankenlos annimmt, um nur nicht zu widersprechen. Ein Blindglaube hat keinen Wert, denn er führt den Menschen keinen Schritt weiter in seiner Aufwärtsentwicklung. Ein blinder Glaube zeitigt keine Früchte, aber er kann zu völligem Unglauben führen, denn vom blinden Glauben zum Unglauben ist nur ein kleiner Schritt. Zum überzeugten Glauben kann aber nur die reine Wahrheit führen, während irrige Lehren einen blinden Glauben erfordern, der jegliches Nachdenken ausschließet oder eben zum Unglauben führen muß, sowie der Verstand des Menschen sich mit jenen Lehren befaßt. Darum also sollet ihr wahrheitsgemäß unterrichtet werden, es soll euer Denken angeregt und euer Herz angesprochen werden, und dann wird in euch ein Licht angezündet, und jeglicher Zweifel wird schwinden - denn was ihr glauben sollet - das ersteht licht und klar in euch und gibt euch die innere Überzeugung, für die ihr nun aber auch euch einsetzet, weil euer Glaube nun zum Leben erstanden ist. Ich will nicht, daß ihr erkenntnislos durch das Erdenleben geht, Ich will, daß ihr wiedergewinnet, was euch verlorengegangen ist durch euren einstigen Abfall von Mir. Ich will, daß ihr wieder zur Erkenntnis gelanget, und Ich will euch den Weg dazu ebnen. Glaube und Liebe muß euer Leben erfüllen. Darum belehre Ich euch; wie ein weiser Vater seine Kinder einführt in die Grundregeln des Lebens, so auch führe Ich euch ein in die Grundregeln Meiner ewigen Ordnung und erkläre euch, warum ihr wieder in dieselbe eintreten müsset, warum die Liebe in euch entzündet werden muß und was ihr sonst als wahr annehmen und beherzigen müsset. Und das alles sollet ihr glauben, werdet es aber auch glauben können bei gutem Willen und ernsthafter Überlegung. Denn wenn Ich etwas von euch verlange, dann helfe Ich euch auch, Meine Forderung zu erfüllen. Durch das Erfüllen dessen aber, was Ich von euch verlange, beweiset sich alles, und ihr erfahret nun selbst den Segen eines lebendigen Glaubens. Ein blinder Glaube trägt nichts ein, er ist im Gegenteil nur nachteilig für den Fortschritt der Seele, ein blinder Glaube ist ein Hindernis zum Erkennen, denn Verstand und Herz müssen zusammen tätig sein, die beide bei einem blinden Glauben ausgeschaltet sind. Darum wird ein blinder Glaube ewig kein Licht bringen der Seele, die sich noch in Dunkelheit befindet, und darum suche Ich ständig, durch Zuleiten der reinen Wahrheit den Verstand und das Herz anzuregen, auf daß ein rechter Glaube zum Leben erwache, der allein dem Menschen förderlich ist, zum Licht und zu Kraft zu gelangen, zum geistigen Fortschritt, der das Ziel seines Erdenlebens ist.
Amen. B.D. NR. 5883.

 

Buch 64 5884

Jesus Christus. Sein heiliger Name.

22. Februar 1954. B.D. NR. 5884.

Den Namen Dessen, Der überaus heilig ist und Den ihr anrufen sollet in jeder irdischen und geistigen Bedrängnis, den kennet ihr Menschen alle. Es ist Jesus Christus, der Sohn Gottes und Erlöser der Welt - Der als Sohn Gottes zur Erde niederstieg und nach Seinem Erlösungswerk als Gott Selbst zum Himmel wieder aufgestiegen ist. Der darum als Gott anzusprechen ist, weil Sich in Seiner menschlichen Hülle die Ewige Gottheit manifestierte, die Ewige Liebe, Die voll und ganz den Menschen Jesus erfüllte, und darum seine Seele als völlig vergöttlicht eins wurde mit Ihr. Die Menschheit kennt wohl Seinen Namen, doch zumeist wird Sein Name nur bewertet als der eines Menschen, der wohl gut und edel war, dem aber die Göttlichkeit abgesprochen wird. Für diese ist daher Sein Name ohne Kraft, sie rufen Den nicht an, Der ihnen Erfüllung jeglichen Gebetes verheißen hat, das in Seinem Namen zum Vater emporgesandt wird. Denn der Vater und Er sind eins, und wer den Glauben daran durch den Anruf Seines Namens bekundet, dessen Gebet wird erhört werden. Für Menschen, denen jegliches geistige Wissen mangelt, ist dieses Problem der Menschwerdung Gottes so unverständlich, daß sie an der Wahrheit solcher Lehren zweifeln und deshalb auch niemals die Kraft Seines geheiligten Namens erproben werden. Doch ihr Unwissen hebt darum nicht die Wahrheit auf. Und Gott lässet keine Möglichkeit ungenützt, diesen das Wissen zu bringen, ihnen die rechte Aufklärung zu geben, auf daß ihnen die Heiligkeit des Namens Jesus verständlich wird und auch sie ihn anrufen in ihrer Not. Das Endziel eines jeden Wesens ist das Vergöttlichen seiner selbst im freien Willen. Die Menschen wissen nicht um Zweck und Ziel ihres Erdenlebens und verfolgen daher auch nicht das Ziel, das aber der Mensch Jesus mit Seinem Erdenlebenswandel und Seinem Kreuzestod erreicht hat. Er stieg zwar als Lichtseele zur Erde herab, um erstmalig eine Mission zu erfüllen, um die Menschen zu erlösen von einer Schuld - von der Sünde der einstigen Auflehnung wider Gott. Denn ihre Seelen waren gleichfalls Seelen des Lichtes gewesen - sie waren gleichfalls von Gott hervorgegangen und standen in gleicher Vollkommenheit wie die Seele des Menschen Jesus. Doch sie hatten im freien Willen ihre Vollkommenheit eingebüßt, sie waren nicht bei Gott geblieben, sondern hatten sich freiwillig von Ihm abgewandt - dem zu, der als Gegner Gott gegenüberstand, nachdem er als erster Gott abtrünnig geworden war. Diese große Schuld, die einst die geistigen Wesen auf sich geladen hatten und deren Folge das Erdenleben als Mensch ist, nahm der Mensch Jesus auf Seine Schulter, um sie zu tilgen durch Seinen Kreuzestod. Und dieser Mission wegen stieg die Seele des Lichtes - der Sohn Gottes - zur Erde. Gleichzeitig aber lebte er den Menschen das Leben vor, das die Vergöttlichung der Seele zur Folge hat. Er lebte ihnen ein Leben in uneigennütziger Liebe vor, das zum gänzlichen Zusammenschluß führt mit der Ewigen Liebe, das auch aus einem sündigen Erdenmenschen ein göttliches Ebenbild gestalten kann und zum Vollbesitz von Kraft und Licht führt. Der Mensch Jesus hat der Menschheit den Beweis erbracht, denn Seine Wundertaten, Seine unübertreffliche Weisheit und zuletzt Seine glanzvolle Himmelfahrt bewiesen Seine göttliche Kraft und Macht - sie bewiesen die Auswirkung eines Lebenswandels in Liebe und geben allen Menschen die Hoffnung, das gleiche Ziel erreichen zu können, so sie in der Nachfolge Jesu leben. Denn Er gab den Menschen die Verheißung: Ihr sollet vollkommen werden, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. Also ist es auch möglich, diese Vollkommenheit zu erreichen, wenn sie ernst angestrebt wird und wenn Sein geheiligter Name angerufen wird um Hilfe. Denn durch das Erlösungswerk ist die Last von der Menschheit genommen, die sie zu Boden drückte und jeglichen Aufstieg zur Höhe unmöglich machte. Darum aber muß auch Jesus Christus als Erlöser der Welt anerkannt werden - ansonsten die Sündenschuld nicht getilgt ist, ansonsten ein jeder Mensch selbst mit dieser Last fertigwerden muß und ewig nicht zum Ziel gelangen kann. Jesus wußte um diesen geschwächten Zustand der Menschheit und stieg darum zur Erde nieder, um ihr zu helfen, doch keiner kann seiner Schuld ledig werden, der Ihn nicht anerkennt und der sich daher auch nicht erlösen lässet von Ihm. Keiner kann ohne Jesus Christus selig werden. Ein jeder aber wird die Kraft Seines Namens erfahren, der Ihn gläubig anruft und sich selbst und seine Schuld Ihm übergibt und Ihn bittet um Hilfe und Vergebung seiner Schuld. Keiner wird Ihn vergeblich rufen, der Seinen geheiligten Namen ausspricht und Ihn dadurch anerkennet als Gottes Sohn und Erlöser der Welt, Der von Sich Selbst gesagt hat: "Ich und der Vater ist eins" und "keiner kommt zum Vater, denn durch Mich."
Amen. B.D. NR. 5884.

 

Buch 64 5885

Gottes Wort bleibt immer das gleiche Evangelium.

23. Februar 1954. B.D. NR. 5885.

Wie Ich zu Meinen Jüngern sprach, als Ich noch auf Erden wandelte, so spreche Ich auch heut zu euch, die ihr als Meine Jünger in der Endzeit die gleiche Mission erfüllen sollet: euren Mitmenschen das Evangelium zu bringen so, wie es von Mir ausgeht - in aller Reinheit, unverbildet und leicht verständlich für jeden, der es guten Willens annimmt. Mein Wort bleibt immer und ewig das gleiche, denn es bezwecket, daß ihr euch gestaltet zur Liebe, zu Gefäßen, die geeignet sind zur Aufnahme Meines Geistes, der dann in euch wirket und euch sicher leitet zur Höhe. Ich zeige euch nur den Weg an durch Mein Wort, und Ich führe euch gleichzeitig in ein Wissen ein, das euch alle Zusammenhänge erklärt und euch Kenntnis gibt von Meinem Heilsplan von Ewigkeit. Sowie ihr wisset um Anfang und Ziel, um euren Ausgang und eure Bestimmung, sowie ihr wisset, daß ihr Produkte Meiner Liebe seid und Meine Liebekraft euch ewiglich durchströmen möchte, versteht ihr auch, warum Ich unausgesetzt bemüht bin, euch so zu gestalten, daß ihr Meine Liebekraft in Empfang nehmen könnet, und ihr verstehet auch, warum Ich euch Mein Wort zuleite. Doch da euch dieses Wissen nicht bewiesen werden kann um eurer Vollendung willen, muß in euch der Glaube erweckt werden, und dieses soll gleichfalls Mein Wort zuwege bringen. Denn es lehret die Liebe - es unterbreitet euch, daß ihr als erstes die Liebe üben müsset, um dann auch den Glauben zu gewinnen. Und sind Liebe und Glauben in euch nun lebendig geworden, dann schreitet eure Aufwärtsentwicklung mit Sicherheit vorwärts, dann wird bald Licht in euch sein, dann werdet ihr erkennen, was ihr zuvor nur glauben solltet, und dann kann Ich Selbst im Geist bei euch sein, Ich kann auf euch einwirken, und ihr werdet euch leiten lassen und zur Vollendung gelangen. Ohne Mein Wort aber erreichet ihr nicht euer Ziel, ohne Mein Wort wisset ihr weder um Meinen Willen noch um eure Erdenaufgabe, und ihr lebet euer Erdenleben vergeblich. Ich kam jedoch deshalb Selbst zur Erde, um den Menschen Mein Wort zu bringen, und Ich sandte darum Meine Jünger hinaus in die Welt, daß sie den Menschen Mein Evangelium der Liebe verkündeten, denn nur in beschränkter Anzahl hörten sie Mich Selbst - wie auch heut nur wenige Menschen Meine Stimme vernehmen können und Ich diesen daher den gleichen Auftrag gebe, hinauszugehen in die Welt und den Mitmenschen zu künden, was Ich ihnen offenbare. Die Not ist genauso groß als zur Zeit Meiner Niederkunft, und will Ich die Menschen nicht ihrem Untergang entgegengehen lassen, so muß Ich ihnen helfen wieder durch Mein Wort wie ehedem, daß sie den rechten Weg gehen, daß sie Meine Gebote der Liebe erfüllen müssen, daß sie durch festen Glauben und uneigennützige Nächstenliebe aufwärtsschreiten und nicht den Abgrund zu fürchten haben, der ihnen jedoch unweigerlich droht, wenn sie Meinen Worten, durch euch geboten, nicht Folge leisten. Und es ist Meine Liebe zu euch Menschen noch nicht geringer geworden. Ich suche eine jede Seele zu erretten, Ich rufe jedem Menschen Worte der Liebe zu - denn sie sind einstens von Mir ausgegangen und sollen wieder zurückkehren zu Mir, zu ihrem Vater von Ewigkeit.
Amen. B.D. NR. 5885.

 

Buch 64 5886

"Was ihr dem geringsten Meiner Brüder tut."

24. Februar 1954. B.D. NR. 5886.

Was ihr dem geringsten Meiner Brüder tut, das habt ihr Mir getan. Täglich und stündlich ist euch dazu Gelegenheit gegeben, Gutes zu tun, ein freundliches Wort zu sagen, hilfreich dem Nächsten beizustehen mit Rat und Tat und so dessen Not zu lindern, die nicht allein aus irdischen Bedürfnissen zu bestehen braucht, sondern auch geistig der Hilfe bedarf durch tröstenden Zuspruch oder Leiten auf den rechten Weg, der aus geistiger und auch irdischer Not herausführt. Ihr sollet nur nicht euer Herz verhärten und eure Augen abwenden, so ihr Not sehet; ihr sollet nicht gleichgültig werden und glauben, genug getan zu haben, so ihr einmal Hilfe geleistet habt. Ihr sollet stets und ständig die Liebe üben, dann werdet ihr selbst in euch das glückselige Gefühl eines Gebenden kennenlernen, der von Mir gesegnet ist - der im gleichen Maß, wie er austeilt, wieder empfängt von Mir, und wahrlich Gaben, die ihn weit mehr beglücken als der irdische Besitz, dessen er sich entäußert. Denn ihr gebet Mir, so ihr dem Nächsten austeilet, ihr schenket Mir die Liebe, die der Nächste von euch empfängt. Ihr könnet die Liebe zu Mir nur so beweisen, daß ihr dem Nächsten Liebe entgegenbringt. Ihr könnet es nicht ermessen, welch großen Reichtum ihr euch ansammelt durch uneigennützige Liebe, doch einstens werdet ihr beglückt die Wahrheit Meines Wortes erkennen und zugeben, daß es wahrlich nicht schwer war, auf Erden geistige Schätze zu erwerben. Und diese Beglückung will Ich euch schaffen und euch daher ständig ermahnen zum Liebewirken. Sowie ihr stets daran denket, daß Ich Selbst als Bittsteller vor euch hintrete, wenn ein Bedürftiger euch um eine Gabe bittet, wenn ihr daran denket, daß Ich um eine jede Gabe weiß, die in Liebe dargeboten wird, und Ich euch dafür mit segnenden Augen ansehe, dann wird eure Liebe zum Nächsten wachsen, weil Liebe immer Gegenliebe erweckt und Kraft und Segen in sich trägt. Was ihr dem geringsten Meiner Brüder tut, das habt ihr Mir getan. Alle seid ihr Meine Kinder, und so die Kinder sich untereinander lieben, schenken sie dem Vater das größte Glück, weil nur die Liebe wahre Seligkeit bereiten kann und weil die Liebe euch alle zur Vollendung führt, die ohne Liebe niemals erreicht werden kann. Seid dankbar, solange ihr Gelegenheit habt, zu helfen und zu raten, denn noch besitzet ihr dazu die Lebenskraft, die euch aber fehlt, wenn ihr dereinst eure Versäumnis erkennt und nachholen möchtet. Nützet die Erdenzeit zum Wirken in Liebe, auf daß ihr kraftvoll eingehet in das jenseitige Reich und dort wirken könnet mit den Schätzen, die ihr euch durch Liebeswirken erworben habt, auf daß ihr nicht schwach und hilflos seid und bitter bereut, was ihr auf Erden zu tun unterlassen habt.
Amen. B.D. NR. 5886.

 

Buch 64 5887

Geistig Blinde. Lichtstrahlen.

25. Februar 1954. B.D. NR. 5887.

Dem geistig Blinden bleibt alles verborgen, ihm fehlt jegliche Erkenntnis, er ist nicht fähig, einen Blick zu werfen in das Reich des Geistes, denn er hat seine Augen geschlossen, und kein Lichtstrahl vermag in dieselben einzudringen; er wandelt in ständiger Dunkelheit - und mag er sich noch so lebhaft in der irdischen Welt bewegen, mag er auch irdische Erfolge aufzuweisen haben - es ändert dies nichts an seinem blinden Zustand, in dem sich seine Seele befindet, in dem Zustand bar jeden Lichtes und darum auch bar jeder Kraft, das Dunkel zu verlassen. Der Geistig-Blinde hält aber selbst seine Augen geschlossen für das Licht. Er kann darum nicht bedauert werden als ein Opfer seines Schicksals, als ein von Gott mangelhaft bedachtes Wesen, dem jede Erkenntnis, jeder Lichtstrahl vorenthalten wird. Auch er wird angestrahlt vom göttlichen Liebelicht und brauchte sich nur zu öffnen, er brauchte sich nur ohne Widerstand dieser Lichtstrahlung aussetzen, dann würde er auch seine Augen öffnen, um zu sehen, von wo er die Wohltat der Lichtstrahlen empfängt - d.h., auch ihm wird die göttliche Ausstrahlung - das Wort Gottes - zugeführt, und so er es nur anhören würde, hätte es auch eine wohltätige Wirkung auf ihn, und das Verlangen würde in ihm erwachen, stets mehr zu hören, seines Geistes Auge würde geöffnet und das Licht nun einstrahlen und alles erhellen, was in ihm dunkel war bisher. Doch der geistig Blinde steht noch im Widerstand gegen Gott. Und darum ist es seine eigene Schuld, daß er nicht zu sehen vermag, daß er stets in der Nacht wandelt, daß ihn das Licht des Morgens nicht beglücken kann. Der geistig Blinde hat einen starken Willen, der gegen alles gerichtet ist, was Licht bedeutet. Und er gibt diesen Willen nur selten auf. Denn zumeist fühlen sich diese Blinden im Geist überaus wohl in der irdischen Welt und sind ihr mit allen Sinnen ergeben, also ist ihr Wille voll und ganz dem Gegner Gottes zugewandt, und dieser hält sie gefesselt - er täuscht ihnen so viel Licht vor, daß sie ihre geistige Blindheit nicht fühlen, daß sie nur stets mehr diesen Blendlichtern nachjagen und nicht erkennen, welchem Schein und Trug sie verfallen sind. Doch ihre geistige Dunkelheit hindert sie auch am Erkennen dessen, was ihnen als Truglicht vom Gegner Gottes geboten wird. Und dieser bestärkt auch ihren Widerstand gegen jede Lichtstrahlung, die sie von oben berührt. Sie können sehend werden, sie können viel göttliches Licht empfangen, sowie sie sich nur öffnen, sowie sie bereit sind, ihren Widerstand aufzugeben - sowie sie begehren, sehend zu werden, was immer noch möglich ist, solange sie auf Erden leben. Denn auch der geistig Blinde kann der Welt mit ihren Freuden überdrüssig werden, so er sie reichlich genossen hat. Auch er kann die Wertlosigkeit und Unbeständigkeit irdischer Güter erkennen und sich nicht mehr damit zufriedengeben. Auch in ihm kann das Verlangen erwachen nach Wissen um Verborgenes, und dann ist es immer noch möglich, daß ihm die Augen geöffnet werden, daß er sich dorthin wendet, wo er Lichtstrahlen zu entdecken glaubt, und dann kann er auch zur Erkenntnis kommen, welchen Irrlichtern er bis jetzt nachgejagt ist, und dann ist es immer noch nicht zu spät, sich an den Einen zu wenden, Den er erkannt hat als das ewige Licht, und Ihn um Seine Gnade zu bitten, daß Er auch ihm die Augen öffne und das Licht schenken möge, das ihm den Weg fürderhin erleuchte. Und seine Bitte wird Erhörung finden.
Amen. B.D. NR. 5887.

 

Buch 64 5888

Geistige oder irdische Güter. Besseres Teil.

26. Februar 1954. B.D. NR. 5888.

Ihr habet euch wahrlich das bessere Teil erwählet, so ihr Mich und Mein Reich zu gewinnen trachtet und dahingebet, was euch wohl euer Erdenlos erträglicher machen könnte, den Weg zu Mir jedoch schwerer finden lässet. Ihr seid nicht im Nachteil, so ihr alles dahingebet, denn euer Anteil hat Bestand, während ersteres vergeht und eure Seele in Armut zurückbleibt, so ihr ihrer nicht gedacht habt auf Erden. Euer Los auf Erden erscheint zwar dem Weltling arm und dürftig, einst aber stehet ihr im Glanz und in geistigem Reichtum, während jener überaus armselig das jenseitige Reich betritt trotz größtem irdischen Reichtum und Ansehen. Lasset euch nicht überreden von jenen, euer geistiges Streben aufzugeben - leistet auf Erden freiwillig Verzicht auf irdischen Gewinn, und suchet statt dessen geistige Güter zu erwerben, und ihr werdet es nicht zu bereuen brauchen, daß ihr auf Erden wohl den schlechteren Teil gewählet habt, geistig aber weit höher steht und nun mit eurem Reichtum arbeiten könnet zu eigener und vieler Seelen Beglückung. Auf Erden steht ihr zwar hinter euren Mitmenschen zurück, und dennoch seid ihr die Gewinnenden, denn ihr seid schon Anwärter des Reiches Gottes, das nicht von dieser Welt ist, während die Weltlinge nicht dieses Reich in Besitz nehmen können, weil sie nicht zugleich Gott und der Welt dienen können, dereinst aber draußen stehen werden, ohne Recht und ohne Kraft, einzugehen in ein Reich, das auf dieser Erde erworben werden mußte. Darum muß die irdische Welt überwunden werden, es muß den irdischen Freuden und Genüssen ein Kampf angesagt werden, weil sie dem Menschen den Eintritt in das geistige Reich verlegen, weil erst über diese der Sieg erfochten sein muß, daß der Weg frei werde in Mein Reich. Geistige Güter aber sind im Erdenleben nicht so verlockend, daß sie begehrt werden, und dennoch die Güter, die ihren Wert behalten und die euch Menschen nicht genommen werden können, so ihr das irdische Leben verlieret. Darum erwerbet euch diese, und strebet unausgesetzt nach dem Reich Gottes, solange ihr die Gnade habt, als Mensch auf dieser Erde zu leben. Denn das ist eure Erdenaufgabe, euch vorzubereiten für das Reich, das ewig währt. Und auf daß es für euch ein Leben sei in Seligkeit, schaffet euch auf Erden die Güter, die in jenem Reich allein bewertet werden. Richtet eure Sinne auf Mich und Mein Reich, und ihr habt wahrlich den besten Teil erwählet.
Amen. B.D. NR. 5888.

 

Buch 64 5889

Krankenheilung im Namen Jesu.

27. Februar 1954. B.D. NR. 5889.

Leget den Kranken in Meinem Namen die Hände auf und segnet sie - und die Kraft eures Glaubens wird sie heilen, weil Ich Selbst es bin, Dem ihr nun den Kranken anvertraut, und Meine Kraft unbegrenzt ist und auch unbegrenzt wirken kann, sowie ihr glaubet. Was ihr in Verbindung mit Mir tut, das muß euch gelingen. Fühlet ihr euch aber auch innig mit Mir verbunden? - Diese Frage ist es, die Ich euch stellen muß, weil davon allein die Kraft zur Krankenheilung abhängt, weil es an euch selbst liegt, ob ihr die Gesundung des Mitmenschen möglich machet, weil euer Glaube von einer solchen Stärke sein muß, daß ihr Mich lebendig neben euch fühlet und nun vereint mit Mir wirket, so ihr Meinen Namen aussprechet, so ihr den Kranken segnet in Meinem Namen. Ich bin der Menschheit ein so ferner Gott geworden, daß sie dafür kein Verständnis mehr aufbringen kann, wenn ein Mensch so innig mit Mir verbunden ist, daß er Meine Kraft nützen kann nach seinem Willen, und selbst Meine Gläubigen bringen nur selten diese Glaubensstärke auf, daß sie keinen Augenblick zweifeln, daß Ich sie unterstütze, so sie den Mitmenschen helfen wollen. Nur wenige sind es, die darum über die Gabe der Krankenheilung verfügen, weil sie eben über Mich Selbst und Meine Kraft verfügen, so sie diese benötigen. Und in der Endzeit ist der Glaube an Mich unter der Menschheit so schwach und klein geworden, daß ein tief gläubiger Mensch, der über ungewöhnliche Kraft verfügt, auch ungewöhnlich auffällt, daß er nun entweder große geistige Erfolge erzielt, indem er die Menschen wieder zum Glauben führt an Mich und die Kraft Meines Namens, oder er angefeindet wird von denen, die jeglicher Glaubenskraft entbehren, doch allein für sich das Recht in Anspruch nehmen, den Menschen Meinen Namen zu verkünden. Und letztere sind mehr zu verurteilen als die völlig Ungläubigen, denn sie kennen Mich und erkennen Mich an und haben doch keinen lebendigen Glauben an Mich, sie vertreten nur Worte, die in ihnen selbst noch nicht lebendig wurden, daß auch ihre Auswirkung zu erkennen wäre. Sie haben selbst noch nicht die Probe gemacht, was ein lebendiger Glaube vermag - und so ihnen ein Mensch ein solches Beispiel gibt, feinden sie ihn an, weil sie seine geistige Überlegenheit fühlen, weil sie voll Neid Meine Assistenz erkennen, die sie für sich noch nicht in Anspruch genommen haben. Und werden in der letzten Zeit vor dem Ende auch die Menschen sich mehren, in denen die Gaben des Geistes zur Auswirkung kommen, Menschen, die sich so innig Mir verbinden, daß sie alles, was sie tun, ausführen mit Mir, in Meinem Willen und unter Anruf Meines Namens. Und sie werden sich in mancherlei Weise als Meine Sendlinge erweisen, denn alles weiset auf Mich hin und auf Mein Reich, was ein von Meinem Geist erfüllter Mensch nun denkt, redet oder tut - und alles verrät eine besondere Kraft, über die er nur deshalb verfügt, weil er Mich Selbst durch sich wirken lässet, weil sein Glaube an Mich und Meine Liebekraft so stark ist, daß sie ihm unbegrenzt zuströmt, und weil er nun auch seinen Mitmenschen helfen kann in übernatürlicher Weise. Denn er ist von Liebe zu ihnen erfüllt, und diese Liebe vermittelt ihm direkt die Kraft aus Mir - und also wird ihm auch alles zu leisten möglich sein.
Amen. B.D. NR. 5889.

 

Buch 64 5890

Lebendiges oder totes Wissen.

28. Februar 1954 B.D. NR. 5890.

Dem Einfältigen wird das gegeben, was dem Weisen verborgen bleibt - sowie er Mir in kindlicher Demut ergeben ist und so Meine Gnadengaben direkt in Empfang nehmen kann - während der Weise leer ausgeht, weil er Mich nicht um das angeht, was nur Ich vermitteln kann, und weil er glaubt, mit dem Verstand alles ergründen zu können, dem jedoch Grenzen gesetzt sind, die nur unter gewissen Bedingungen überschritten werden können. Und diese Bedingung erfüllt der Weise - der Verstandesmensch - nicht, während ein unwissender, einfältiger Mensch sie unbewußt erfüllen kann und darum in geistigem Wissen einen bedeutenden Vorsprung erzielen kann. Und darum kann auch ein umfassendes Studium doch einem Menschen nicht die Erkenntnis bringen, die ein tief demütiger gläubiger Mensch besitzt, dem Ich Mich also offenbaren kann. Ersterer kann wohl ein Wissen besitzen, das aber immer ein totes Wissen bleiben wird, solange er nicht in dieses demütige kindliche Verhältnis zu Mir eintritt, das ihm die Aufklärung Meinerseits einträgt, so daß sein Wissen nun erst ein lebendiges ist, für das er überzeugt eintreten kann. Er geht aber einen viel weiteren Weg, er muß erst von der vermeintlichen Höhe seines Wissens herabsteigen, er muß erkennen, daß er trotz des verstandesmäßig aufgenommenen Wissens unwissend ist und bleibt ohne Meine Unterstützung. Er muß um der Wahrheit willen Mich anrufen, daß Ich ihm dazu verhelfe, er muß sich selbst klein fühlen trotz seiner Weltweisheit, dann erst tritt er in das rechte Verhältnis ein zu Mir, und dann erst kann Ich ihn recht bedenken. Und Ich will diesen Menschen die Augen öffnen, indem Ich sie zusammenführe mit Menschen, die ohne jegliches Studium über ein umfassendes Wissen verfügen, auf daß sie ernstlich mit sich zu Rate gehen, wie dies geschehe, und daraus für sich selbst die rechten Schlüsse ziehen. Denn Ich will, daß auch sie - die ein großes Wissen ihr eigen nennen - in den Segen Meiner Offenbarungen gelangen. Ich will, daß sie lebendige Vertreter Meiner Lehre werden, wozu aber die Unterweisungen von Mir unbedingt nötig sind. Ich will darum, daß auch sie sich unwissend fühlen und schlicht und einfach sich Mir anvertrauen, daß Ich ihren Geist erleuchte - denn das werden sie erkennen müssen, daß Ich Selbst der Ausgang bin von aller Wahrheit, daß Ich der Quell bin des Lichtes, daß weise ist nur der, der die Weisheit direkt von Mir empfängt. Erst der direkte Weg zu Mir in Demut und kindlichem Vertrauen führt ihn zum rechten Wissen, mit dem er nun erfolgreich arbeiten kann, während geistiges Wissen, durch Studium erworben, nicht höher zu bewerten ist als jedes andere Weltwissen und darum die Menschen auch nur weltlich beeindruckt - es sei denn, die Hörer stehen in jener rechten Verbindung mit Mir, daß Ich ihnen nun zugebe, was ersteren mangelt: Verständnis für jedes Wort, das dem Reich Gottes zuführen soll. Doch immer werde Ich der Austeilende sein, und immer werde Ich austeilen dem, der in aller Einfalt und Demut Mich um Meine Gnadengabe bittet - und dieser wird wahrhaft weise sein.
Amen. B.D. NR. 5890.

 

Buch 64 5891

Vergebung der Sünden durch Jesus Christus.

1. März 1954. B.D. NR. 5891.

Es ist keine Sünde so groß, daß sie nicht Vergebung fände bei Mir, so ihr Menschen dafür Vergebung verlangt. Jegliche Schuld wird von euch genommen, wenn ihr um Jesu Christi willen frei zu werden verlanget, wenn ihr die Schuld Ihm unterbreitet, Der für euch am Kreuz gestorben ist - wenn ihr von Ihm erlöst werden wollet von eurer Sündenschuld. Er hat für euch die Schuld gebüßt, Er hat sie auf Sich genommen und dafür Genugtuung geleistet. Ihr könnet also frei werden von jeglicher Sündenschuld, wenn ihr den Weg zu Ihm nehmet, Der als Mensch für euch das Erlösungswerk vollbracht hat - Dessen Liebe die Brücke schlug zwischen Mir und euch und Der deshalb nicht übergangen werden darf, wollet ihr die Vergebung eurer Schuld erlangen. Ich verlange die Anerkennung Jesu als Gottes Sohn und Erlöser der Welt, weil ihr dann Mich Selbst anerkennt, mit Dem der Mensch Jesus Sich vereinigt hat. Denn Ich Selbst war im Menschen Jesus, Dessen Herz voller Liebe war. Seine Liebe also brachte das Opfer für euch, und diese Liebe war Ich Selbst. Und die Liebe verstehet und verzeihet, die Liebe tilgt jede Schuld, die Liebe will euch erretten und euch alle Seligkeiten des Himmels bereiten. Die Liebe ist um euch besorgt, weil sie euch erfassen will, um euch Seligkeit zu schenken. Also wird die Liebe auch keinen Sünder fallenlassen, doch wie lange der Sünder sich mit seiner Schuld belastet, ist von seinem Willen abhängig. Meine unendliche Liebe, die für euch als Mensch den Tod am Kreuz erleiden wollte, um eure Sündenschuld zu tilgen, wird wahrlich nicht vor der Größe einer Schuld zurückschrecken; sie ist für alle bereit gewesen zu sterben und tilget sonach auch die größte Schuld, so nur der Mensch bereit ist, sie Mir Selbst als dem Erlöser Jesus Christus zu gestehen und um Vergebung zu bitten. Denn es kann nur erlöst werden von seiner Schuld, der den "Erlöser" anerkennt - der also unter Sein Kreuz sich stellt und zu denen gehören will, für die der Mensch Jesus gestorben ist. Und wären eure Sünden so rot wie Blut, Ich will euch weißwaschen wie Schnee. Ihr alle - auch die mit schwerster Schuld Beladenen - könnet zu Mir kommen im Vertrauen, daß euch um Meines Namens willen eure Sünden vergeben werden. Doch Ich kann nimmermehr die Schuld von euch nehmen, solange ihr euch von Mir abwendet, solange ihr das Erlöungswerk Jesu Christi nicht anerkennet, denn so lange auch erkennet ihr Mich Selbst nicht an, Der Ich Mich als Mensch Jesus verkörpert habe, Der Ich als der Heiland Jesus Christus für euch ein schaubarer Gott wurde. Meine Ursubstanz ist Liebe, und die Liebe verkörperte sich in Jesus. Ohne Liebe hätte der Mensch Jesus das Erlösungswerk nicht vollbringen können. Also war Ich Selbst es, Der für euch Menschen gestorben ist, denn Ich Selbst war im Menschen Jesus Seiner unendlichen Liebe wegen, die Er zu euch Menschen empfand, weil Er euch in der Tiefe wußte, aus der Er euch emporheben wollte. Darum nahm Er euch die Last ab, die euch immer wieder niederdrückte, die euch den Weg zur Höhe nicht gehen ließ. Er machte euch frei von dieser Last, und also war für euch auch der Weg frei zu Mir. Es konnte euch die ewige Liebe annehmen, weil die trennende Schuld von euch genommen war - weil sie ihre Sühne gefunden hatte durch den Kreuzestod. Darum braucht kein Sünder eine ewige Verdammnis zu fürchten, denn jegliche Sündenschuld wird getilgt von Jesus Christus, sowie Er anerkannt wird als Gottes Sohn und Erlöser der Welt - sowie der Sünder durch die Anerkennung Jesu Mich Selbst anerkennt und Meine Liebe nun auch den größten Sünder aufnimmt und ihn befreit von aller Schuld.
Amen. B.D. NR. 5891.

 

Buch 64 5892

Gottes Segen für Weinbergsarbeit.

2. März 1954. B.D. NR. 5892.

Ich will euch segnen für euren Willen, Mir zu dienen, und Ich will euch helfen, euren Willen auszuführen, indem Ich euch bedenke mit Kraft für eine gesegnete Weinbergsarbeit. Und dann brauchet ihr nur euch Meiner Lenkung zu überlassen, ihr brauchet nur in euch hineinzuhorchen, und ihr werdet Meinen Willen erfahren, ihr werdet es fühlen, was ihr tun sollet - ihr werdet also euch zu dieser oder jener Arbeit bereit fühlen und ihr gern nachgehen, denn das ist Meine Stimme in euch, solange ihr gewillt seid, Mir zu dienen; dann teilet euch euer Herr und Hausvater eure Arbeit zu, dann gibt Er euch Aufträge, und diese empfindet ihr in euch als Trieb, und ihr handelt nun danach - wohl im eigenem Willen, und doch ist es Mein Wille, der nun in eurem Wollen zum Ausdruck kommt. Denn wer für Mich arbeiten will, den nehme Ich an und weise ihm auch die Arbeit zu, die er zu bewältigen imstande ist.
Amen. B.D. NR. 5892.

 

Buch 64 5893

Unbegreifliches Gnadengeschenk. Gegengabe: Liebe.

3. März 1954. B.D. NR. 5893.

Wisset ihr, was es bedeutet, daß ihr Mich Selbst zu hören vermögt? Daß ihr als Mensch die Fähigkeit in euch entwickeln könnet, Meine direkte Ansprache zu vernehmen, Mein Wort zu hören, das Meine übergroße Liebe zu euch spricht? Wisset ihr, daß damit eine Verbindung zwischen Mir und euch erwiesen ist und daß dieser Zustand schon ein Zustand von Licht und Kraft ist, der nun ins Endlose entfaltet werden kann? Daß es einen Schöpfer gibt, wird selten ein Mensch leugnen können oder bezweifeln - daß aber dieser Schöpfer von Ewigkeit euch, Seine Geschöpfe, anspricht, obwohl diese noch in einem Zustand der Unvollkommenheit sind - und daß es selbst in den Willen Seiner Geschöpfe gegeben ist, Ihn zu hören, das werden nur wenige Menschen glauben oder gar als feste Überzeugung vertreten, denn nur sehr wenige entfalten in sich die Fähigkeit und machen die Probe, indem sie lauschen, indem sie fragen in Gedanken und nun gläubig auch eine Antwort erwarten. Und Ich werde ihnen antworten, weil sie selbst durch ihren Glauben Mir die Möglichkeit geben, denn Ich kann euch Menschen nicht ansprechen ohne einen solchen Glauben um eurer Glaubens- und Willensfreiheit willen. Es müßte euch Menschen dieses Wissen erdrücken, es müßte euch vor Jubel und Glück vergehen lassen, könntet ihr es in vollem Umfang ermessen, was es bedeutet, mit dem Schöpfer der ganzen Unendlichkeit in so inniger Verbindung zu stehen, daß ihr Sein Wort zu hören vermögt - als Sein Kind angesprochen zu werden, von Ihm liebevolle Vaterworte zu empfangen, Trost und Ratschläge entgegenzunehmen, durch Seine Anrede gelenkt und ermahnt zu werden und immer nur Herz und Ohr öffnen zu brauchen, um Seine Liebeworte in Empfang nehmen zu können. Es ist ein Gnadengeschenk, das euch ewig unbegreiflich bleiben wird und eben nur mit Meiner übergroßen Liebe erklärt werden kann. Doch verpflichtet euch ein solches Geschenk nicht? Könnet ihr es entgegennehmen, ohne das Gefühl von Dankbarkeit und dem Willen, Mir gleichfalls eine Gabe zu bieten? Alles geht von Mir aus, und dennoch verlange Ich auch etwas von euch als Gegengabe - eure Liebe. Immer nur werbe Ich um eure Liebe, und so ihr Mir diese schenket, dann habe Ich durch Meine Ansprache erreicht, was Ich will; denn eure Liebe zu besitzen ist Meine Seligkeit, das Geschenk, das ihr Mir reichen sollet, wollet ihr Mir eine Gegengabe anbieten. Und ihr werdet Mich liebenlernen, so ihr aufmerksam Meinen Worten lauschet, so ihr Mich durch euren Willen in euch gegenwärtig sein lasset, so ihr euch bewußt werdet, was ihr in Wirklichkeit seid, und nun die Bedeutsamkeit Meiner Ansprache erfasset. Dann wird in euch die Liebe aufflammen, und es ziehet euch gar gewaltig zu Mir. Euer Sehnen gilt Mir und dem geistigen Reich, und es wird sich erfüllen: ihr werdet heimkehren ins Vaterhaus, denn Ich habe dann Meine Kinder wiedergewonnen und werde sie nun nimmermehr verlieren.
Amen. B.D. NR. 5893.

 

Buch 64 5894

Bereitschaft, Gnadengeschenke anzunehmen.

4. März 1954. B.D. NR. 5894.

Wie sich die Menschen zu Mir verhalten, so kann Meine Gnade an ihnen wirksam werden. Es gehört eine Bereitschaft dazu, die Gnadengaben anzunehmen, und diese Bereitschaft erfordert wieder ein Anerkennen Meiner Selbst, einen Glauben an Mich und also bewußtes Zuwenden zu Mir in Form von Gedanken oder Gebet. Denn die Gnadengaben sind Meine Ausstrahlungen, die den Menschen nur dann berühren können, wenn er eine Verbindung mit Mir herstellt. Es ist dies ganz einfach ein Gesetz, daß ein Strom unterbrochen wird, sowie die Verbindung unterbrochen ist - und daß es also ganz im Willen des Menschen liegt, ob er selbst die Verbindung herstellt, um in den Segen des von Mir ausgehenden Kraftstromes zu gelangen. Denn alles, was in Mir seinen Ausgang nimmt, ist Kraft, die für den Menschen ungeheuer förderlich ist, so sie genützt wird. Und da der Mensch sie nicht zu beanspruchen hat, weil er sich einst freiwillig trennte von Mir, so ist jede Kraftzuwendung als ein Liebe- und Gnadenakt zu bewerten. Also unverdiente Geschenke gehen euch zu, so euch Meine Kraft zugeleitet wird, und diese Geschenke sind Gnaden. Sie sollen nur dazu verhelfen, daß ihr wieder kraftvoll werdet, sie sollen nur eure Aufwärtsentwicklung fördern, weil ihr ohne Kraftzufuhr unfähig seid, euch zur Höhe zu entwickeln. Ich will in Meiner endlosen Liebe euer selbstverschuldetes Unvermögen beheben, Ich will euch geben, was euch mangelt, weil ihr selbst es dahingegeben habt - Licht und Kraft - doch euer Wille ist Voraussetzung, daß ihr annahmebereit seid. Ihr dürfet euch nicht von Mir abwenden, sondern müsset geöffneten Herzens euch Mir zuwenden, und es wird ein Kraftstrom in euch einfließen, der jegliche Schwäche von euch nimmt. Es wird eurer Seele etwas zugeführt, was sie überaus wohltätig empfindet und ihren Antrieb verstärkt, Mir näherzukommen. Ihr brauchet nur anzunehmen, was Meine Liebe euch bietet, um euch nun völlig wandeln zu können, um hell und klar zu erkennen, wo eure Seligkeit zu finden ist und was eure Aufgabe ist auf Erden, um das Ziel zu erreichen. Licht und Kraft empfanget ihr ungemessen, so ihr nur bereit seid, sie anzunehmen. Es ist ein unverdientes Geschenk, doch ohne euren Willen hat auch ein solches Geschenk von Mir keine Wirkung. Doch für jeden, der sich Mir verbindet - sei es durch fragende Gedanken oder auch bewußtes Gebet - wird der Gnadenstrom nicht ohne Wirkung bleiben. Er wird stets mehr erbitten und empfangen, weil sein Wille Mir keinen Widerstand mehr leistet und Ich ihn darum bedenken kann seinem Verlangen gemäß.
Amen. B.D. NR. 5894.

 

Buch 64 5895

Lebendiges Christentum.

5. März 1954. B.D. NR. 5895.

Ein lebendiges Christentum sollte die Auswirkung Meines Erlösungswerkes sein, dann wäre wahrlich jeder Mensch ein "Nachfolger Jesu", und es wäre nicht der geistige Tiefstand zu verzeichnen, in dem die Menschen in der letzten Zeit vor dem Ende leben. Ein lebendiges Christentum ist ein Leben nach Meinen Geboten - ein Leben in uneigennütziger Nächstenliebe, wodurch auch die Gottesliebe unter Beweis gestellt ist. Ein lebendiges Christentum würde Menschen zeitigen, in denen Mein Geist wirken könnte, und es wäre Licht unter den Menschen, eine Erkenntnis, die ihnen nun aber mangelt. Meine Gebote, von denen Ich die Menschen während Meines Erdenwandels in Kenntnis setzte, waren nicht so schwer zu erfüllen; sie waren aber von Mir gegeben, damit die Menschen Richtlinien hatten, die Mir nachfolgen wollten; sie waren nur ein Hinweis auf Meine Ordnung von Ewigkeit, der die Liebe zugrunde lag. Ein Leben in dieser ewigen Ordnung also verlangte Ich, und Ich lebte auf Erden dieses Leben vor. Ich wußte um die Auswirkung eines Lebens nach göttlicher Ordnung, und darum erging an euch Menschen der Ruf: Folget Mir nach. Ich wollte, daß auch ihr Menschen Licht und Kraft empfangen solltet, und zeigte euch dazu den Weg - den Weg der Liebe, der also der Weg der ewigen Ordnung war. Mit Meiner Hilfe solltet ihr alle diesen Weg gehen, und ihr konntet alle zu rechten Christen werden, die den Weg verfolgten, den Ich Selbst gegangen bin, denn Ich gab allen die Kraft dazu, die sich von Mir erlösen ließen, d.h. die Mich anerkannten als Erlöser der Welt und an Meine Göttlichkeit glaubten. Die Menschen aber glaubten zuwenig an Mich, sie ließen Mich wohl gelten als einen Menschen, der edle Ziele anstrebte, doch sie ließen Mich nicht zu ihrem Vorbild werden, Dem ähnlich zu werden ihre Aufgabe war. Sie wurden keine lebendigen Christen, keine Christen der Tat, die durch das Befolgen Meiner Liebegebote auch von der Wahrheit Meines Wortes überzeugt würden. Es sind nur wenige Menschen als rechte Christen anzusprechen, und das Christentum ist nur noch zu einem Wort geworden, für das jede Begründung fehlt. Ich bin vielleicht noch im Verstand mancher Menschen zu finden, nicht aber im Herzen, und also hat das Wort "Christ" jegliche Bedeutung verloren, denn nur, der den Weg der Liebe geht auf Erden, der folget Mir nach und ist sonach ein Christ - er lebt das rechte Christentum, er lebt die Lehre, die Ich als Mensch Jesus auf Erden gepredigt habe, und er steht im festen Glauben an Mich und Mein Erlösungswerk, er ruft zu Mir als Gott und Vater, denn in ihm ist das Licht der Erkenntnis, die Auswirkung eines rechten Liebelebens, eines wahren Christentums. Und darum liegt die Erde in tiefster Dunkelheit, darum werden die Menschen in dieser Dunkelheit den rechten Weg nicht finden, darum werden sie in die Irre gehen und abstürzen, solange sie nicht in Mir ihren Erlöser sehen, ihren Führer, Dem sie nachfolgen, und also ein Leben in Liebe führen. Darum ist die Menschheit reif zum Untergang, weil sie Den ablehnt, Der ein Leben in Liebe gepredigt hat, und weil sie sich dem ausliefert, der Mein Gegner ist und dessen eifrigstes Streben ist, dem Christentum auf Erden das rechte Leben zu nehmen, es zu einem Scheinchristentum zu machen, das ewig keinen Wert hat für die Seele.
Amen. B.D. NR. 5895.

 

Buch 64 5896

Mußgesetz. Freie Willensprobe. Zweck.

6. März 1954 B.D. NR. 5896.

In endlos vielen Verkörperungen mußte eure Seele den Weg auf Erden zurücklegen, bis sie so weit war, um sich als Mensch verkörpern zu können zur Ablegung ihrer letzten Willensprobe auf dieser Erde. Diese endlos vielen Verkörperungen zuvor waren für das in Freiheit geschaffene Geistige äußerst qualvoll, denn dieses war gebunden in Außenformen und konnte seinen Willen nur so gebrauchen, wie es Mein Wille war. Es stand unter einem Mußgesetz - es mußte sich Meinem Willen beugen - es war gebunden. Die Fessel wurde zwar stets lockerer, und zuletzt als Mensch empfindet das Geistige - die Seele in euch - ihre Außenform nicht so als Fessel, weil der Mensch freien Willen hat und diesen nun gebrauchen kann. Und in diesem Stadium des freien Willens soll die Seele nun eine Willensprobe ablegen - es soll der Wille eine Richtung nehmen, die zu Mir führt, wenngleich er auch die Richtung wählen kann zu einem anderen Ziel - zu Meinem Gegner. Lediglich dieser Willensprobe wegen verkörpert sich die Seele als Mensch, weil sie damit nun ihr Los in der Ewigkeit entscheidet. Vergehen kann die Seele nimmermehr, im gebundenen Zustand verbleiben kann sie auch nicht, weil die endlos vielen Verkörperungen zuvor schon eine Wandlung ihres Willens gezeitigt haben, so daß die Seele einen gewissen Reifegrad erreicht hat, der sie berechtigt, nun den freien Willen erneut zu gebrauchen. Es besteht zwar auch die Gefahr des Mißbrauchens des Willens, doch die Seele muß Entscheidungsfreiheit haben, um in einen Vollkommenheitszustand eintreten zu können. Doch sie trägt nun auch die Verantwortung selbst, und ihrem Entscheid entsprechend schafft sie sich selbst ihr Los in der Ewigkeit. Endlos lange Zeit stand die Seele unter dem Gesetz der ewigen Ordnung, und sie konnte nicht heraustreten aus ihr - nun aber, als Mensch, soll sie selbst in der Ordnung bleiben trotz vielen Versuchungen und Anreizen, und sie kann das nur, wenn ihr geholfen wird in Form von Gnadenzufuhr. Sie ist also nicht sich selbst überlassen, sondern in jeder Weise wird ihr Hilfestellung geleistet, so daß es möglich ist, in der rechten Ordnung aus Mir zu verbleiben. Doch zu einem rechten Entscheid, der einen berechtigten Lohn eintragen soll, gehört auch die Einwirkung von der Gegenseite. Auch Mein Gegner muß Einfluß ausüben können, auch er muß sich in allen seinen Vorzügen zeigen können, weil die Seele sich doch entscheiden soll für Mich oder für ihn. Und deshalb ist das Stadium als Mensch von höchster Bedeutung, und es stellt an die Seele die höchsten Anforderungen - sich selbst ein rechtes Urteil zu bilden kraft des Verstandes, der dem Menschen für die Erdenzeit gegeben wurde, um eine rechte Entscheidung treffen zu können. Er soll nicht blindlings folgen dem einen oder dem anderen Herrn, sondern nachdenken können, und er soll beide Herren kennenlernen, um sich dann dem einen anzuschließen und den anderen abzulehnen im freien Willen. Und so wird nun der Mensch von Mir aus auf alles hingewiesen und ihm ein Weg aufgezeigt, wie er zur Erkenntnis gelangt. Geht er diesen Weg, dann kommt er auch zum Ziel - tut er aber das, wovor er gewarnt wird, weil es ihm zum Schaden gereichet, so muß er auch die Folgen selbst tragen. Diese Hinweise nun gehen ihm zu durch Mein Wort, Ich Selbst nehme Mich seiner an, sowie er aus dem Zustand des Mußgesetzes heraustritt in den Zustand des freien Willens. Ich zeige ihm den rechten Weg in aller Liebe und Geduld, doch Ich lasse ihm seine Willensfreiheit, auch wenn er sie erneut mißbraucht. Der Lohn aber für einen rechten Entscheid ist ein ewiges Leben in Seligkeit, und dieses Leben kann Ich ihm nicht geben, sondern er muß es sich selbst erwerben, er muß auf Erden leben nach Meinem Willen und also wieder in Meine ewige Ordnung eintreten, die er einstens freiwillig aufgegeben hatte. Dann wird er wieder sein, was er war von Anbeginn - ein freies, licht- und kraftvolles Wesen, das ewig selig ist.
Amen. B.D. NR. 5896.

 

Buch 64 5897

Erdenleben ist der Weg, nicht aber das Ziel.

7. März 1954. B.D. NR. 5897.

Die Welt ist euch zur Erprobung eures Willens beigegeben worden, d.h., ihr mußtet in ein Tätigkeitsfeld hineinversetzt werden, das euch Menschen anregen sollte, den Willen nach einer Richtung hin zu gebrauchen. Diese Welt kann nicht umgangen werden, sondern sie muß überwunden werden von dem Menschen, der zum Ziel gelangen will. Die letzte Verkörperung der Seele, des Geistigen in euch, als Mensch auf dieser Erde ist unbedingt nötig, weil für euch eine Gelegenheit geschaffen werden mußte, um euren freien Willen zu gebrauchen, der zuvor gebunden war durch euren einstigen Abfall von Mir. Eine Seele, die dieser letzten Verkörperung ausweichen möchte, kann auch nicht in den Besitz des freien Willens gelangen, denn ihr noch zu großer Widerstand gegen Mich ließe das nicht zu. Erst wenn sie bereit ist, auf Erden den Weg dienender Liebe zu gehen, wird ihr die Gnade der Verkörperung zuteil, denn diese Bereitwilligkeit bezeugt den Reifegrad, der zur letzten Willensprobe benötigt wird. Und es ist auch jede Seele vor ihrer Einzeugung bereit, diesen letzten Gang zu gehen, weil er ihr restlose Freiwerdung aus der Form eintragen kann und sie auch den Willen hat, frei zu werden. Doch sie verliert jegliche Rückerinnerung, sie betritt völlig erkenntnislos diese Erde und macht nun eine langsame Entwicklung durch - sie lernt ihren Willen gebrauchen, sie wird erzogen und belehrt so lange, bis ihr Wille selbst zu bestimmen beginnt, und dann wird ihr von Mir in jeder Weise Hilfe geboten, zum Erkennen des Rechten und Guten zu kommen und im freien Willen nun auch das Rechte und Gute zu tun. Von Meiner Seite geschieht alles, was für einen rechten Willensentscheid förderlich ist. Dennoch bleibt dem Menschen die Freiheit seines Willens, und das ganze Erdenleben wirket nun auf ihn ein, gewissermaßen als zu wählendes oder abzulehnendes Objekt. Denn es soll der Mensch hindurchgehen durch alles, um zu Mir, in Mein Reich zu gelangen - aber er soll nicht darin steckenbleiben - er soll sich nicht fangen lassen zu erneuter Unfreiheit, wo ihm endgültige Freiheit winkt. Es ist das Erdenleben ein Weg, den er zu gehen hat, doch nicht das Ziel selbst. Und lässet er seine Blicke zur Höhe schweifen, dann verfolgt er unbeirrt und fest entschlossen seinen Weg; bleiben aber seine Augen hängen am Boden, dann wird er nur sehen, was um ihn her vorgeht, und in der Gefahr sein, festgehalten zu werden am Boden, so daß sein Höhenflug nicht stattfinden kann. Er muß den Willen und die Stärke aufbringen, sich frei zu machen von dem, was ihm auf Erden begehrenswert dünkt, dann wird er auch als Sieger hervorgehen, er wird den Erdenweg zurücklegen als notwendige letzte Phase seiner Entwicklung zur Höhe, und er wird seine Willensprobe bestehen, sein Wille war und bleibt Mir zugewandt trotz aller Verführungskünste Meines Gegners, der gleichfalls um seine Seele, um seinen Willen ringt. Er wurde Überwinder dieser Welt und Anwärter Meines Reiches, das nicht von dieser Welt ist.
Amen. B.D. NR. 5897.

 

Buch 64 5898

"Das Himmelreich leidet Gewalt." "Mein Joch ist sanft."

9. März 1954. B.D. NR. 5898.

Wenig nur verlange Ich von euch, und doch werdet ihr Gewalt anwenden müssen, um das Himmelreich zu erlangen, weil ihr noch weit entfernt seid von Mir und also auch von Meinem Reich durch eure verkehrt gerichtete Liebe, die ihr zuvor überwinden, d.h. recht richten müsset. Und das erfordert von euch eine Gewaltanwendung. Ihr müsset gegen euch selbst ankämpfen, ihr müsset die Begierden in euch unterdrücken, die nur der Welt gelten, dem Reich, das Meinem Gegner angehört. Ich verlange von euch nur eine rechte Liebe - weil ihr aber noch arg verstrickt seid in die irdische Welt, fällt es euch schwer, diese rechte Liebe aufzubringen, euch selbst so umzugestalten, daß ihr nur Liebe empfindet für Mich, für das geistige Reich, denn ihr müsset eure Ichliebe überwinden und euch in völlig uneigennütziger Liebe bewegen. Dann ist eure Liebe erst die rechte, die euch Mir näherbringt und die euch auch das Himmelreich einträgt. Wer nun in der Liebe lebt, der empfindet das Erfüllen Meines Verlangens überaus leicht, und für ihn ist die Bürde leicht und das Joch sanft, das Ich ihm auferlege. Wer aber sich selbst mehr liebt als den Nächsten, der muß erst Gewalt anwenden, und dazu fehlt ihm zumeist der Wille und auch die Kraft - sofern er nicht Jesus Christus anruft, daß Er ihm helfe. Allein ist er schwach, und die Welt mit ihren Reizen schwächt seinen Willen stets mehr - er vermag sich nicht zu lösen. Er hält Meine Gebote der Liebe für unerfüllbar, und er belügt sich dann oft selbst, indem er Mir zu dienen glaubt, wenn er Gebote erfüllt, die ihm menschlicherseits gegeben wurden, und Meine Gebote der Gottes- und Nächstenliebe hintenanstellt. Für alle, die sich nicht lösen können von der Welt und von der Materie, wird es ein Kämpfen sein und bleiben, sie werden Gewalt anwenden müssen, um in Mein Reich eingehen zu können, wenngleich Mein Wille, Meine Liebegebote, wahrlich nur wenig von euch verlangt: - nur ein liebewilliges Herz, das bereit ist, zu opfern für den anderen. Sowie aber eure Blicke geistig gerichtet sind, fällt es euch leicht. Und darum sollet ihr Menschen euch zuvor die Unbeständigkeit dessen bedenken, was ihr begehret, und euch gedanklich befassen mit der vor euch liegenden Zeit, wo alles Irdische euch genommen wird. Dann werden eure Blicke mehr geistig gerichtet sein, und dann werdet ihr gern und leicht verzichten zugunsten eurer Mitmenschen, denn ihr empfanget dann auch Kraft aus dem Reiche, dahin ihr eure Blicke wendet. Ihr verliert nichts, so ihr irdische Güter aufgebet, sondern ihr gewinnet nur, und müsset ihr gleich Gewalt anwenden. Das Himmelreich aber ist euch sicher, und loben und preisen werdet ihr Mich um Meines leichten Gebotes willen, das nur schwer für euch zu erfüllen ist, solange ihr euch selbst mehr liebet als Mich und euren Nächsten. Doch auch Mein Wort ist wahr: "Mein Joch ist sanft und Meine Bürde leicht.", weil Ich euch mit Meiner Kraft zur Seite stehe, sowie ihr nur willig seid, Meine Gebote zu halten.
Amen. B.D. NR. 5898.

 

Buch 64 5899

Gebet um gutes Gelingen.

10. März 1954. B.D. NR. 5899.

Alles soll euch zum Segen gereichen, was ihr beginnet nach innigem Gebet zu Mir, daß Ich euch leite und helfe zum guten Gelingen. Ich will stets euer Ratgeber sein, euer Kraftspender, euer Meister, Der euch nur anregen wird zu einem Tun, das eure Seele fördert. Ich will euer Denken beeinflussen dürfen, wozu ihr Mir jedoch das Recht geben müsset, weil Ich eurem freien Willen nicht Gewalt antun will. Dann aber brauchet ihr nicht zu fürchten, etwas zu tun, was Meinem Willen widerspricht. Ich könnet euch wahrlich das Leben leichtmachen, wenn ihr es nur ganz und gar Mir übergebet, wenn ihr in ständiger Verbindung bleibet mit Mir durch Gedanken und Gebet und wenn ihr euch durch Liebeswirken ein Maß von Kraft aneignet, daß ihr alles bewältigen könnet. Dann braucht ihr nur immer so zu handeln, wie eure Gedanken es euch eingeben, denn Ich Selbst lenke dann euer Denken und führe euch wie ein Vater an der Hand. Euer Wille soll sich dereinst verantworten. So ihr aber euren Willen unter den Meinen stellt, so ihr euch in allem Mir und Meinem Willen hingebet, legt ihr auch die Verantwortung in Meine Hände. Ihr habet dann nichts mehr zu fürchten, denn euer Erdenleben ist dann von Mir gelenkt, daß euch alles zum Heil eurer Seele gereiche. Und ihr werdet niemals einsam sein. Wer Mich als ständigen Begleiter hat, wer jede Sorge, jedes Anliegen, jede Frage Mir unterbreitet, der ist niemals allein, er kann sich an Mich anlehnen, er kann getrost Mir alles übergeben, daß Ich es für ihn regle, daß Ich für ihn denke und handle, wenn auch er selbst der Ausführende zu sein scheint. Wie leicht könnt ihr Menschen euch das Erdenleben machen, wenn ihr Mich nimmermehr aus euren Gedanken auslasset, wenn ihr das Tagewerk beginnet und beendet mit Mir, wenn ihr alles, was euch bewegt, mit Mir besprechet und Mir vertrauensvoll die Sorge überlasset. Ich werde euch wahrlich nicht enttäuschen, und es wird offensichtlich sein, daß ihr eine überstarke Kraft neben euch habt, die alles für euch leistet. In der Verbundenheit mit Mir spüret ihr auch selbst eine Kräftigung, es fällt jede Angst und Sorge von euch ab, sowie ihr mit Mir Zwiesprache haltet - ihr werdet frei von jeder Not. Doch lebendig muß eure Rede sein, sie muß aus dem Herzen kommen, um an Mein Ohr zu dringen, ihr müsset Mich bei euch weilen lassen, wenn ihr betet, und das Gebet soll kindlich vertrauend zum Vater gerichtet sein. Und Ich werde bei euch sein und bleiben - ihr werdet nicht allein gehen durch das Erdenleben, und furchtlos könnet ihr alles an euch herantreten lassen, weil Ich neben euch stehe und alles ordne, wie es für euch am besten ist.
Amen. B.D. NR. 5899.

 

Buch 64 5900

Wert des göttlichen Wortes.

11. März 1954. B.D. NR. 5900.

Nichts Irdisches vermag euch Mein Wort zu ersetzen, denn nichts kommt ihm an Wert gleich, denn Mein Wort ist Kraftspender für eure Seele, die unvergänglich ist. Mein Wort ist Speise und Trank von oben gereicht, die euch befähigen soll, wieder nach oben zurückzukehren, von wo ihr gekommen seid. Mein Wort ist eine geistige Gabe, die nicht dem Körper, sondern nur der Seele zugute kommt und darum von euch Menschen nicht recht erkannt wird als unersetzlich, als unvergleichbar mit irdischen Gütern jeglicher Art. Ich Selbst spreche euch an. Ihr habt euch einst freiwillig von Mir getrennt, doch dessen ungeachtet verbinde Ich Mich wieder mit euch, indem Ich zu euch rede. Ihr seid durch eure Trennung von Mir schwach und unvollkommen geworden - ihr könnet durch die Verbindung mit Mir wieder vollkommen werden, voller Kraft und Erkenntnis, weil durch die Verbindung mit Mir Licht und Kraft in euch einströmet. Mein Wort nun ist Licht und Kraft, und so kann euch diese direkt übermittelt werden durch Entgegennahme Meines Wortes, und jegliche Schwäche, jegliche Dunkelheit kann von euch abfallen - ihr könnet wieder zu Wesen werden, die im Vollbesitz von Licht und Kraft selig sind. Doch ihr erkennet nicht den Segen Meiner Ansprache, den Wert Meines Wortes. Ihr jaget irdischen Gütern nach, die nur einen Scheinwert haben für die kurze Dauer eures Erdendaseins, und lasset das unbeachtet, was euch ewigen Vorteil einträgt, weil es geistiges Gut ist, das nimmermehr vergehen kann. Ihr höret euch vielleicht Mein Wort an, teilnahmslos und mit innerem Widerstand, wenn ihr noch weit entfernt seid von Mir. Doch ihr könntet die Entfernung sehr schnell verringern, wenn ihr Mich aufmerksam anhören möchtet und glauben könntet, daß Meine Liebe zu euch sich in diesem Wort kundgibt. Es wird euch eine Labsal geboten für eure Seele, die sie stärkt und überaus wohltätig berührt, wenn sie sich öffnet, wenn sie hungernd und durstend entgegennimmt das Brot des Himmels, das ihr von Mir Selbst dargeboten wird. Wer aber einmal davon genossen hat, der weiß auch, daß es keinen Ersatz dafür gibt; ihm erscheint alles Irdische schal und leer, und es befriedigt ihn nicht mehr, sowie er einmal von Mir Selbst gelabt wurde, sowie er einmal getrunken hat aus dem Quell der Liebe, Dem das lebendige Wasser entströmt. Er wird immer wieder zurückkehren zum Lebensborn, weil er nirgendwo einen Ersatz findet, der ihm die gleiche Kraft und das gleiche Licht schenkt, das er aus Meinem Wort entgegennehmen kann. Mein Wort ist die Brücke, Mein Wort ist der Weg, der zu Mir führt; denn Mein Wort zeiget ihn euch deutlich auf. Mein Wort ist die Verbindung zwischen Mir und euch, die ihr nur nicht zu unterbrechen brauchet, um auch sicher zum Ziel zu gelangen. Denn solange ihr Menschen Meine Stimme höret, solange Ich Selbst euch ansprechen kann, bin Ich euch nicht verborgen, sondern Ich beweise Mich euch durch Mein Wort, und ihr brauchet nur Meinem Wort zu folgen, um auch sicher Mich Selbst zu erreichen. Doch ohne Mein Wort ist euer Weg lichtlos und gefährlich, und er kann euch in die Tiefe führen. Meine Stimme tönet von oben und zieht euch daher nach oben, und keine Stimme der Welt kann von oben zu euch dringen, sondern sie entsteigt der Tiefe und behält sonach auch in der Tiefe, die ihrer achten. Es gibt keinen Ersatz auf Erden für Mein Wort, und darum lasset Mich euch ansprechen, wo immer es sei, auf daß ihr entgegennehmen könnet, was euch irdisch nicht geboten werden kann - geistige Güter, die unvergänglich sind - Speise und Trank für eure Seele, die ihr erst das wahre Leben geben können, das Bestand hat bis in alle Ewigkeit.
Amen. B.D. NR. 5900.

 

Buch 64 5938

Verbindung mit Gott. Erdenaufgabe.

22. April 1954. B.D. NR. 5938.

Eure Aufgabe und das Ziel auf Erden ist, die Verbindung mit Mir herzustellen. Immer wieder möchte Ich euch dieses unterbreiten, weil ihr ohne Mich nichts beginnen und nichts erreichen könnet. Irdisch zwar fühlet ihr euch auch allein fähig, eure Ziele zu verfolgen, doch auch dann ist es nur Meine Zulassung, denn sowie Ich euch die Kraft entziehe, seid ihr völlig machtlos, wenngleich ihr lebet. Und das muß euch schon ersichtlich sein, so Krankheiten an euch herantreten, derer ihr nicht Herr werdet. Es sind diese Krankheiten zumeist Beweise eurer Schwäche, die ihr ohne Mich auszukommen glaubet, und es sind Gelegenheiten, um die Verbindung mit Mir anzuknüpfen und Mich anzurufen um Hilfe, also um Zuwendung von Kraft, die euch mangelt. Beziehet ihr die Kraft zur Bewältigung irdischer Angelegenheiten bewußt von Mir, so wird euch auch die Kraftzuwendung geistig nützen, denn Meine Kraft hat diese Wirkung, daß sie zu Mir wieder zurückführt. Jeder bewußte Kraftempfang durch zuvoriges Gebet, das also eine hergestellte Verbindung mit Mir bedeutet, ist schon ein geistiger Vorgang, eine geistige Anstrahlung, die sich auch geistig auswirkt - wenngleich sie für irdische Dinge angefordert wurde. Wer aber glaubt, von Mir keine Unterstützung zu benötigen - wer nicht an Mich glaubt als an den Kraftquell von Ewigkeit, von Dem jeder Mensch Kraft beziehen kann unbeschränkt - der steht isoliert in Meiner Schöpfung, und er kann wie ein Spielball hin und her getrieben werden, weil er keine Gegenkraft besitzt, die ihm Halt gibt, wohingegen die Verbindung mit Mir, die Anlehnung an Mich, ihm eigene Stärke einträgt, die sich stets vermehrt, je näher er hindrängt zu Mir. Solange ein Wesen noch isoliert ist von Mir, ist es auch haltlos, und nur, solange es still ist um dieses Wesen, so lange steht es aufrecht und glaubt daher, aus eigener Kraft sich behaupten zu können. Sowie aber ein Sturm einsetzt, kann es sich nicht halten, und es wird unweigerlich ein Opfer des Sturmes, bis es einen Halt sucht, eine Anlehnung, bis ihm eine Kraft zu Hilfe kommt, von der es sich helfen lassen will. Der Wille aber bedeutet auch Verbindung mit dieser Kraft. Und diese Verbindung müsset ihr suchen, ihr müsset sie herstellen, ihr müsset euch bewußt an die Kraft wenden, daß Sie euch erfülle - ihr müsset mit Mir den Kontakt herstellen, auf daß Ich euch nun vermitteln kann, was euch mangelt und ihr doch nötigst gebrauchet, um euer Ziel zu erreichen. Euch Menschen ist der Segen des Gebetes zuwenig bekannt - ihr wisset nicht, daß jedes rechte Gebet ein Anlehnen an Mich bedeutet - ihr wisset nicht, daß ihr dann aus dem Zustand der Isolierung herausgetreten seid, daß ihr nun einen festen Grund unter den Füßen habt und daß dieser Grund Ich bin, auf Dem ihr nun fest und sicher steht und keinen Widerstand mehr zu fürchten brauchet. Ihr habt alles, so ihr Mich habt. Und ihr besitzet Mich, so ihr euch mit Mir ernstlich verbindet im Gebet - weil ein Gebet im Geist und in der Wahrheit euch auch Meine Gegenwart sichert. Und Meine Gegenwart bedeutet Kraftzustrom, Meine Gegenwart bedeutet auch Zusammenschluß, das Erreichen des Zieles auf Erden - sie bedeutet Widerstandskraft gegen alle Versuche von unten, euch wieder von Mir zu trennen. Ob Ich, euer Gott und Schöpfer, auf Erden für euch zum Begriff werde, daß ihr die Verbindung mit Mir suchet, das ist allein eurem Willen anheimgestellt. Doch Ich schaffe euch Gelegenheiten genug, wo ihr hingewiesen werdet auf euren Gott und Schöpfer, Der euer Vater sein will, zu Dem ihr aber von selbst gehen müsset und euch Ihm freiwillig als Kinder unterstellet. Dann also stellet ihr die Verbindung her mit Mir, und dann gelanget ihr auch sicher zum Ziel, denn dann empfanget ihr Kraft aus Mir im Übermaß.
Amen. B.D. NR. 5938.

 

Buch 64 5939

Entscheidung für den rechten Herrn.

23. April 1954. B.D. NR. 5939.

Wem ihr euch zu eigen gebet, von dem werdet ihr auch bedacht werden, denn es kämpfen zwei Herren um euren Willen, um eure Hingabe an sich, und diesen Kampf entscheidet ihr selbst. Ihr werdet nicht gezwungen, dem einen oder dem anderen Herrn anzugehören, ihr könnet frei wählen und euch für den einen oder den anderen entscheiden - doch je nach dieser Entscheidung fallen auch die Güter aus, die euch zugehen - je nach dieser Entscheidung bestimmet ihr euer Schicksal in der Ewigkeit. Ein jeder der beiden Herren gibt euch, was er selbst besitzet, und dieser Besitz ist sehr verschieden - er weicht gänzlich voneinander ab, wie auch seine Herren völlig gegensätzlich sind. Und da ihr euch nun entscheiden sollet zwischen beiden, so müsset ihr sie auch kennenlernen. Denn nur dann könnet ihr zur Verantwortung gezogen werden für rechten oder falschen Entscheid. Es ist aber äußerst schwer, euch volles Verständnis zu geben für Aufklärungen, für die keine Beweise erbracht werden können - die nur euer eigenes Empfinden bejahen kann, wenn es euch ernst ist, eine rechte Aufklärung zu erhalten. Denn ihr könnet nur durch Ansprachen belehrt werden, müsset euch aber die Beweise selbst schaffen, indem ihr der Ansprache Beachtung schenkt und das ausführet, was von euch verlangt wird eben durch jene Ansprache. Ihr müsset das Wort Gottes hören und danach leben - Gott, als der eine Herr, klärt euch durch Sein Wort auf über den Kampf zwischen Ihm und Seinem Gegner, Er gibt euch auch eine Schilderung des Wesens des Gegners sowohl als auch Seines eigenen Wesens, das Liebe ist und ständig um eure Liebe wirbt. Er verheißet euch geistige Güter, die unvergänglich sind. Doch Seine Verheißungen müsset ihr glauben. Die Wahrheit dessen kann euch nicht bewiesen werden, solange ihr auf Erden weilet, weil ihr im freien Willen euch entscheiden müsset für euren Herrn. Der Gegner Gottes sucht euch gleichfalls zu gewinnen. Er verspricht euch irdische Güter, er tritt euch lockend in der Welt und durch die Welt entgegen. Und seine Güter sind euch greifbar und sichtbar - sie brauchen euch nicht bewiesen zu werden, und darum strecket ihr auch die Hände aus nach jenen Gütern und wählet so gleichsam euren Herrn schon während des Erdenlebens trotz des göttlichen Wortes, das euch warnet vor ihm und ermahnet zum rechten Entscheid, das euch ermahnet, geistige Güter anzustreben, die allein von Wert sind und bestehenbleiben, während die Güter Seines Gegners vergehen, wie euer Körper vergeht. Doch es ist eurem freien Willen anheimgestellt, sich den Herrn zu wählen, euer Los in der Ewigkeit aber auch dieser Wahl entsprechend. Gottes Besitz ist unermeßlich, und also kann Er unbegrenzt auch austeilen, und ihr könnet unbegrenzt empfangen, so ihr Ihn als euren Herrn anerkennt und ihr Ihm euch hingebet im freien Willen. Sein Gegner aber besitzet nichts, und also ist bitterste Armut und Finsternis das Los dessen, der ihn zu seinem Herrn erwählt hat. Und dieses entsetzliche Los will Gott von euch abwenden, und Er tritt euch daher immer wieder nahe in Seinem Wort. Er fordert von euch Menschen nur den Glauben an Seine Macht und Herrlichkeit und Seine unbegrenzte Liebe, die euch dieser Seiner Macht und Herrlichkeit teilhaftig werden lassen will. Er tritt euch im Wort entgegen, doch Sein Wort ist eine Offenbarung Seiner Selbst - die auch in euch zum Beweis werden kann, so ihr nur nach Seinem Wort lebet. Ihr selbst entscheidet den Kampf zwischen Ihm und Seinem Gegner. Darum höret Ihn an, so Er im Wort zu euch kommt, auf daß ihr recht entscheidet - auf daß ihr euch Ihm zu eigen gebet, Dessen Reich ist Licht und Kraft und Herrlichkeit.
Amen. B.D. NR. 5939.

 

Buch 64 5953

Bindung mit Gott.

10. Mai 1954. B.D. NR. 5953.

Und wenn ihr Mich gefunden habt auf Erden, so ist euer Weg durch das Erdental nicht mehr so schwer, denn ihr betrachtet dann alles, was an euch herantritt, als Meinen Willen, ihr wisset euch von Mir betreut, und ihr lenket eure Augen nur noch auf das Ziel, dessen Erreichen Zweck eures Erdenlebens ist. Und Ich kann ständig bei euch weilen, weil auch eure Gedanken ständig bei Mir sind. Ihr habt den Grund gefunden, auf dem ihr nun fest und sicher stehet, während ihr zuvor keine rechte Sicherheit fühltet, weil ihr keinen festen Grund unter den Füßen hattet. Und in der Endzeit werdet ihr diese Sicherheit dringend benötigen, denn was ihr erlebet, was sich um euch abspielt, würde euch verwirren und euch einen seichten oder toten Glauben gänzlich verlieren lassen. Die Bindung mit Mir aber gibt euch Erklärung, und ihr verstehet Meinen Heilsplan von Ewigkeit. In arge Zweifel werden die Lauen und Glaubenslosen gestürzt, denn sie glauben, die Liebe eines Gottes bestreiten oder gänzlich verneinen zu müssen, weil sie ganz ohne Erkenntnis sind und nur das Elend sehen. Und sie wissen auch nicht, wieweit die Menschen selbst dieses Elend verschuldet haben und wie sich alles Böse auswirket. Glücklich können sich preisen, die sich Mir angeschlossen haben, die mit Mir verbunden sind und sich alles geistig zu erklären versuchen, denn ihnen wird diese Erklärung werden, und nichts mehr wird ihren Glauben an Mich erschüttern können. Es werden starke Kontraste sein, Stärke des Glaubens einerseits und gänzlicher Unglaube andererseits, und die Geschehen in der letzten Zeit vor dem Ende werden dazu beitragen, daß sich ein Teil der Menschen voll überzeugt für Mich bekennen wird, während die anderen ebenso überzeugt gegen Mich stehen werden, weil beider Lebenswandel dafür Erklärung ist. Die Mich gefunden haben, sehen und erkennen Mich überall. Meine Gegner aber sehen nur die Welt, die ihnen mehr bedeutet als ein Gott und Schöpfer von Ewigkeit - und wo die Welt in Gefahr ist, wo sichtlicher Verfall oder umwälzende Zerstörung sie zum Nachdenken bringen sollten, dort schleudern sie nur Haß entgegen der Macht, Die sie nicht anerkennen wollen und doch anerkennen müssen. Und sie verleugnen diese Macht, getrieben von dem, der Mein Gegner ist. Doch nichts mehr kann den Glauben derer und ihre Sicherheit erschüttern, die sich Mir angeschlossen haben, die alles ergeben und vertrauensvoll in Meine Hand legen und nichts fürchten, als daß sie Mich verlieren könnten. Die Bindung mit Mir ist es, die ihnen die Kraft und die Erkenntnis gibt, und in dieser Bindung werden sie Mir auch treu bleiben bis zum Ende - sie werden Meine Kraft ständig empfangen dürfen, denn sie sind Mein und werden es auch bleiben ewiglich.
Amen. B.D. NR. 5953.

 

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