Zum vorigen Buch: 62    Zum Ende dieses Buches    Zum nächsten Buch: 64

Bertha Dudde Botschaften

Autor: Bertha Dudde 1.4.1891 - 18.9.1965
Home Deutsch Inhalt Verschiedenes
Home > Deutsch > Buch 63

Buch 63

B.D. NR. 5759 - B.D. NR. 5858
1.9.1953-21.1.1954
5759 5760 5761 5762 5763  5764 5765 5766 5767 5768
5769 5770 5771 5772 5773  5774 5775 5776 5777 5778
5779 5780 5781 5782 5783  5784 5785 5786 5787 5788
5789 5790 5791 5792 5793  5794 5795 5796 5797 5798
5799 5800 5799 5807 5826  5830 5851 5856

 

Neu am 07.04.2020 5759 5760
Neu am 09.04.2020 5761 5762 5763 5764 5765
Neu am 12.04.2020 5766 5767 5768 5770
Neu am 14.04.2020 5771 5772 5773 5774 5775
Neu am 16.04.2020 5776 5777 5778 5779 5780
Neu am 17.04.2020 5781 5782 5783 5784 5785
Neu am 18.04.2020 5786 5787 5788 5789 5790
Neu am 21.04.2020 5791 5792 5793 5794 5795
Neu am 24.04.2020 5796 5797 5798 5799 5800

 

Buch 63 5759

Rechtes Gebet. Kindliches Verhältnis.

1. September 1953. B.D. NR. 5759.

Wer immer zu Mir rufet, den höre Ich. Mein Ohr lauschet auf jeden Ton, auf jeden Atemzug Meiner Kinder, und Ich neige Mich ihnen zu, noch ehe sie das Wort ausgesprochen haben, weil Ich Meine Kinder liebe. Meine Liebe überbrückt jede Entfernung, und es gibt keine Trennung zwischen einem innig bittenden Kind und Mir, denn sein Ruf erreicht Mich und holt Mich zu ihm, weil Ich immer bereit bin zur Hilfe und weil Ich jede Verbindung segne, die das Erdenkind herstellt zu seinem Vater von Ewigkeit. Jedes Rufes achte Ich, der aus dem Herzen zu Mir emporsteigt, doch der Worte, die nur der Mund ausspricht, achte Ich nicht. Wie viele Gebete aber werden gesprochen, die Mein Ohr nicht erreichen können, weil es nur Lippengebete sind. Ein einziger Gedanke nur kann und wird mehr ausrichten bei Mir als lange Gebete, denen die Innigkeit fehlt, weil nicht das Kind mit dem Vater spricht, sondern der Mensch nur eines ihm fernstehenden Gottes gedenkt und Ihn zu bewegen sucht, leere Worte anzunehmen und Forderungen zu erfüllen, weil der Mensch selbst sich nicht mächtig genug fühlt, allein mit dem Leben fertig zu werden, und eine Hilfe benötigt. Aber er geht nicht den rechten Weg, er fordert, wo er bitten sollte. Eine Bitte aber setzt gläubiges Vertrauen eines Kindes zum Vater voraus, es muß sich der Mensch selbst fühlen als ein Kind Dessen, Der es erschaffen hat, und darum auch dem Vater sich demütig und gläubig anvertrauen. Und das erfordert innige Worte zum Vater, die nicht ausgesprochen zu werden brauchen, aber die Gedanken des Kindes erfüllen sollen. Zumeist aber sind die Gebete zur Form geworden, der Mund spricht sie aus, während die Gedanken anderswo weilen, und so sie auch bei den Worten selbst sind, fehlt ihnen der Trieb des Herzens, der dem Vater entgegendrängt. Es fehlt die innige Hingabe an Mich, die Mich rufet, ja Mich zwingt, Mich Meinem Kind zuzuneigen und seine Bitte zu erhören. Ein inniges Gebet erfreut Mich, habe Ich doch dann schon den Menschen für Mich gewonnen, weil sein Wille Mir gilt, weil es Mich anerkennt als seinen Vater von Ewigkeit und weil es Meine Gnade und Kraft in Anspruch nimmt, die ihm helfen zur Höhe, zur Vollendung. Ein inniges Gebet überbrücket jede Kluft; ein Mensch, der recht betet, strebt Mir bewußt zu, und er erreicht auch sicher sein Ziel - Ich bin ihm gegenwärtig, und er wird Meine Gegenwart spüren und nie mehr allein durch das Erdenleben gehen.
.Amen. B.D. NR. 5759.

 

Buch 63 5760

Abstumpfen der inneren Stimme durch Wehren des Geistes.

3. September 1953. B.D. NR. 5760.

Dem Geist in euch dürfet ihr nicht wehren, wenn er sich äußern will - und er will sich äußern, so ihr innerlich gedrängt werdet zu geistigen Gedanken, sowie eure Gedanken sich immer wieder mit dem beschäftigen, was nicht euren Körper, sondern die Seele angeht - sowie ihr denken müsset an den Tod, an ein Fortleben nach dem Tode, an Gott, an eine Verantwortung vor Ihm, an eure eigene Unzulänglichkeit, an Fehler und Schwächen, die ihr selbst als solche empfindet und die euch innerlich unzufrieden und ängstlich machen. Alles dieses sind Äußerungen des Geistes in euch, der durchdringen möchte mit seiner Stimme, der eure Aufmerksamkeit fordert allen diesen Dingen gegenüber, die allein wichtig sind für die Ewigkeit. Es sind dies alles Gedanken, die sich nicht mit der irdischen Welt befassen, sondern hinweisen auf das geistige Reich, und es sollen solche Gedanken beachtet werden, denn sie tauchen nicht umsonst in dem Menschen auf. Es sind leise Mahnungen und Warnungen, es ist die innere Stimme, die dem Menschen nur nicht als Stimme erkenntlich ist und die ihm das gleiche sagt, daß sich der Mensch auf sich selbst besinnen soll und nicht gleichgültig dahinleben, nicht ein nur irdisches Leben führen soll, weil er dadurch seiner Seele einen unnennbaren Schaden zufügt. Der Mahner im Menschen schweigt nicht, wird aber sehr oft überhört, denn die Stimme von außen ist lauter und übertönet dann die innere Stimme, wenn des Menschen Sinne zu sehr der Welt zugewandt sind. Dann stumpft er sich ab gegen die feine Stimme, die in ihm tönet, er öffnet Augen und Ohren nur noch der Welt, und dann ist er in großer Gefahr, daß er die Fähigkeit, jene Stimme zu hören, ganz verliert - daß er jeglichen Glauben verliert und keines geistigen Gedankens mehr fähig ist. Jeder Mensch, auch der mitten im Leben stehende Weltmensch, hat stille Minuten, wo er sich auf sich selbst besinnen kann, wenn er es will. Jeder Mensch wird zuweilen in Gespräche hineingezogen, die geistige Probleme berühren; in jedem Menschen sucht sich der Geist zu äußern, der Anteil Gottes ist. Denn Gott rühret alle Menschen an, und das immer wieder, weil Er sie vom rein Irdischen abbringen und dem Geistigen zuwenden möchte. Doch wer dem Geist in sich wehret, wer alle Gedanken von sich drängt, die ihn berühren, wer sich verschließet jeder Belehrung von innen, der hindert den Geist in sich am Wirken zu seinem eigenen Schaden. Denn er verlieret jede Bindung mit dem Göttlichen, er bricht selbst jede Brücke ab - er bleibt auf der Erde und wird niemals geistige Sphären betreten können, selbst wenn sein Erdenleben beendet ist. Denn seine Seele ist so materiell eingestellt, daß sie die Erdensphäre nicht verlassen kann - sie ist verhärtet gleich der Materie, die im Erdenleben ihr Sinnen und Trachten war. Und für diese Seele ist der Weg unendlich weit, ehe sie in die Sphäre des Geistes gelangen kann - denn er ist um vieles schwerer zu gehen als auf Erden.
Amen. B.D. NR. 5760.

 

Buch 63 5761

Leben - Tod. Gaben des Geistes.

4. und 5. September 1953. B.D. NR. 5761.

Aus Mir ist alles Leben, aus Mir strömet das Licht, das zum Leben notwendig ist - aus Mir ist die Wahrheit, denn Leben, Licht und Wahrheit bin Ich Selbst, und es kann kein Wesen leben in Licht und Wahrheit, es sei denn, es hätte sie von Mir, weil es außer Mir kein Leben gibt. Unter wahrem Leben ist aber nicht das Sein an sich zu verstehen, denn es kann auch ein Wesen sein, dem das Leben mangelt, weil es nicht von Mir entgegennimmt Meine Liebekraft, weil es diese Liebekraft zurückweiset und weil es daher in Dunkelheit weilet, in Erkenntnislosigkeit und völliger Ohnmacht - in einem Zustand des Todes. Dann steht das Wesen außer Mir, es flieht die positiv wirkende Kraft, es flieht das Licht, es ist ohne Liebe und ohne Leben. Und es muß erst wieder zu Mir zurückkehren, wenn es wahrhaft leben will. Ein Leben aber beweiset sich selbst durch unentwegte Tätigkeit - durch ständiges Erstehen neuen Lebens, durch eine Vermehrung der Kraft. Leben ist ständiger Kraft-Austausch, Leben ist immer in Bewegung bleibende Kraft, die alles zusammenhält, die ständig aufbaut, die also positiv wirket. Und darum kann von Mir ausgehendes Leben, von Mir entströmende Kraft niemals einen negativen Erfolg zeitigen. Wo aber dieser erkenntlich ist, kann nicht Meine lebenspendende Kraft sein. Wo Licht, Wahrheit, Leben aus Mir ist, muß unweigerlich Meine Kraft erkannt werden, denn wo Meine Kraft nicht ist, ist Finsternis des Geistes, Irrtum und ein Zustand der Kraftlosigkeit, des Todes, offenbar. Also besteht dort keine Verbindung mehr mit Mir, durch die Ich Leben erweckende Kraft den Wesen zuwenden könnte, und also stehen diese Wesen außerhalb von Mir.

In diesem Zustand, der kein "Leben" genannt werden kann, befindet sich die Menschheit, und in diesem Zustand wird sie bleiben bis zum Ende - (5. 9.1953) weil die Verbindung mit Mir, dem Kraftquell, nur hergestellt werden kann durch die Liebe und weil die Liebe den Menschen fehlt. Ein liebendes Herz öffnet sich Meiner Kraft, ein liebloses, erkaltetes Herz aber ist verhärtet und verschließt sich gegen jede Anstrahlung, die ihm Meine Gnade und Barmherzigkeit immer wieder zuteil werden lässet, um es aus dem Tode zum Leben zu erwecken. Und so wird ein rechtes Leben nur zu erkennen sein bei einem Menschen, der in der Liebe steht, und es kommt dieses Leben zum Ausdruck in geistigen Fähigkeiten. Es kann nun Meine Kraft, Mein Geist, wirken im Menschen; er wird also Ungewöhnliches leisten können, Fähigkeiten besitzen, die rein naturmäßig im Menschen nicht vorhanden sind, durch Meine Kraft aber geweckt werden und also zum Vorschein kommen. In einer Zeit völliger Glaubens- und Liebelosigkeit der Menschen sind solche geistige Fähigkeiten besonders offensichtlich, während sie eigentlich in der Bestimmung des Menschen liegen und eine allgemeine Erscheinung sein sollten, denn der Mensch soll sich Meine Kraft, Mein Geistwirken zunutze machen während seiner Erdenlebenszeit, und er kann dieses, sowie er die Liebegebote erfüllt. Wie aber sieht es nun aus unter der Menschheit? Für außergewöhnliches Wirken, für geistige Fähigkeiten hat kein Mensch mehr Verständnis, vielmehr werden angefeindet, die wirklich leben unter der Vielzahl der Toten auf Erden. Sie leben nur deshalb, weil sie lieben, weil Ich Selbst bin, wo die Liebe ist, und weil, wo Ich bin, auch nur Leben sein kann. Wo Ich bin, ist aber auch Wahrheit und Licht. Wo ihr Menschen nun sichtlich Mein Wirken feststellen könnet, wo Gaben des Geistes zu erkennen sind, von denen geschrieben steht, daß ihr sie anstreben sollet, dort allein ist auch die Wahrheit vertreten, dort wirke Ich Selbst durch Meinen Geist.

Wo aber ist heut noch das Wirken des Geistes offensichtlich? Wo treten ungewöhnliche Fähigkeiten zum Vorschein, wo sind ungewöhnliche Vorgänge zu erkennen, die ihr nicht als Wunder falscher Propheten bezeichnen könnet, weil mit ihnen das Verkünden Meines Wortes verbunden ist - das Verkünden Jesu Christi und Seines Erlösungswerkes. Und wo überall fehlen diese sichtlichen Zeichen göttlichen Geistwirkens? Denket darüber nach und fraget euch ernstlich, wo Leben ist und wo der Tod nicht zu verkennen ist. Und trachtet ernstlich danach, zum Leben zu erwachen, Meine Kraft in euch einströmen zu lassen und dieses zu ermöglichen durch ein Leben in Liebe, durch das Erfüllen der Gebote der Gottes und Nächstenliebe - durch die Verbindung mit Mir und Entgegennahme Meiner Kraft. Denn nur, wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm - und ihn allein kann Ich erfüllen mit Meiner Kraft.
Amen. B.D. NR. 5761.

 

Buch 63 5762

Licht - Kraft - Gnade. Hausvater.

6. September 1953. B.D. NR. 5762.

Licht und Kraft und Gnade empfanget ihr, so ihr nur danach verlangt. Und ihr werdet wahrlich keinen Mangel haben, wenn Ich euch alles zusichere, wessen ihr bedürfet, um eure Erdenlebensaufgabe erfüllen zu können. Sowie ihr euch nur auf Meine Seite stellet, sowie ihr bewußt mit Mir in Verbindung tretet durch inniges Gebet, durch vertrauliche Zwiesprache, wodurch ihr den Glauben an Mich beweiset, gehöret ihr zu den Meinen, für die Ich nun sorge, die Ich führe, die Ich betreue und denen Ich immer helfe, zur Höhe zu gelangen. Die Meinen aber sind niemals verlassen. Von den Meinen erwähle Ich Mir nun solche, die Mir freiwillig ihre Dienste antragen, weil Ich Menschen benötige, die in Meinem Auftrag arbeiten für Mich und Mein Reich. Und diese nun sind als Meine Knechte fortan in Meinem Hause tätig - sie werden also voll und ganz von Mir versorgt, weil ein guter Hausvater die nicht Mangel leiden lässet, die für Ihn tätig sind. Es braucht sich also keiner Meiner Knechte um Irdisches zu sorgen, weil Ich alle diese Sorgen übernehme; und geistige Güter gehen ihnen gleichfalls zu, weil sie diese verwerten zur Arbeit in Meinem Weinberg - Licht, Kraft und Gnade. Was brauchet ihr noch, so Ich euch diese Güter reichlich zugehen lasse. Dann könnet ihr euch stets behaupten, solange ihr auf Erden weilet, denn dann stehet ihr im Wissen um alles. Ihr seid nicht kraftlos, und ihr erhaltet mehr, als ihr verdient, ihr werdet von Mir versorgt, wenngleich euer Geisteszustand noch mangelhaft ist - denn Meine Liebe übersieht eure Mängel und wendet euch ungemessen die Gnaden zu, die ihr nun nützen könnet und stets erfolgeintragend sind für eure Seele. Sowie ihr von Mir Licht, Kraft und Gnade anfordert, beweiset ihr, daß ihr geistig streben wollet - daß es euch ernst ist um eure Vollendung, daß ihr zu Mir verlanget und euch in eurer erkannten Schwäche demütig an Mich wendet um Zuwendung dessen, was euch mangelt. Und geistige Bitten werde Ich stets erfüllen und euch reichlichst bedenken. Denn Ich weiß, daß ihr das Empfangene nun wieder verwertet für Mich und Mein Reich, daß ihr euch Kraft von Mir zusichert, um Mir dienen zu können. Und Ich segne euren Willen. Was ihr tut für Mich und Mein Reich, das vergelte Ich euch reichlich, denn es ist eine Liebesarbeit an den Seelen eurer Mitmenschen, die in Not sind. Es ist eine erbarmende Hilfe an den Seelen im Jenseits, die euch brauchen, um ihrer Not zu entrinnen. Und ihr dienet Mir, so ihr diesen Seelen dienet. Gebet ihnen, und ihr werdet von Mir empfangen, ihr werdet keinen Mangel haben, sowie ihr nur selbst austeilet den Armen und Bedürftigen, denn ihr seid dann tätig an Meiner Statt, Der Ich stets und ständig geben möchte, doch euch als Mittler benötige, solange sie selbst die Verbindung mit Mir nicht herstellen. Denn Ich kann nur geben, wo Meine Gabe angefordert wird oder, so sie dargeboten wird, dankend in Empfang genommen und genützt wird. Euch, als Mittler und Meine Diener auf Erden, teile Ich ungemessen aus, was ihr begehret, geistig und irdisch werdet ihr empfangen, wie Ich es euch verheißen habe.
Amen. B.D. NR. 5762.

 

Buch 63 5763

Eintreten für die Wahrheit.

7. September 1953. B.D. NR. 5763.

Für die Wahrheit sollet ihr eintreten, denn ihr könnet es, weil ihr von Mir Selbst die Wahrheit empfanget und ihr daher berechtigt seid, euch als von Mir belehrt zu betrachten, und sonach auch fähig, sie zu vertreten den Mitmenschen gegenüber. Ihr werdet noch oft angegriffen werden von denen, die sich wissend nennen und doch nicht in der Wahrheit stehen, ihr werdet euch veranlaßt sehen, ihre Einwände zu widerlegen, doch es werden immer nur menschliche Ansichten sein, die niemals aber bewiesen werden können als irrtumsfrei. Doch euch ist die Wahrheit gegeben, und darum erkennet ihr jeglichen Irrtum, und ihr sollet gegen ihn angehen. Es geht nicht darum, daß ihr recht behaltet, daß es nur lediglich Streitfragen sind, deren Richtigstellung unwichtig ist. Es geht darum, daß der Mensch durch Irrtum in verwirrtes Denken geleitet wird, daß sich sein Geist verfinstert und daß er falsche Wege geht in der Dunkelheit - und dann niemals das Ziel erreichen kann. Die Wahrheit allein ist das Licht, das den rechten Weg finden lässet und in dessen Schein der Mensch sicher an das Ziel gelangt. Darum unterweise Ich euch, Meine Jünger der Endzeit, in der Wahrheit, damit ihr mit eurem Licht euren Mitmenschen vorangehen sollet, um sie zu führen. Was Ich von euch verlange, die ihr Mir rechte Jünger sein wollet, ist, daß ihr das weitertraget, was Ich euch gebe. Wenn Ich euch also die Wahrheit vermittle, weil Ich um die Bedeutsamkeit vollwahren Geistesgutes weiß, dann ist es auch Mein Wille, daß ihr den Mitmenschen diese Wahrheit zuleitet mit dem Hinweis, sie von Mir Selbst empfangen zu haben. Durch Einwirken Meines Gegners haben die Menschen keine rechte Wertschätzung mehr von vollwahrem Geistesgut. Sie machen gern Kompromisse, sie wollen nicht hergeben, was sie besitzen, obgleich es völlig wertlos ist, und setzen daher herab, was allein von Wert ist für sie. Ich aber kann nicht dulden, was nicht der Wahrheit entspricht. Ich zwinge die Menschen nicht, die Wahrheit anzunehmen, aber Ich billige es nicht, wenn sie bei dem verharren, was ihnen ein wissender Mensch als Irrtum vorhält. Die reine Wahrheit zu besitzen, sie von Mir Selbst zu empfangen, verpflichtet zur Weitergabe, ansonsten sie nicht erkannt wird als kostbare Gabe, als sicheres Mittel, auf Erden zum Ziel zu gelangen. Was Ich euch gebe, ist nur für das Heil eurer Seele, für eure Gesundung bestimmt und darf darum nicht geringgeschätzt werden. Eine Geringschätzung aber bedeutet es, wenn von dem vermittelten Geistesgut kein Gebrauch gemacht wird - wenn der Wahrheitsträger schweigend darüber hinweggeht, so irrige Lehren vor seinen Ohren vertreten werden. Er ist von Mir mit einem Licht begnadet worden, das er nun auch nützen soll, um in die Dunkelheit hineinzuleuchten, auf daß es seinen Zweck erfülle. Irrtum und Lüge, falsche Lehren und Ansichten sind in die Welt hineingetragen worden von Meinem Gegner, der wider die Wahrheit ankämpft, vom Fürsten der Finsternis, der jegliches Licht verlöschen will. Die Menschen, die selbst nicht nachdenken, sind seine Opfer, sie gehen allzuwillig in seine Fangnetze, sie lassen sich führen, und sie werden geführt in die Dunkelheit und folgen ihm blindlings. Dieser Opfer wegen stelle Ich Lichtträger an den Weg, um sie von dem dunklen Pfade fortzuleiten. Das Licht der Wahrheit soll ihnen leuchten, in dessen Schein sie wahrlich besser wandeln werden, denn es wird immer lichter, je näher sie zum Ziel kommen - wohingegen sie undenklich lange Zeiten wandeln können, bis sie endlich abgehen vom Irrtum und die Wahrheit annehmen. Dann erst werden sie Mich finden, Der Ich die ewige Wahrheit Selbst bin - und dann erst werden sie selig sein.
Amen. B.D. NR. 5763.

 

Buch 63 5764

Einstellung von Unwissenden und Irrenden zur Wahrheit.

8. September 1953. B.D. NR. 5764.

Den Irrenden ein Licht zu geben ist schwer, solange sie überzeugt glauben, in der Wahrheit zu stehen. Ein ganz Unwissender nimmt ein ihm dargebotenes Wissen gern an, und so es ihm Licht zu bringen scheint, ist er beglückt darüber. Wer aber in der Wahrheit zu stehen glaubt, der ist schwer zu überzeugen, daß sein Denken falsch ist, und noch schwerer ist ihm ein anderes Geistesgut zu übermitteln, weil er an ersterem festhält und erst dann bereit ist zur Annahme, wenn er zu zweifeln beginnt. Und so könnet ihr unter euren Mitmenschen immer feststellen solche, die völlig ohne Glauben sind und nur rein weltlich leben, und solche, die sich gläubig dünken, sogar mit Eifer ihren Glauben vertreten und doch etwas vertreten, was weitab ist von der Wahrheit. Erstere sind in Überzahl und durch ihren völligen Unglauben in einer schlimmen Lage, weil sie keine Verbindung suchen mit der Welt, die ihre Heimat und auch ihr Ziel ist, während die Gläubigen trotz falschen Lehren und irrigen Ansichten sich doch befassen mit geistigen Gedanken, die nur recht gerichtet zu werden brauchten, wozu sowohl auf Erden wie auch im Jenseits ihnen oft Gelegenheit geboten wird, doch der freie Wille allein ihre Gedankenrichtung bestimmt. Den völlig Ungläubigen aber soll geistiges Gedankengut angetragen werden, sie sollen angeregt werden zum Nachdenken, es soll ihnen vorerst die Wirklichkeit der geistigen Welt glaubhaft gemacht werden, und sie können auch gewonnen werden, wenn ihnen das geistige Wissen in kluger Weise dargeboten wird. Je mehr sich der Mensch entfernt hat vom kirchlichen Glauben, desto schwerer sind ihm kirchliche Lehren nahezubringen, selbst wenn sie der Wahrheit entsprechen. Doch irgendwo ist jeder Mensch anzufassen, und darum gehört ein umfangreiches Wissen dazu, solche Menschen zu gewinnen, das zuletzt doch dorthin führt, wo Gott zu finden ist. Diese Menschen müssen glauben lernen durch Nachdenken, und sie werden dann zu einem tiefen lebendigen Glauben gelangen, wenn es ihnen ernst ist um die Wahrheit. Denn ihr Unglaube braucht nicht immer völlige Gottferne zu beweisen. Sie können auch zum Unglauben gedrängt worden sein, durch irrige Belehrungen, die ihr Verstand nicht annehmen wollte und sie bewogen hat, alles abzulehnen. Und diesen Menschen muß wieder der Verstand dazu verhelfen, das Rechte zu erkennen, und dann werden sie selbst überzeugte Vertreter der Wahrheit sein und fest in ihrer Überzeugung verbleiben. Herz und Verstand muß geistiges Gedankengut annehmen können, denn die Wahrheit, die in Gott ihren Ursprung hat, wird auch jeder verstandesmäßigen Prüfung standhalten können und fordert nicht nur einen blinden Glauben - während irriges Gedankengut, irrige Glaubenslehren dem ernsten Prüfen des Verstandes nicht standhalten und darum blinder Glaube für diese Lehren gefordert wird, was nimmermehr Gottes Wille ist. Der Zweifler wird viel leichter zur Wahrheit gelangen als jene Menschen, die nicht danach verlangen, weil sie sie zu besitzen glauben - die ihren Verstand nicht nützen, sondern alles annehmen ohne Prüfung seines Ursprungs.
Amen. B.D. NR. 5764.

 

Buch 63 5765

Talente. Pfund. Verantwortung. Lichtwesen.

9. September 1953. B.D. NR. 5765.

In der geistigen Welt ist eine emsige Tätigkeit den Bewohnern der Erde gewidmet, denn die Wesen des Lichtes erkennen den Notzustand der Menschen in der letzten Zeit vor dem Ende, und sie greifen helfend ein, wo nur ihre Hilfe möglich ist durch den Willen des Menschen. In dieser Zeit sind auch viele Lichtwesen zur Erde niedergestiegen, um in einer fleischlichen Hülle ihr Hilfswerk vollbringen zu können - wie aber auch unzählige Lichtwesen ständig in Verbindung stehen mit der Erde und ihren Bewohnern und sie also zusammenarbeiten an der Erlösung der irrenden Seelen vor dem Ende. Das Einwirken aller Lichtwesen, ob geistig oder als Mensch verkörpert, wird aber immer nur das geistige Leben, die geistige Entwicklung der Menschen betreffen, also kann nur in einer geistigen Mission auf Erden sich ein Lichtwesen betätigen, denn es übernahm diese Aufgabe mit vollem Willen, als es zur Einzeugung auf dieser Erde sich bereit erklärte, und es wird, da dem Menschen nun die Rückerinnerung fehlt, von den Wesen des geistigen Reiches stets und ständig gelenkt und das Menschliche in ihm für diese Aufgabe zubereitet, denn es leistet keinen Widerstand dem geistigen Einwirken, es läßt sich willig führen und kommt nun auch seiner Mission nach, die es übernommen hat. Es ist also ein solcher Mensch in gewisser Beziehung befähigt dazu - er verfügt über Eigenschaften und Gaben, die ihn für diese Aufgabe geeignet machen, seine Seele besitzt eine geistige Reife und auch die Begabung, alles leichter zu erkennen und zu fassen. Sie hat also Talente - und infolgedessen auch eine große Verantwortung, diese Talente recht zu nützen. Und ihre Aufgabe besteht gerade darin, die ihr eigenen Talente auch im Mitmenschen zu erwecken. Was der Mensch nicht von selbst aufweisen kann, kann er sich aber aneignen, wenn er dazu die rechte Anleitung erhält. Ein jeder Mensch ist fähig, den Geist aus Gott anzufordern, wenn er darauf aufmerksam gemacht wird, daß Gott ihm Seinen Geist schenkt. Ein jeder Mensch kann bitten um Erleuchtung durch den Geist, wenn ihm von berufener Seite Gott so dargestellt wird, daß er Ihn als einen Gott der Liebe erkennt, Der eine solche Bitte stets erfüllt. Was der Mensch nicht von selbst tut, weil er es nicht weiß, das kann er tun, wenn er recht belehrt wird darüber. Also kann auch er seine geringen Talente vergrößern, wenn er es will. Dieser Wille aber ist frei. Er kann seine Talente unentwickelt lassen, er kann sie überhaupt nicht gebrauchen, und er kann sie unbegrenzt ausbilden - wenn er sich nur daran hält, was ihm geraten wird von denen, die darin Erfahrung haben. Diese aber verlangen nichts Unmögliches, denn sie geben als erstes das sicher-wirkende Mittel an - die Liebe zu üben, weil dann der Mensch unweigerlich in den Besitz von Kraft kommt und - weil diese Kraft aus Gott ist - sie eine aufbauende Wirkung haben muß. Liebe üben kann jeder Mensch, folglich auch seine Talente entwickeln, und ob er es tut und in welchem Maße, dementsprechend wird Gott ihn richten nach seinen Talenten - nach dem Pfunde, das ihm gegeben wurde, daß er es vermehre, was jedem Menschen möglich ist, wenn er sich nicht verschließet den Anregungen und Belehrungen derer, die von oben das Amt bekommen haben - die es freiwillig übernahmen in der Erkenntnis der geistigen Finsternis auf Erden, die ständig zunimmt, je mehr es dem Ende zugeht.
Amen. B.D. NR. 5765.

 

Buch 63 5766

Drängen des Geistes. Unzufriedenheit.

10. September 1953. B.D. NR. 5766.

Wohl werdet ihr getrieben von Meinem Geist, Meinen Willen zu erfüllen, doch ihr werdet nicht dazu gezwungen, denn Zwang würde eurer Seele schaden. Opfert ihr Mir aber voll und ganz euren Willen auf, gebet ihr bewußt jeden Widerstand gegen Mich auf, also daß ihr wollet, nur Mir zu Willen zu sein, dann könnet ihr nicht anders, als euch in der Ordnung zu bewegen, die Mein Grundprinzip ist von Ewigkeit. Ihr werdet dann nicht mehr bewußt gegen diese Ordnung verstoßen, ihr werdet euch stets so verhalten, wie Ich es von euch verlange, ihr werdet also nicht mehr bewußt sündigen. Denn ihr kommet dann willig dem Drängen des Geistes nach, ihr lasset euch von ihm lenken, und also werdet ihr von Mir gelenkt, und wahrlich recht. Doch ihr sollet und könnet auch mehr tun, als nur die Sünde meiden und das Unrecht zu verabscheuen; ihr werdet auch dazu veranlaßt durch Meinen Geist, gebet ihr aber diesem seinem Drängen nicht nach, so seid ihr auch nicht zufrieden mit euch selbst, ohne aber gesündigt zu haben, denn ihr verstoßet zwar nicht gegen die Gebote der Gottes- und Nächstenliebe - erfüllet sie aber auch nicht eifrig, und eure Seele empfindet ein Manko, und es bedrückt sie, denn sie spürt, daß sie keine Fortschritte macht in ihrer Entwicklung. Jede Unzufriedenheit mit sich selbst ist eine Äußerung der Seele, die sich bedrückt fühlt. Ihr Menschen sollet nicht auf immer gleicher Stufe verharren, ihr sollet streben, ihr sollet alles tun, was die Aufwärtsentwicklung fördert, und ihr sollt ständig arbeiten an euch, und dazu regt euch der Geist ständig an. Kommet ihr seiner Anregung nach, dann werdet ihr auch einen inneren Frieden verspüren, denn ihr habt dann Meinen Willen erfüllt, und dieses Gefühl beglückt euch. Euren Willen, in Meinen Willen einzugehen, achte Ich wohl und bewerte ihn recht, doch versuchet, auch in die Tat umzusetzen, was ihr Mir versprechet. Versuchet ständig mehr Liebe zu geben, uneigennützige Liebewerke zu verrichten, versuchet euer ganzes Leben auf Liebe aufzubauen, dann werdet ihr in Übereinstimmung mit Meinem Geist in euch leben, und dann höret ihr nur noch auf ihn, und ihr lasset alles unbeachtet, was von anderer Seite zu euch geredet wird. Lasset den Geist in euch Oberherrschaft gewinnen, ordnet euch voll und ganz Meinem Willen unter, und bleibet in ständigem Streben nach Vollkommenheit. Und euer Herz wird von einem Frieden erfüllt sein, der Mich und Meine Gegenwart in euch bekundet, denn dann seid ihr euch Meiner Gegenwart bewußt und könnet nicht anders als in vollster Harmonie leben mit Mir und Meinem Geist.
Amen. B.D. NR. 5766.

 

Buch 63 5767

Große Not der Seelen im Jenseits.

11. September 1953. B.D. NR. 5767.

Übergroß ist die Not der Seelen im Jenseits, denen es an Licht mangelt. Ihren Zustand euch Menschen auf Erden zu beschreiben, würde wahrlich euer eigenes Leben in andere Bahn zu lenken genügen, doch es wäre dann aus mit eurer Willensfreiheit; ihr würdet zwangsläufig, getrieben von der Furcht vor gleichem Schicksal, euch eines anderen Lebenswandels befleißigen, also wohl das tun, was gefordert wird von euch, aber nicht von selbst, aus freiem Willen dazu veranlaßt. Doch sollet ihr um das Los der Seelen wissen, es soll euch vermittelt werden, und es steht euch dann immer noch frei, zu glauben und eure Folgerungen daraus zu ziehen. Diese Seelen haben bei ihrem Eintritt in das jenseitige Reich alles verloren, woran ihr Herz auf Erden hing, sie besitzen nichts, denn nur das können sie mit hinübernehmen, was geistig erworben wurde, und daran leiden sie größten Mangel. Sie sind von totaler Finsternis umfangen, weil sie einen gottlosen Lebenswandel führten, und völlig kraftlos, doch nicht empfindungslos, denn für sie bedeutet nun ihre Umgebung Qual und Schrecken, und diese Qualen und Schrecken wird auch die Seele empfinden, die auf Erden furchtlos und stark das alles ausführte, was sie nun in die Finsternis stürzte. Es sind Leiden unbeschreiblicher Art, die nun in der Seele entweder das Verlangen erwachen lassen, diesem Zustand zu entfliehen, oder nur alle schlechten Triebe verstärken und auch in jenem Reich Befriedigung suchen lassen, was totales Verfallen den Kräften der Finsternis bedeutet. Doch auch die Seelen, die nicht in dieser Sündhaftigkeit das Erdenleben verlassen haben, deren Leben aber liebeleer und gleichgültig allem Geistigen gegenüber war, sind in überaus bedrängter Lage, denn auch sie quält die Finsternis unsagbar, die wohl zeitweise einem dämmerigen Zustand weichet, wenn die Seele noch nicht ganz verhärtet ist, damit auch sie nach Licht verlangt, denn das Begehren allein kann sie zum Licht gelangen lassen. Allen Seelen aber mangelt es an Kraft zum rechten Wollen - und es kann ihnen keine Hilfe gebracht werden laut Gesetz von Ewigkeit, wenn sie selbst nicht solche begehren. Wohl ist das Erbarmungswerk Gottes nicht beendet, wenn die Seele den irdischen Körper verläßt, doch was sie auf Erden ungenützt ließ, wenngleich sie es in reichstem Maße besaß, das muß sie sich im Jenseits erst erwerben, und sie ist zu schwach dazu. Stellet euch immer nur äußerst geschwächte, hilflose Wesen vor, die unsagbar leiden und die auf Hilfe angewiesen sind, um von ihren Leiden befreit zu werden - es würde euch ein Erbarmen überfallen für diese Wesen, so ihr sie erblicken könntet in ihrer Not. Und ihr alle habt Seelen drüben, von denen ihr nicht wisset, in welchem Zustand sie eingegangen sind in das geistige Reich - ihr alle habt Menschen, die euch nahestanden, durch den Tod verloren. Gedenket wenigstens dieser euch nahegestandenen Seelen und helfet ihnen, denn selbst das kleinste Erlösungswerk an solchen Seelen zieht weitere Erlösungen nach sich, und ihr habt viel dazu beigetragen. Und helfen könnet ihr ihnen nur durch liebendes Gedenken und Gebet, durch eine Fürbitte für diese Seelen, die sie zwar noch nicht aus ihrer Qual befreit, aber ihnen Kraft zuwendet, mittels derer dann die Seele ihren Willen wandeln und dem Licht zustreben kann. Sie kann nicht wider ihren Willen erlöst werden aus ihrer qualvollen Lage, auf daß sie aber recht wollen kann, ist eure Fürbitte nötig, ein Gebet, das in Liebe ihr geschenkt wird, sowie sie sich in eure Gedanken drängt. Denn ihr sollt wissen, daß die Seele euch um Hilfe bittet, so sie sich in eure Gedanken einschaltet, daß die Seelen euch ständig umgeben, die von euch Hilfe erhoffen, und daß ihr die Gedanken an Verstorbene nicht unwillig zurückdrängen dürfet, wenn ihr nicht ihre Qualen noch verstärken wollet. Um euch und euren freien Willen nicht zu schädigen, bleibt euch das Los dieser Seelen verborgen; es sind zwei Welten, in der ihr und die abgestorbenen Seelen sich befinden, es ist eine Grenze gezogen, der Blick ist euch verwehrt in ihre Welt, aber dennoch besteht sie, und ihr könnet aus eurer Welt ihnen viel Liebe nachsenden, die sich auswirkt in einer Weise und in einem Ausmaß, daß unzählige Seelen ihrem Zustand entfliehen können. Gedenket oft dieser armen Seelen und lasset sie nicht unbeachtet in ihrer Not, denn was ihr an ihnen tut in erbarmender Liebe, das wird euch reich vergolten werden, indem euch auf Erden schon geistige Hilfe zuteil wird durch alle Seelen, die aus der Dunkelheit gelangten zum Licht.
Amen. B.D. NR. 5767.

 

Buch 63 5768

Anlaß und Bedeutung des Erlösungswerkes.

12. und 13. September 1953. B.D. NR. 5768.

Erkennen sollet ihr Jesus Christus als Gottes Sohn und Erlöser der Welt - und ihr werdet Ihn dann auch bekennen vor der Welt. Um Ihn aber erkennen zu können, müsset ihr vorerst wissen um eure große Schuld, von der Jesus Christus euch erlöst hat, ansonsten euch Sein Leiden und Sterben am Kreuz unbegreiflich ist und Jesus für euch nicht mehr ist als ein Mensch, der gut und sündenlos gelebt hat auf Erden und für seine Ideen sein Leben lassen mußte. Selten nur denkt ein Mensch ernstlich über den Sinn und Zweck seines Erdendaseins nach, und er hat keine Kenntnis davon, daß das Dasein als Mensch die Folge ist der großen Sünde der Auflehnung urgeschaffener Geister gegen Gott, die sich einst in Hochmut und Herrschsucht trennten von Ihm. Es war eine riesengroße Schuld, die das Geistige auf sich geladen hatte - eine Schuld, die ewig nicht getilgt werden könnte, wenn das Einzelwesen sie abtragen sollte, wie es die Gerechtigkeit Gottes erfordert. Undenkliche Zeiten hindurch büßte das Wesen zwar einen Teil seiner Schuld ab in einem gefesselten Zustand, doch Gottes Barmherzigkeit und Liebe gibt ihm doch wieder die Freiheit, um ihm noch einmal die Gelegenheit zu geben, sich zu Ihm zu bekennen, auf daß es wieder der uranfänglichen Bestimmung nachkommen kann. Doch nimmermehr genügt diese Abtragung der Schuld, denn ihre Größe ist unermeßlich, und ein schuldbeladenes Wesen würde sich nimmermehr frei erheben können zu Gott, die Schuld würde immer trennend stehen zwischen Gott und dem Wesen, also das Ziel nimmermehr erreicht werden können, das Gott dem von Ihm einst Erschaffenen gesetzt hat. Diese Urschuld also war eine Fessel für das Wesen, die es selbst nimmermehr hätte lösen können. Es mußte sonach entweder erlöst werden mit Gottes Hilfe oder für ewig von dem Angesicht Gottes verbannt bleiben, es würde nimmermehr den Zusammenschluß mit Gott finden können, der Seligkeit für das Wesen bedeutet. Diesen hoffnungslosen Zustand des gefallenen Geistigen ersah auch die lichtvolle geistige Welt, und die Liebe aller bei Gott verbliebenen Wesen folgte den gefallenen Brüdern in die Tiefe. Ein Wesen aber aus dem Reiche des Lichtes bot Sich Selbst Gott an für eine Mission zur Rettung der in der Tiefe befindlichen Wesen. Es wollte herabsteigen zu ihnen und an Stelle der unglücklichen Geschöpfe Sühne leisten für deren Sündenschuld. Es wollte Sich Selbst opfern, Es wollte mit Seinem Leben bezahlen, was die Wesen Gott schuldig waren. Dieses Lichtwesen bot Sich Gott zum Opfer an und stieg zur Erde hernieder, um eine menschliche Form zu beziehen und in dieser Form einen Opfergang zu gehen, wie ihn nur die Liebe gehen konnte. Und es nahm der Mensch Jesus die Sündenlast der ganzen Menschheit auf Seine Schultern und ging damit den Weg zum Kreuz. Und Gott nahm das Opfer an, weil die Liebe es brachte. (13.9.1953) Er ließ es zu, daß ein Mensch die größten Qualen erduldete, daß Er den Tod eines Verbrechers am Kreuz erlitt und daß Seine Seele kämpfte mit allen Mächten der Finsternis. Denn Er sah die Liebe dieses Menschen Jesus oder auch - Er als die ewige Liebe Selbst war im Menschen Jesus, und diese Liebe wollte die Sündenschuld der Menschheit abtragen. Denn durch die Liebe, die der Mensch Jesus in Sich zur Entfaltung brachte, wußte Er um das entsetzliche Los aller Menschen, und so brachte der Mensch Jesus das Opfer Gott dar, das die wissende Seele des Lichtes zur Erde herniedersteigen ließ. Der Mensch hatte die gleiche Erkenntnis auf Erden gewonnen durch die Liebe, und Sein freier Wille erst war ausschlaggebend - es opferte Sich ein Mensch für Seine Mitmenschen. Und die in Ihm wohnende Liebe - Gott Selbst - wehrte Ihm nicht, sondern Sie ließ Sich genügen an diesem Sühneopfer und sprach die gesamte Menschheit von der Sündenschuld los, um dieses Menschen Jesus willen.

Daß ihr Menschen auf Erden weilet, ist eine Folge eurer einstigen Sünde der Auflehnung gegen Gott. Euer Dasein als Mensch ist aber ein vorübergehender Zustand, der euch auch erkenntlich sein müßte als ein mangelhafter Zustand, denn ihr seid kraftlose, dem Naturgesetz unterworfene Geschöpfe, die wohl frei wollen, aber nicht unbeschränkt frei handeln können. Ihr seid also gleichsam gefesselt, und dieser kraftlose, unfreie Zustand ist nicht beendet mit eurem Leibestode, wenn ihr nicht erlöst werdet. Und dieses Erlösungswerk hat Jesus Christus für euch vollbracht, jedoch immer euch selbst freigestellt, ob ihr Sein Erbarmungs- und Gnadenwerk annehmen wollet. Und darum liegt es an jedes Menschen eigenem Willen, ob er erlöst von dieser Erde scheidet, um nun erst ein rechtes freies Leben zu führen in Kraft und Licht, oder ob er die Fessel mit hinübernimmt in das geistige Reich, um Ewigkeiten noch in ihr zu verbringen in Unseligkeit, wenn er nicht dann noch die Hilfe des göttlichen Erlösers Jesus Christus in Anspruch nimmt. Ihr Menschen könnet und dürfet nicht an Jesus Christus vorübergehen, und darum soll euch auch der Anlaß und die Bedeutung des Erlösungswerkes verständlich gemacht werden, auf daß ihr nicht unwissend seid und bleibt, auf daß ihr euch frei entscheiden könnet, ehe es zu spät ist.
Amen. B.D. NR. 5768.

 

Buch 63 5769

Binden des Satans. Neue Erde.

14. September 1953. B.D. NR. 5769.

Die Macht des Bösen wird gebrochen für lange Zeit, der Satan wird in Ketten gelegt - eine Zeit des Friedens wird die Zeit des Kampfes im Universum ablösen, es wird keinem Wesen der Finsternis mehr möglich sein, die Menschen auf der Erde zu bedrängen, es wird der Satan selbst mit seinem Anhang gebunden sein auf lange Zeit, und die Menschen auf der neuen Erde lösen seine Fesseln nicht, weil sie Gott innig verbunden sind und sie nichts mehr anstreben außer Ihm, Der sie nun in Liebe versorget geistig und leiblich. Diese Zeit des Friedens auf der neuen Erde ist der Ausgleich für die Zeit unbeschreiblicher Not in der letzten Zeit auf dieser Erde, die den Menschen beschieden ist, die Gott treu sind und bleiben wollen. Es ist für diese wahrlich eine Zeit des Kampfes, weil sie geistig und irdisch bedrängt werden und sich selbst kaum derer erwehren können, die ihnen nachstellen, die sogar ihr Leben bedrohen, so sie nicht nachgeben wollen. Doch diesen Menschen wird immer wieder die Zeit des Friedens verheißen durch Seher und Propheten, die Zeit, wo ihnen von keiner Seite mehr Gefahr droht, wo Leib und Seele sich erquicken dürfen an den Wunderwerken göttlicher Liebe, wo ein seliger Friede einzieht in das Herz durch die Gegenwart Dessen, Den sie lieben und für Den sie gelitten haben. Alles wird friedvoll sein, Schöpfungen und Geschöpfe werden sich ergänzen, und auch das noch gebundene Geistige wird streben und seinen Widerstand schnell aufgeben, weil es die Nähe Dessen spürt, Dem es sich wieder ergeben soll, und weil die geistigen Ausstrahlungen der Menschen das Gebundene in den Schöpfungen wohltätig berühren. Der Willensentscheid ist von den Menschen schon getroffen worden, und es ist daher auf der neuen Erde keine Willensprobe mehr nötig, denn die Menschen gehören mit Leib und Seele Gott an, von Dem sie sich nun nimmermehr lösen können. Alles Satanische aber schmachtet in der Finsternis, es ist aufs neue gebannt in der festesten Form, es kann keinen Einfluß mehr ausüben auf das Geistige, das dem Licht zustrebt, es muß sich dem Willen Gottes fügen und ist seiner Kraft beraubt auf endlos lange Zeit. Und der Satan selbst ist geschwächt, denn alles, was ihn und seine Macht stärkte, ist gebunden und also auch seinem Einfluß entzogen. Er ist inmitten seiner Welt kraftlos, so lange, bis ihm wieder Stärkung wird durch den verkehrten Willen der Menschen, was aber erst wieder nach langer Zeit eintritt, wenn die ersten Geschlechter der Erde, die Bewohner des Paradieses und deren Kinder und Kindeskinder, längst in das geistige Reich eingegangen sind - wenn neue Geschlechter sein werden, die sich schon wieder spalten werden in ihren Willensrichtungen. Dann werden auch wieder Menschen sein, die sich von der Materie gefangennehmen lassen und die nun durch ihr Verlangen danach die Ketten dessen lösen, der Herr ist der unerlösten Welt. Dann wird auch der paradiesische Zustand ein Ende haben, die Zeit des Friedens wird wieder einer Zeit des Kampfes weichen zwischen Licht und Finsternis, denn nun beginnt das Ringen wieder um die Seelen der Menschen, bis wieder eine Entwicklungsperiode abgelaufen ist, doch mit dem Erfolg, daß unzählige Wesen zur Vergeistigung gelangt sind und die Macht des Satans abnimmt stets mehr und mehr, bis auch er einmal sich ergeben wird, was jedoch noch undenkliche Zeiten und Erlösungsperioden erfordern wird.
Amen. B.D. NR. 5769.

 

Buch 63 5770

Ernste Prüfung mit Anruf Gottes.

15. September 1953. B.D. NR. 5770.

Worte, die euch aus der Höhe zugehen, solltet ihr nicht leichtsinnig zurückweisen, und so ihr nicht den Ausgang dieser Worte erkennet, so ihr nicht glaubet, daß sie von oben sind, solltet ihr doch vorher sie prüfen auf ihren Wert, ehe ihr sie abweiset. Denn eure Reue wird einst sehr groß sein, wenn ihr erkennet, was ihr an euch vorübergehen ließet, welchen Schatz ihr hättet heben können und welche Seligkeit ihr euch erwerben konntet. Dies gilt vor allem denen, die anderes Geistesgut annehmen bedenkenlos, wenn es ihnen von studierter Seite geboten wird, und die sich auch viel Geistesgut zu eigen machen durch Lesen und Anhören von Vorträgen, die also wissend sein möchten und somit auch eine Prüfung vornehmen könnten, wenn es ihnen ernst darum wäre. Verstandesmäßig allein das rechte Urteil fällen zu können, muß den Prüfenden abgesprochen werden, denn dazu gehört die Unterstützung des göttlichen Geistes, die jeder Mensch anfordern kann. Dennoch ist das aus der Höhe dargebotene Wort auch für einen Verstandesmenschen anregend genug zum Nachdenken, und es hält auch einer verstandesmäßigen Prüfung stand. Nur würde dann der Suchende eine Gedankenrichtung mehr vorzuweisen haben, mit der er sich gedanklich auseinandersetzen kann; doch die Überzeugung ihrer alleinigen Wahrheit wird nur gewonnen durch den Anruf Gottes um Seine Unterstützung, um Erhellung seines Denkens, um Zuführen der reinen Wahrheit. Und dieser Anruf kommt erst dann aus dem Herzen eines Menschen, wenn dieser Gott anerkennt als die alleinige Wahrheit und den Quell allen Wissens. Menschen, die keinerlei Verlangen tragen, in der Wahrheit unterwiesen zu werden, werden stets alles abweisen, und diese werden auch dereinst schwerlich zum Erkennen kommen, doch es gibt mehr denkende Menschen auf Erden als solche, denen alles gleichgültig ist, und diese Denkenden sollten die Verstandesergebnisse nicht vor die Ergebnisse des Geisteswirkens setzen, denn gerade sie können es beurteilen, ob und in welchem Umfang Weisheit herausleuchtet aus jenen Worten, die als aus der Höhe empfangen vertreten werden. Und darum werden sie sich dereinst nicht entschuldigen können, denn nur ihr Wille ist nötig, um Stellung zu nehmen zu diesem Wort und es dann auch zu erkennen als das, was es ist - als Gottes Wort, Der den Menschen verhelfen will zur Wahrheit und zu rechtem Denken und Der Sich darum der Menschen annimmt, weil sie verfinsterten Geistes sind und ihnen jegliche Erkenntnis mangelt. Und jeder Mensch kann zur Wahrheit gelangen, der sie ernstlich von Gott begehrt.
Amen. B.D. NR. 5770.

 

Buch 63 5771

Gäste am Tisch des Herrn.

17. September 1953 B.D. NR. 5771.

Tretet an Meinen Tisch, so werdet ihr auch Speise und Trank erhalten als Nahrung für eure Seele. Wessen bedürftet ihr mehr als das, was der Seele zur Kräftigung dienet? Was kann euch mangeln, wenn eure Seele versorgt ist - wenn ihr zuerst danach trachtet, was ihr zum Heil gereicht. Dann erfüllet ihr ganz und gar euren Erdenlebenszweck, und der Körper wird auch haben, wessen er bedarf, solange er der Seele Aufenthalt sein soll. Und Ich weiß es wahrlich, wie lange eure Seele ihrer Hülle bedarf, wie lange ihr als Mensch auf Erden leben müsset, um der Seele die nötige Reife zu verschaffen. Und solange auch wird der Körper erhalten. So ihr also von Mir etwas begehret, dann nur für eure Seele, und ihr werdet reichlich empfangen, eure Seele wird nicht zu darben brauchen, und der Körper wird auch in Fülle haben, weil ihr zuerst bemüht seid, Meinen Willen zu erfüllen, Mein Wort entgegenzunehmen, Mich anzuhören, und ihr also empfangsbereite Gäste seid am Tisch des Herrn. Ich will euch ständig die Nahrung eurer Seele darreichen, Ich will, daß ihr euch mit dem Brot des Himmels nähret, daß ihr Mein Wort entgegennehmet, das eurer Seele die Kraft vermittelt zum Aufstieg zur Höhe.

Und Ich will, daß ihr Mich des öfteren darum angehet, daß ihr immer bereit seid, Mich anzuhören, wenn Ich zu euch rede. Ich lade euch ständig ein, Meine Gäste zu sein, die Ich laben will mit Brot und Wein, mit Meinem Fleisch und Meinem Blut - mit allem, was die Seele braucht, um zuzunehmen an Licht und Kraft. Und es soll wahrlich keiner zu hungern und darben brauchen, der an Meinen Tisch tritt, der Mich bittet um Gaben der Liebe, die er überaus nötig hat auf seinem Erdenlebensweg. Und darum sende Ich stets Meine Knechte aus, um die Menschen von der Straße hereinzurufen in Mein gastfreundliches Haus. Alle lasse Ich rufen, daß sie zu Mir kommen und Meine Gäste sein wollen. Mein Haus aber liegt abseits der breiten Straße, und darum müssen sie diese verlassen, wenn sie zu Mir gelangen wollen, aber sie werden es niemals bereuen, denn sie finden niemals auf ihrem breiten Wege die köstliche Erquickung, die ihnen an Meinem Tisch angeboten wird. Und stets mehr werden sie danach Verlangen tragen, je öfter sie Meine Gäste gewesen sind. Doch freiwillig müssen sie zu Mir kommen, denn wenngleich Ich auch die Boten nach ihnen aussende, so werde Ich doch keinen zwingen, zu Meinem Gastmahl zu kommen, doch leer werden ausgehen, die Meinem Ruf nicht Folge leisten, denn die Welt kann ihnen nimmermehr bieten, was Meine Liebe ihnen darreichen will - Mein Wort, das Kraft und Licht und Leben ist und sie führet zur Seligkeit.
Amen. B.D. NR. 5771.

 

Buch 63 5772

Kirche Christi.

18. September 1953. B.D. NR. 5772.

Wer sich zur Kirche Christi bekennt, der soll auch leben wie ein Christ, ansonsten er der Kirche Christi keine Ehre macht. Wenn in kommender Zeit der Glaube an Jesus Christus bekannt werden soll, dann werden die rechten Anhänger Seiner Kirche offenbar, denn die Glaubensstärke, die zum Bekennen Seines Namens nötig ist, kann nur gewonnen werden durch einen Lebenswandel nach Seinem Vorbild, einem Leben in der Nachfolge Jesu, und dieser also gehört auch der von Jesus Christus gegründeten Kirche an. Es werden aber viele Menschen mit dem Munde bekennen, sie werden auch Anhänger sein von Kirchen, die sich als die von Jesus gegründeten ausgeben. Leben diese nun auch dem göttlichen Willen gemäß, indem sie Seine göttlichen Liebegebote erfüllen, dann wird auch in ihnen die Glaubenskraft stark sein, und sie halten stand im letzten Glaubenskampf und bekennen Seinen Namen vor der Welt. Ihrer werden aber nur wenige sein, nur die Menschen, die in der Liebe leben, werden diese Kraft aufbringen zum Widerstand gegen weltliche Mächte, die den Plan verfolgen, alles auszurotten, was mit dem Glauben an Jesus Christus, den göttlichen Erlöser, zusammenhängt. Und nun also beweiset sich der Mensch erst als Christ, nun erst kann er sich als ein Glied der von Jesus Christus gegründeten Kirche betrachten, die nun auch Jesus Christus bekennen wird vor Gott, dem Vater, wie Er es verheißen hat. Die Kirche Christi zählet nicht mehr viele Anhänger, und je mehr die Liebe erkaltet unter den Menschen, desto kleiner wird die Schar der rechten Christen werden, weil die Liebe unbedingt geübt werden muß, um als rechte Christen zu gelten und den Mitmenschen ein leuchtendes Vorbild zu sein für die wahre Kirche auf der Erde, die keine offizielle Zugehörigkeit zu einer Konfession bedingt, sondern nur ein Leben nach den göttlichen Geboten, die als erstes Liebe fordern, die dann auch das sichere Zeichen aufweisen wird, das den Gründer der Kirche beweiset - das Wirken des Geistes in allen Mitgliedern. Die Kirche Christi ist kein nach außen erkennbares Gebäude, sie ist nur der Zusammenschluß tief gläubiger Menschen, die in innigster Verbindung stehen mit dem Gründer der Kirche, mit Jesus Christus, und dadurch auch von Seinem Geist erleuchtet, gelenkt und erfüllt sind und wahrlich auch wie die Jünger Jesus auf Erden ungewöhnlich wirken können mit der Geisteskraft. Starker Glaube und tiefe Liebe beweisen die Zugehörigkeit zur Kirche Christi, und nur ihre Anhänger werden den letzten Glaubenskampf bestehen, weil sie mit Jesus Christus Selbst kämpfen und daher auch den Sieg erringen werden über den, der wider Christus ist, über den Gegner Gottes und seine Knechte. Denn Jesus Christus wird in Macht und Kraft und Herrlichkeit kommen am letzten Tage und Seine kleine Gemeinde zu Sich holen in das Reich des Friedens, Seinen Gegner aber in Ketten legen und mit ihm alle, die ihm hörig sind.
Amen. B.D. NR. 5772.

 

Buch 63 5773

Mittel zur Weinbergsarbeit.

19. September 1953. B.D. NR. 5773.

Euch gebe Ich die Mittel in die Hand, gute Weinbergsarbeit zu leisten. Ich verlange nicht nur euren Einsatz, sondern Ich gebe euch alles, was ihr benötigt, um für Mich und Mein Reich arbeiten zu können, denn eine gute Arbeit erfordert auch die dazu gehörenden Mittel. Und über diese sollet ihr reichlich verfügen können, es soll euch nicht mangeln daran, daß ihr darum eine weniger gute Arbeit auszuführen gezwungen wäret. Mein Wille ist es, daß ihr dem zuvor falsch bearbeiteten Boden eure Sorge angedeihen lasset - daß ihr entfernt, was schädlich ist, und ihm zuführt, was das Wachstum fördert. Denn das ist das Grundübel, daß den Menschen wahllos alles durcheinander angeboten und zu glauben gefordert wird und daß keine gute Frucht gedeihen kann, wo schlechter Same gelegt worden ist. Reinigt den Acker zuvor, ehe ihr guten Samen ausstreut, d.h., machet die Menschen zuvor aufmerksam auf den Irrtum, der ihr Denken vergiftet hat, der sich der Wahrheit hinderlich in den Weg stellt, der also entfernt werden muß, bevor der Weg zur Wahrheit betreten werden kann, der zur Seligkeit führt. Es wäre wahrlich die Wahrheit leicht den Menschen zuzuführen, wenn sie völlig frei wären von irrigem Gedankengut, wenn sie sich nicht zuvor dessen entledigen müßten, weil beides nebeneinander nicht bestehen kann. Der Acker des Herzens kann nur gute oder schlechte Früchte hervorbringen - es kann aber die gute Frucht nicht gedeihen, wenn Unkraut oder Giftpflanzen dem Erdreich alles entziehen, was der guten Pflanze zur Nahrung dienen soll. Verstehet es, ihr Menschen - die Wahrheit werdet ihr nicht annehmen, solange ihr von Irrtum erfüllt seid, und des Irrtums müsset ihr euch zuvor entledigen und euch, wenn ihr selbst es nicht könnet, helfen lassen von Meinen Knechten - von denen, die Erfahrung haben, die den Boden zubereiten sollen in allen Menschenherzen für die Aufnahme eines Saatgutes, das Ich Selbst ihnen liefere, auf daß gute Früchte hervorgehen können, wenn Meine Knechte eifrig tätig sind. Wisset, daß eure Herzen die Äcker sind, da Ich den Samen auslegen möchte, Mein Wort, auf daß es reiche Frucht trage in euch - wisset, daß Mein Wort aber nur dort Wurzel schlagen kann, wo der Boden dafür vorbereitet ist, wo alles entfernt worden ist, was Meinem Wort - der reinen Wahrheit - entgegenstand - wisset, daß jeder Irrtum eine Abwehr bedeutet für die reine Wahrheit aus Mir und daß darum dieser Irrtum ausgerottet werden muß, soll eine gute Ernte erzielt werden. Wo aber Meine Knechte tätig sind, die Ich für ihre Arbeit ausgestattet habe, dort ist die Möglichkeit gegeben, daß aller Irrtum schwindet, denn sie arbeiten mit Meinem Wort, das seine Wirkung hat, das Kraft und Licht ist zugleich, das alles Falsche aufdeckt und es beleuchtet, daß es gern hingegeben wird gegen die reine Wahrheit, wo nur der Wille danach vorhanden ist, wo sich die Menschenherzen denen widerstandslos überlassen, die veredelnd und fruchtbringend tätig sind in Meinem Reich. Denn diese arbeiten für Mich, und sie können stets Meines Segens gewiß sein, wenn sie bewußt den Kampf führen gegen den, der der Wahrheit Feind und also Mein Gegner ist. Amen. B.D. NR. 5773.

 

Buch 63 5774

Bedeutsamkeit des Erdenwandels.

24. September 1953. B.D. NR. 5774.

Es soll euch Menschen ein Hinweis gegeben werden auf die Bedeutsamkeit eures Erdenwandels, damit ihr nicht gedankenlos in den Tag hineinlebet, damit ihr euch der Verantwortung bewußt werdet, damit ihr sinn- und zweckentsprechend lebet auf Erden. Euer Sein als Mensch ist ein Gnadengeschenk, das ihr gut nützen sollet, es ist für eure Seele nur eine Gelegenheit, mit einer Schuld sich auseinanderzusetzen und sie abzutragen, bevor sie sich überaus schmerzvoll auswirkt in dem Reich, wo dann die Seele entsprechend dieser Schuld bedacht wird oder darben muß. Daß ihr von einer Schuld belastet seid und worin diese Schuld besteht, muß im Erdenleben euch zur Kenntnis gebracht werden, und ihr tuet wohl daran, darüber Aufklärung zu begehren und dann euer Erdenleben zweckentsprechend zu leben. Betrachtet ihr aber das Erdenleben nicht als Mittel zum Zweck, sondern als Selbstzweck, dann werdet ihr schwerlich einen Nutzen ziehen während eures Erdendaseins für eure Seele, und dann habt ihr ein Gnadengeschenk nicht ausgewertet, ihr habt schlecht gewirtschaftet mit dem Pfund, das euch gegeben wurde, daß ihr eure Seele freikaufen konntet, indem ihr es vermehrtet durch bewußte Arbeit an euch selbst. Kein Mensch bleibt völlig ohne Hinweise, denn die Macht, Die euch Menschen geschaffen hat, verfolgt einen Zweck mit dieser Erschaffung und muß euch Menschen daher auf diesen Zweck aufmerksam machen. Und darum spricht Sie euch an, Sie hat die Verbindung zwischen Ihr und euch möglich gemacht durch das Wort und gibt euch also Kenntnis durch das Wort von eurer Erdenlebensaufgabe, von eurem Zustand und eurem Ziel. Doch ihr Menschen seid zumeist ohne Glauben und leget daher diesem göttlichen Wort keinen Wert bei. Es ist euch etwas unwirklich Scheinendes, und daher wirket es auch nicht mehr auf euch. Doch ihr ändert durch eure Einstellung nichts an der Tatsache, daß ihr dann euer Erdenleben vergeblich lebt, wenn nicht der Zweck damit erreicht ist, daß ihr eurer Schuld ledig geworden seid, die Anlaß eurer Verkörperung auf Erden ist. Dann hat nur euer Fleisch "gelebt", euer Ich aber, die Seele, ist dem Tode nicht entronnen, von dem sie sich befreien sollte während des Erdenlebens. Eure Seele muß nun in leblosem Zustand in das geistige Reich eingehen, d.h. ohne Licht und ohne Kraft, doch bewußt ihrer Existenz. Wie ihr aber andererseits ein Leben in Kraft und Seligkeit beschieden wäre bei rechter Nützung eures Erdenlebens - so ihr glaubtet, was euch gelehrt wurde - was durch das Wort Gottes den Menschen verkündet wird. Stets und ständig werden euch Menschen Hinweise gegeben, doch immer nur in einer Form, die euren Willen nicht unfrei macht, und eben eures freien Willens wegen muß es euch auch überlassen bleiben, wie ihr euch zu diesen Hinweisen einstellet. Doch Gott wird nicht nachlassen, eindringlich zu euch zu reden, in welcher Form es auch sei. Er wird euch verfolgen mit Seinen Mahnungen und Warnungen, Er wird euch Boten senden, die für Ihn reden, Er wird euer Verantwortungsbewußtsein zu wecken suchen und alles tun, um euch die Bedeutsamkeit des Erdenlebens klarzumachen, wenngleich es immer eurem freien Willen belassen bleibt, es zweckentsprechend zu leben.
Amen. B.D. NR. 5774.

 

Buch 63 5775

Knechte des Satans.

25.September 1953. B.D. NR. 5775.

Wie abgrundtief sind die Menschen gesunken, denen das Leben der Mitmenschen nicht mehr heilig ist - die unbarmherzig sich zu Richtern aufwerfen über ihre Brüder und nach Willkür urteilen, sie der Freiheit berauben und ihnen schaden an Körper und Seele. Es sind willige Knechte des Satans, teuflischen Sinnes, bar jeder Liebe, ungerecht im Denken und Handeln. Es sind wahrlich zu Teufel gewordene Menschen, die keine Barmherzigkeit mehr verdienen und die darum unschädlich gemacht werden müssen, so die Zeit gekommen ist. Ihrer bedienet sich der Gegner Gottes, und sie führen willig aus, wozu er sie antreibt. Es ist keine Liebe mehr unter den Menschen und noch viel weniger Gerechtigkeit, ein jeder suchet nur eigene Vorteile und erzwingt sie sich auf Kosten des Mitmenschen. Und es sind keine Einzelfälle mehr, sondern die gesamte Menschheit bewegt sich in dieser Richtung, wenn auch nicht immer offensichtlich, doch gedanklich sündigen gleichfalls viele Menschen, die nicht verabscheuen oder verurteilen, was offensichtlich Wirken des Satans ist. Die Welt hat sich gewöhnt an Schandtaten, die zum Himmel schreien. Sie duldet, statt dagegen anzugehen, sie hilft nicht, wo Hilfe nötig wäre. Und die Zahl der Teufel wächst mit jedem Tage, und ihre schlechten Taten mehren sich. Es wird aber die Zeit kommen, da ein jeder sich verantworten muß vor Gott, da keiner sich verbergen kann vor Ihm und da alle Schandtaten offenbar werden. Die Menschen glauben nicht mehr an einen Gott, sie glauben nicht an einen Richter, vor Dem sie sich verantworten müssen, und sie glauben nicht an eine Vergeltung. Doch sie werden auf Heller und Pfennig ihre Schuld bezahlen müssen, es wird ihnen nichts erlassen bleiben, jedes Unrecht wird seine Sühne fordern, und die Freiheit, die sie mißbrauchten, wird gewandelt werden in eine Gefangenschaft, die sie Ewigkeiten hindurch ertragen müssen, weil anders ihre Schuld nicht getilgt werden kann, weil anders sie nicht zur Besserung gelangen können. Nur das zutiefst Gesunkene muß solche Qualen ertragen, doch vor dem Ende dieser Erde werden die Menschen in der tiefsten Tiefe angelangt sein, und die Erde wird außer der kleinen Schar der Gott-Getreuen nur noch Teufel aufzuweisen haben, Vertreter dessen, der darum wütet auf Erden, weil er weiß, daß er nicht mehr viel Zeit hat. Dieser wirket auch jetzt schon unverkennbar, denn er treibt die Menschen an zu Grausamkeiten, zur Lüge und Intrige, er versetzet die Menschen in größte Not, die nicht ihm zu Willen sind. Der Satan hat sich verkörpert in seinen Helfern und Helfershelfern. Und die Welt ist voller Sünde. Die Zeit der Trübsal hat begonnen, die das Ende einleitet, und sie wird so verlaufen, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Es wird die Verfolgung derer einsetzen, die ihm nicht zu Willen sind, die Gott treu bleiben und Ihm dienen wollen und die darum eine Zeit des Kampfes durchhalten müssen, der gegen Gott Selbst gerichtet ist. Dann aber ist auch das Ende da, dann ist die Zeit erfüllet, und dem Wirken des Satans wird ein Ende gesetzt. Dann ist der Tag des Gerichtes, wo Rechenschaft gefordert wird, wo die Gerechtigkeit Gottes alles ausgleichet, wo ein jeder empfangen wird, was er verdient.
Amen. B.D. NR. 5775.

 

Buch 63 5776

Wer der Welt huldigt, der huldigt dem Satan.

26. September 1953. B.D. NR. 5776.

Wer der Welt huldigt, der huldigt auch dem Satan. Diese Worte sind hart und werden alle Weltmenschen empfindlich treffen, denn der Verbindung mit dem Satan will kein Mensch bezichtigt werden, und doch ist die Welt sein Reich und also auch jeder sein Diener, der der Welt verfallen ist. Wohl stehet ihr Menschen mitten in der Welt, wohl müsset ihr euch in der Welt behaupten, solange ihr lebet auf Erden, doch wieweit euer Herz beteiligt ist, das ist ausschlaggebend dafür, wieweit ihr euch der Welt untertan machet. Das innerste Streben, das Verlangen des Herzens, wird bewertet, und so dieses der Welt gilt, seid ihr auch dem hörig, der ihr Fürst ist, denn dann ist euer Denken nur irdisch gerichtet, während ihr das Geistige anstreben sollet und ihr darum die Materie überwinden müsset, um in geistigen Besitz zu gelangen. Ihr könnet nicht die Welt umgehen, sondern ihr müsset sie überwinden, d.h., ihr steht am Beginn eures Erdenlebens als Mensch in dieser dem Gegner Gottes gehörenden materiellen Welt, mit der ihr den Kampf aufnehmen müsset, um dann als Sieger hervorzugehen und die Welt dann zu betreten, die geistig ist, die das Reich Gottes genannt wird. Den Gang durch das Erdenleben, durch die irdische Welt, müsset ihr gehen, doch frei machen sollet ihr euch von euren Fesseln, die so lange als Ketten Satans angesehen werden müssen, wie ihr im Banne der Welt steht, wie ihr verlangend alles das ansehet, was ihr überwinden sollet. Die materielle Welt ist sein Reich - sie birgt das gefallene, ihm angehörende Geistige, über das er aber nicht verfügen kann, solange es in den Schöpfungswerken gebunden ist durch Gottes Willen. Den Menschen aber kann er beeinflussen, weil dieser im Zustand des freien Willens jeglichem Einfluß ausgesetzt sein muß, um sich zu entscheiden, um die Willensprobe abzulegen, die Sinn und Zweck seines Erdenlebens ist. Und diesen Einfluß nützet der Gegner Gottes wahrlich in erschreckender Weise. Er will nicht, daß er das Geistige durch seinen freien Entscheid verliert, und darum locket er den Menschen auf seine Seite durch Vorstellung alles dessen, was ihm begehrenswert erscheint, was aber seiner Welt angehört, was ihn aber trennet von Gott, was ihn abwendig macht von dem Ziel, das er erreichen soll auf Erden. Er ist Herr der Materie, Herr der irdischen Welt - und jeder, der der Welt dienet, dienet ihm - jeder, der die Welt begehret und sich mit irdischen Gütern verbindet, der verbindet sich mit dem Satan, und er muß diese Wahrheit zu hören bekommen, er kann nicht aus falscher Rücksichtnahme schonend behandelt werden, indem ihm diese Wahrheit vorenthalten wird. Er steht mit dem Satan in Verbindung, und wessen Knecht er ist, dessen Los wird er auch teilen, wenn der Tag der Vergeltung kommen wird. Zwei Herren ringen um eure Seelen, und beide bieten euch ihre Reiche an - doch eines ist vergänglich, das andere währet ewig. Ihr selbst aber seid unvergänglich, und habet ihr euch nicht das unvergängliche Reich erworben auf Erden, so bleibt euch nichts nach eurem Leibestode als tiefe Finsternis um euch, die euch unsäglich quälen wird - das Reich des Satans, der euch nichts anderes bieten kann, dessen Anhänger ihr aber vermehrt habt durch euer Verlangen auf Erden. Trennet euch von ihm, solange ihr auf Erden wandelt, leistet Verzicht auf das, was der Welt angehört, strebet die geistigen Güter an, die allein euch ein ewiges Leben sichern, ein Leben in Licht und Kraft und Seligkeit.
Amen. B.D. NR. 5776.

 

Buch 63 5777

Göttliche Führung.

27. September 1953. B.D. NR. 5777.

Vertrauet der Führung von oben, sie wird allzeit recht sein, sowie ihr von Ihm gelenkt werden wollet, Der euer aller Vater ist. Die Hingabe an Ihn, das freiwillige Unterstellen eures Willens unter den Seinen, sichert euch diese rechte Führung - eure Gedanken werden Seinem göttlichen Willen entsprechen, und euer Reden und Handeln wird gleichfalls Seine Zustimmung finden, weil die Kräfte euch lenken, die mit Ihm im gleichen Willen schaffen und wirken und deren Obhut ihr übergeben seid. Euer Wille zu Ihm, eurem Gott und Vater von Ewigkeit, bestimmt alle eure Wege, euer Denken und Tun. Darum brauchet ihr nicht zu überlegen, was ihr tun sollet - nur euch zuvor Ihm übergeben in Gedanken, in stillem Gebet oder gedanklicher Hingabe an Ihn und Seinen Willen, dann seid ihr jeder Verantwortung enthoben, denn dann werdet ihr gelenkt von Seinem Geist, und ihr werdet immer tun, was recht ist vor Gott. Nur der eigene Wille kann dagegenhandeln, d.h., so ihr den Vater im Himmel vergesset, so ihr glaubet, selbst alles ordnen zu müssen und zu können, so ihr Seinen Beistand nicht erbittet - also allein eure Wege gehet - dann könnt ihr wohl abzweigen auf einen falschen Weg, wenn ihr ohne Führer seid, und dann müsset ihr auf der Hut sein. Denn scheinbar habt ihr Erfolg - einen Erfolg, der aber doch nur ein Mißerfolg ist, weil er nur dem Körper, nicht aber der Seele zum Segen gereicht. Der rechte Weg aber, den Gott euch führt, kann mitunter beschwerlich für den Körper erscheinen, doch überaus die Seele beglücken, die sich immer mehr lösen kann und sich befreit fühlt, weil der Körper ihr eine Last abnimmt, die sie zu tragen hatte, der Körper soll bestimmungsgemäß der Seele helfen - und das bedeutet oft eigene Beschwerden. Schüttelt der Körper diese ab und will er unbeschwert durch das Erdenleben gehen, dann muß die Seele ihre Last weitertragen und kann sich nicht erheben in geistige Höhen. Die göttliche Führung aber wird stets auch des Körpers Beschaffenheit berücksichtigen, denn die Liebe Gottes nimmt sich dann des Menschen an, der sich Ihm vertrauensvoll hingibt und um Seinen Beistand bittet. Und jeder Gang wird dann gesegnet sein, jeder Weg wird dem rechten Ziel zuführen, weil Er vorangehet, Der euer Vater und Beschützer ist und Dem ihr euch anvertrauen könnet in allen Nöten des Leibes und der Seele.
Amen. B.D. NR. 5777.

 

Buch 63 5778

Falsche Christi und Propheten.

28. September 1953. B.D. NR. 5778.

Die reine Wahrheit wird in der letzten Zeit ganz besonders angegriffen werden, und das ist das Wirken des Satans, der als Gegner Gottes die Wahrheit untergraben will, der das Denken der Menschen verwirrt, so daß sie die Wahrheit nicht mehr als solche zu erkennen vermögen. Und seine Mittel und Pläne sind fein angelegt, so daß auch oft Menschen sie nicht durchschauen wollen, deren Willen nicht gegen Mich gerichtet ist - die es aber erkennen könnten, wenn sie allen Ernstes nur die Wahrheit begehrten. Gerade in der letzten Zeit werden Lichter und Truglichter zugleich aufblitzen, und nun diese unterscheiden zu können, bedarf des ernsten Willens zur Wahrheit, weil es schwer sein wird, klarzusehen. Denn es werden viele falsche Christi und Propheten erstehen, wie es angekündigt wurde - auch als ein Zeichen der Endzeit. Daraus geht hervor, daß sie unter dem gleichen Visier kämpfen werden, daß sie also als Abgesandte von oben sich vorstellen werden, daß sie die Worte Christi im Munde führen und den Menschen Dinge ankünden werden, die in zukünftiger Zeit liegen - daß sie aber Vertreter dessen sind, der gegen die Wahrheit ankämpft - um die Menschen irrezuleiten, daß sie die reine Wahrheit nicht mehr erkennen können. Ihr brauchet also diese falschen Christi und Propheten nicht immer zu suchen außerhalb des geistigen Lebens, denn auch die Vertreter von Irrlehren innerhalb von kirchlichen Organisationen sind falsche Christi und falsche Propheten - alle, die undeutliche, irreführende Erklärungen abgeben, müssen dazu gezählt werden sowie alle, die zu verhindern suchen, daß den Menschen die reine Wahrheit zugeführt wird, die also festhalten an den verbildeten Lehren und den Menschen die Denkfreiheit beschneiden, indem sie ihnen vorenthalten, was aufklärend wirken könnte. Alles Unwahre ist das Werk falscher Christi und Propheten, und das zu unterscheiden, bedingt unwiderlegbar den ernsten Willen zur Wahrheit, der auch bereit sein muß, etwas hinzugeben, was der Mensch ständig vertreten hat - wenn es nicht der Wahrheit entspricht. Ihr Menschen könnet euch also nur schützen gegen das Wirken des Gegners von Gott in der letzten Zeit vor dem Ende, wenn ihr euch Dem in die Hände gebet, Der die Wahrheit ist von Ewigkeit - wenn ihr Ihn im ernsten Willen nach der Wahrheit bittet, daß Er euch schütze vor Irrtum und dann Auge und Ohr öffnet. Dann werdet ihr es gefühlsmäßig erkennen, was ihr annehmen oder ablehnen sollet. Dann werden euch keine falschen Christi und falschen Propheten blenden können mit einem Truglicht. Dann wird ein sanftes Leuchten, das im Herzen aufflammet, euch die Sicherheit geben, daß ihr in der Wahrheit steht, und dann werdet ihr diese Wahrheit auch überzeugt vertreten und euch dafür einsetzen im letzten Kampf auf dieser Erde - und ihr werdet rechte Streiter Christi sein.
Amen. B.D. NR. 5778.

 

Buch 63 5779

Glaubenskampf.

30. September und 1. Oktober 1953. B.D. NR. 5779.

Der Glaubenskampf steht euch noch bevor, und für diesen Kampf will Ich euch gewappnet finden. Darum Meine große Sorge zuvor, euren Glauben zu stärken und euch in ein Wissen einzuführen, das euch vollste Erklärung sein wird für das, was vor euch liegt, was noch kommt vor dem Ende. Ihr müsset an dieses Ende glauben, um dann auch alles verstehen zu können, um dann auch den Glaubenskampf zu begreifen, der überaus bedeutungsvoll ist für einen jeden Menschen. Es wird nicht nur ein Kampf sein, der nach einiger Zeit sein Ende findet mit dem Sieg der einen oder der anderen streitenden Macht. Es wird ein Kampf sein, den Anhänger des Satans führen gegen Gott - ein Kampf, wo es nicht um irdischen Besitz geht, sondern um geistige Güter, ein Kampf, wo sich die Seelen entscheiden müssen, auf welche Seite sie sich stellen wollen, wenngleich auch die Menschen irdisch in Mitleidenschaft gezogen sind, doch siegen oder unterliegen wird nur die Seele, und darum erstreckt sich der Ausgang dieses Kampfes auf die Ewigkeit. Und darum tue Ich zuvor alles, um die Menschen auf diesen Kampf vorzubereiten, um sie zu stärken, um ihnen den Bekennermut einzuflößen. Ich suche Mir das Heer Meiner Streiter zu vergrößern, nicht, weil Ich siegen will, sondern daß sie selbst die Früchte eines Sieges ernten, weil Ich nicht will, daß sie untergehen, daß sie aufs neue gefesselt werden von Meinem Gegner und gefangenbleiben wieder endlos lange Zeit. Ihr Menschen kümmert euch zur Zeit wenig um den Glauben, ihr seid recht gleichgültig dem gegenüber, was wichtig ist - dem geistigen Streben - ihr müsset erst aufgerüttelt werden, um ernstlich Stellung zu nehmen zum Glauben. Und das wird geschehen, sowie der Glaubenskampf entbrennt, denn dann ergeht an jeden die Aufforderung, Mich zu bekennen vor der Welt oder Mich zu verleugnen, Mich aufzugeben. Und dann erst werdet ihr Stellung nehmen, wenn ihr gewissenhaft seid, oder ohne Bedenken Mich hingeben - um irdischen Vorteils willen. Und da das Ende kurz bevorsteht, ist dieser Entscheid notwendig, nicht vor Mir, Der Ich um euren Willen weiß; doch ihr selbst sollet noch einmal angeregt werden zum Nachdenken, weil ihr es von selbst nicht tut, wenn ihr nicht gezwungen werdet durch irdische Gewalt. Es sind wohl einige, die zuvor schon darüber nachdenken und die darum auch Meine sichtliche Hilfe erfahren, daß Ich ihnen das Erkennen leichtmache, doch eben nur einige sind es, deren Zahl Ich vermehren möchte und die Ich darum hinweisen lasse auf das Ende. (1.10.1953) Doch diese wenigen werden kaum Glauben finden, denn die nicht geistig streben, halten auch ein Ende dieser Erde nicht möglich, doch die Erscheinungen der Endzeit werden ihren Eindruck nicht verfehlen bei den noch Unentschlossenen, die nachdenklich werden und zum Glauben zurückkehren können, wenn sie recht belehrt werden in dieser Zeit. Eine rechte, wahrheitsgemäße Belehrung kann dort großen Erfolg zeitigen, wo der Abfall vom Glauben auf verbildete Glaubenslehren zurückzuführen ist, wo die Menschen nicht glaubensunwillig sind, aber an falschen Lehren Anstoß genommen haben. Diese können wieder gewonnen werden für Mich und Mein Reich, und um dieser wenigen willen werden noch viele Zeichen geschehen, die das nahe Ende verkünden und nicht wirkungslos bleiben auf jene. Der Glaubensentscheid wird nur dann recht getroffen werden, wenn eine Glaubensstärke vorhanden ist, die alles auf sich nimmt, was an Nachteilen für den Körper erwächst, denn der Mensch, der im rechten Erkennen steht, weiß, um was es geht, und er gibt leichten Herzens hin, was man ihm nimmt, um nicht das Leben der Seele zu gefährden. Es ist die letzte Willensprobe auf dieser Erde; es ist die Entscheidung, die euer Los in der Ewigkeit bestimmt, daß ihr Mich bekennet vor der Welt, ungeachtet der irdischen Auswirkung eures Entscheides. Und nur ein starker, überzeugter Glaube wird diese letzte Probe bestehen, nur ein starker überzeugter Glaube hält stand bis zum Ende.
Amen. B.D. NR. 5779.

 

Buch 63 5780

Gottes erbarmende Liebe. Licht ist Wahrheit.

4. Oktober 1953. B.D. NR. 5780.

Mein Auge blickt erbarmend zur Erde hernieder, wo unzählige Menschen sich im Dunkeln bewegen, d.h. erkenntnislos ihres Weges gehen, vor denen eine dichte Wand erbaut ist, die alles abdunkelt und den Strahlen des Lichtes jeden Eingang verwehret. Meine unendliche Liebe möchte auch in diesem dunklen Gebiet ein helles Feuer anzünden, das nach allen Seiten hin wieder Licht ausstrahlen könnte. Meine Liebe möchte auch diesen Menschen das Licht der Erkenntnis bringen, auf daß, die noch blind sind im Geist, sehend werden, auf daß alle fähig würden, Mich Selbst zu erblicken, Der Ich als Ziel ihrer Wanderung auf Erden angestrebt werden will. Den sie aber sehen müssen, um zu erkennen, daß Ich ihnen winke, daß Ich sie erwarte am Tor zum ewigen Leben. Solange ihre Augen nicht schauen können, solange sie blind sind im Geist, befinden sie sich in der Nacht des Todes, denn ohne Licht gibt es keinen Morgen, ohne Licht gibt es keinen hellen Tag. Licht erst ist Leben, und erst im Licht können sie tätig sein.

Licht aber ist Wahrheit. Licht ist helles Erkennen und Wissen um das Urlicht von Ewigkeit, um die tiefsten Zusammenhänge von Schöpfer, Schöpfungen und Geschöpfen. Licht ist alles der Wahrheit entsprechende Wissen, das einen deutlichen Weg aufzeichnet, an dessen Ende Ich Selbst den Wanderer empfange. Licht ist Wahrheit. Mein Auge blickt erbarmend zur Erde hernieder auf die große Zahl der Menschen, die ohne Wahrheit sind - die ohne Wissen oder im Besitz von falschem Wissen sind und laufen und laufen, ohne zum rechten Ziel zu gelangen, und die erst dann den rechten Weg betreten, wenn das Licht der Wahrheit ihn erleuchtet, wenn ihr Geist erhellt wird, wenn sie den Liebestrahl auffangen, der ihr Herz treffen soll und der Meine unendliche Liebe zu allen Meinen Geschöpfen beweiset. Wie viele Menschen wandeln dicht neben dem rechten Weg, so daß sie nur einen Schritt zu tun brauchten, um diesen zu betreten, den sie aber nicht tun wollen, weil sie glauben auf dem rechten Wege zu gehen. Doch er ist nicht hell und schattenlos - weil er nicht vom Licht der Wahrheit bestrahlt wird. Er weiset viele dunkle Abgründe auf, wo der Mensch in großer Gefahr ist, zu stürzen, wenn er sich nicht dem matten Lichtschimmer vom rechten Wege zuwendet, der seine Schritte stets mehr und mehr dahin lenkt, wo das Licht hell und strahlend leuchtet. Es muß der Mensch zur Wahrheit gelangen, weil dann erst Mein göttliches Liebelicht ihn berührt und weil dann erst er Mich recht erkennt und er Mir zustrebt als Ziel, das allein ihm begehrenswert ist. Verlanget nur tief im Herzen nach der Wahrheit, und mit diesem Verlangen entzündet ihr das Lichtlein, und dann werdet ihr es vor euch hertragen und sicheren Schrittes alle eure Wege zurücklegen, denn das Licht wird euch stets den rechten Weg erkennen lassen, das Licht hat Meine Liebe in euch entzündet, die ihr begehret, sowie ihr die Wahrheit begehret. Und der von Mir ausgehende Liebestrahl führet auch zu Mir zurück. Und noch so dichte Wände werden sich auflösen in dem durchdringenden Licht der Wahrheit - die undurchdringlichste Dunkelheit wird weichen dem Licht, das da ist die Wahrheit aus Gott.
Amen. B.D. NR. 5780.

 

Buch 63 5781

Unterordnen des Willens.

6. Oktober 1953. B.D. NR. 5781.

Ordnet euch stets nur Meinem Willen unter, der nur Liebe von euch fordert, und euer Lebenswandel auf Erden wird Mir wohlgefällig sein, ihr werdet Gnade finden vor Meinen Augen, und Meine Liebe habet ihr gewonnen, die euch zwar gilt seit Anbeginn, die euch aber in ihrer Kraft nicht mehr berühren konnte. Sowie ihr jedoch in Meinen Willen eingegangen seid, daß euer ganzes Denken und Wollen anstrebt, Mich nicht zu betrüben, kann Meine Liebe wieder in ganzer Kraft auf euch einwirken - d.h. in dem Maße, das ihr ertragen könnet auf Erden, denn ihr seid nun wieder zu Mir zurückgekehrt, von Dem ihr euch einst freiwillig getrennt habt. In Meinen Willen einzugehen heißt bemüht sein, euch in der Ordnung zu bewegen, die Grundgesetz ist von Ewigkeit, alle guten Eigenschaften zur Vollendung zu bringen, alle schlechten Eigenschaften abzulegen, euch zu formen nach göttlichem Prinzip - die Liebe in euch zur höchsten Entfaltung zu bringen. Denn vollendet sein heißt liebeerfüllt sein. Vollendung ist ein göttlicher Zustand, ein Zustand, der keinen Mangel aufweiset, der also auch Voraussetzung ist, um in Meiner Nähe, um mit Mir vereint zu sein. Und um diesen seligen Zustand zu erreichen, muß sich der Wille Meines Geschöpfes völlig Meinem Willen angleichen - es muß so vollständig in Meinen Willen eingehen, daß nun ein gemeinsames Wirken einsetzet, was auch das gleiche bedeutet wie Aufgeben jeglichen Widerstandes, jeglichen eigenen Willens - also im freien Willen zurückzukehren zu Mir. Dieses Ziel sollet ihr Menschen auf Erden erreichen, ihr sollet den Beweis erbringen, daß ihr Mir angehören wollet auf ewig, indem ihr Mich allein anerkennet und anstrebet, indem all euer Sinnen und Trachten auf Erden ist, so zu leben, wie es Mir wohlgefällt. Dieser Wille ist die bestandene Erdenlebensprobe, und ist dieser Wille in euch, so seid ihr gerettet für die Ewigkeit, denn die Kraft geht euch von Mir aus zu, euren Willen auszuführen und nach Meinem Willen zu leben, sowie Ich nur euren Mir zugewandten Willen ersehe. Ich will, daß ihr selig werdet, kann aber nicht euren Willen in eine andere Richtung zwingen, weil ihr selbst bestimmet. Doch Meine Liebe umfasset Meine Geschöpfe, die aus eigenem Antrieb Mir zu Willen sind - die Meine Kinder geworden sind und es bleiben werden bis in alle Ewigkeit.
Amen. B.D. NR. 5781.

 

Buch 63 5782

Gottesfunke. Unbegrenztes Wissen.

7. Oktober 1953. B.D. NR. 5782.

Der alles erfüllende Geist, die ewige Gottheit Selbst, ist also auch in Ihren Geschöpfen in dem Maße tätig, wie diese es durch ihren Willen zulassen. Ein jeder Mensch trägt einen Funken des göttlichen Geistes in sich, und er ist dadurch also unlösbar verbunden mit der ewigen Gottheit. Und dieser göttliche Funke könnte in unvorstellbarem Maße einwirken auf das Denken und Handeln des Menschen, wenn dessen Wille die Bedingungen erfüllte, die Voraussetzung des Wirkens des Geistes im Menschen sind. Denn dieser Funke ist als Anteil Gottes, als eine Ausstrahlung Seiner Selbst, gleichfalls von ungeheurer Leuchtkraft - und er strahlt sonach das Licht der Weisheit aus - er belehret den Menschen von innen und gibt ihm vollste Erkenntnis - er zündet in ihm ein helles Licht an, und je nachdem, wie der Mensch nun dieses Licht nützet, entwickeln sich in ihm Fähigkeiten, die göttlich sind - bis er selbst dann wirken kann in Kraft und Licht. Denn all seinem Handeln und Wollen liegen Gedanken zugrunde, die der göttliche Geist im Menschen angeregt und geleitet hat. Und so ist es dem Menschen auf Erden wahrlich möglich, Übernatürliches zu leisten und über ein Wissen zu verfügen, das ihm sonst völlig unzugänglich ist, wenn er also dem göttlichen Funken in sich, dem Anteil Gottes, unbeschränktes Wirken gestattet - was aber immer die Hingabe des eigenen Willens, das Unterstellen unter den göttlichen Willen fordert. Dann kann der Geist Gottes ihn völlig durchdringen, und dann denkt und handelt der Mensch nur so, wie Gott es will, wie es der ewigen Ordnung entspricht, und er ist weder beschränkt in seiner Erkenntnis noch in seiner Kraft, denn jegliches Hindernis für das uneingeschränkte Wirken der Geisteskraft ist hinweggeräumt worden durch den Willen des Menschen. Der Mensch ist ein Gefäß, das anfangs verschlossen und voller Unrat ist, das aber sich öffnen und sich völlig leeren kann, um nun dem göttlichen Funken Platz zu schaffen, daß er sich frei entwickeln kann, daß unaufhörlich geistige Kraft zuströmet und nun das Gefäß voll des göttlichen Geistes wird - dem dann alles zu wirken möglich ist und dem hellstes Licht entstrahlt. Und es wird der Mensch mächtig und weise sein, denn er steht nun mit Gott Selbst ständig in Verbindung, er trägt Gott in sich und ist sich Dessen bewußt - er lebt in und mit Gott und wirket nun aus Seiner Kraft.
Amen. B.D. NR. 5782.

 

Buch 63 5783

Gott will geliebt werden. Zerrbild.

8. Oktober 1953. B.D. NR. 5783.

Wenigen Menschen nur kann Ich Meinen Willen in die Feder diktieren, wenige nur haben das Verständnis dafür, was Mich dazu bewegt, in direkter Verbindung zu reden, wenige nur begreifen es, daß die Liebe des Vaters zu Seinen Kindern so groß ist, daß Er jedes Mittel anwendet, das Erfolg verspricht - und wenige nur glauben, daß es die Stimme des Vaters ist, die sich Gehör verschaffen will, weil sich die Kinder in äußerster Not befinden. Und daß es nur so wenige Menschen sind, die es glauben, hat seine Ursache darin, daß Meine Liebe nicht mehr erkannt wird - daß die Menschen nur noch - wenn sie überhaupt glauben - an einen Gott glauben, Den sie fürchten, weil sie sich vor Ihm verantworten müssen, oder ehren, weil sie Seine Macht und Größe anerkennen. Liebe aber würde diesen Gottbegriff wandeln in eine ganz kindliche Anschauung, ein Gott der Liebe würde ihnen zum Vater werden, Dem sie sich anvertrauen und Den sie selbst auch lieben könnten. Warum aber erkennen Mich die Menschen nicht mehr als einen überaus liebevollen Vater, Der kein anderes Verlangen kennt, als Seine Kinder in Seine Arme schließen zu können, Der Seine Seligkeit darin findet, Seinen Kindern Seligkeit zu bereiten. Warum stehen die Menschen nur scheu und zweifelnd in der Ferne, warum treibt keine Liebesehnsucht sie in Meine Arme - weil sie Mich nicht mehr als einen Gott der Liebe, als einen Vater zu erkennen vermögen - weil sie sich von Mir ein falsches Bild machen - weil sie nicht in Wahrheit über Mich unterrichtet sind - weil Ich ihnen als zürnender, strafender Gott vorgestellt werde, Der für jede Sünde Rechenschaft fordert und unbarmherzig richtet. Ein Wesen aber, das gefürchtet wird, strebt man nicht an - man kommt im besten Falle gewissenhaft allen Anforderungen nach, doch immer nur aus Furcht, niemals aber aus Liebe. Ich aber will geliebt werden. Ich will die Liebe Meiner Geschöpfe besitzen, und Ich tu' alles, um sie zu gewinnen, denn nur ein Verhältnis, das die Liebe herstellt, kann beglücken auf ewig. Ich allein weiß es, wo die Ursache zu suchen ist, und Ich allein weiß es, wie den Menschen noch geholfen werden kann, daß sie Mich als einen Gott der Liebe erkennen und Mir freiwillig zustreben. Ich muß Mich Selbst den Menschen nahebringen, Ich muß zu ihnen gehen, weil sie nicht zu Mir kommen wollen. Und sie müssen Mein Entgegenkommen als Wohltat empfinden, auf daß sie auch Mein Geschenk ohne Widerstreben entgegennehmen, das Ich ihnen bringe: - Mein Wort, das Mich Meinen Geschöpfen so enthüllt, daß sie Mich zu lieben vermögen - Mein Wort, durch das Ich Selbst Mich als Liebe offenbare. Denn sie kannten Mich bisher nicht, sie sind falsch unterwiesen worden, sie haben sich von Mir ein falsches Bild gemacht. Es hat Mein Gegner eifrig gearbeitet, dieses Zerrbild von Mir zu entwerfen, weil er es will, daß die Menschen Mich nicht mehr erkennen, weil er die Liebe zu Mir in Meinen Geschöpfen ersticken will, die endgültige Rückkehr zu Mir bedeutet. Ihr Menschen alle, die ihr fernsteht von Mir, ihr kennt Mich nicht recht, und euch will Ich Mich offenbaren als ein Gott der Liebe, Weisheit und Macht, als ein Vater, Der nach eurer Liebe verlangt. Und darum trete Ich in direkten Verkehr mit euch, Ich äußere Mich durch ein Mir ergebenes Erdenkind, um den Weg zu euch allen zu nehmen, um eure Liebe zu gewinnen und Meine Liebe euch schenken zu können. Und selig, die glauben, daß Ich Selbst, euer Vater von Ewigkeit, es bin, Der zu euch spricht - selig, die Meine Worte annehmen, Mich als die ewige Liebe erkennen und nicht länger säumen, die ausgestreckte Hand des Vaters zu ergreifen - selig, die sich ziehen lassen von Mir.
Amen. B.D. NR. 5783.

 

Buch 63 5784

Geistiges Wissen abhängig vom Reifegrad.

9. Oktober 1953. B.D. NR. 5784.

Völlige Unkenntnis ist ein Zeichen geistigen Tiefstandes, denn das Wissen um Göttlich-Geistiges hängt nicht von der Verstandestätigkeit eines Menschen ab oder von dem Maße ihm zugeführten Wissens durch Mitmenschen, sondern allein von seiner Seelenreife, von dem Grade seiner geistigen Entwicklung, so daß also der einfältigste Mensch, dessen Seele schon über einen Reifegrad verfügt als Folge eines Lebenswandels in Liebe, sich selbst ein wahrheitsgetreues Bild machen wird über Gott, über seinen Erdenlebenszweck, über sein Verhältnis zu Gott, seinem Vater von Ewigkeit. Er wird gefühlsmäßig nur die Lehren annehmen, die der Wahrheit entsprechen, er wird irdisch seines Verstandeswissens wegen vielleicht nicht sehr geschätzt sein, er wird einfältigen Geistes sein und doch richtiger denken auf geistigem Gebiet. Und die geringe Erkenntnis genügt, um ihn zu einem Lebenswandel zu veranlassen, der dem Willen Gottes entspricht, der dann aber nach seinem Tode ihm blitzschnell hellstes Licht einträgt im geistigen Reich. Nicht das vollständige Wissen auf Erden ist Beweis eines hohen Reifegrades der Seele, denn auch geistiges Wissen kann sich der Mensch verstandesmäßig aneignen, nur ist es dann auch mehr Verstandeswissen als geistiges Gut, wenn des Menschen Lebenswandel entsprechend ist, und ein Wissen, das also noch nicht als geistiger Schatz anzusprechen ist, kann dem Menschen mit dem Moment des Todes auch wieder verlorengehen, sofern es nicht vom Herzen, sondern nur vom Verstand angenommen wurde. Denn auch geistiges Wissen kann zu reinem Verstandeswissen werden durch eifriges Studium, wenn die Aufwärtsentwicklung der Seele außer acht gelassen wird, wenn der Reifegrad der Seele also noch ein sehr niedriger ist, der Verstand jedoch als hochentwickelt sich mit Problemen beschäftigt, die geistige Gebiete berühren. Dann kann also nicht von Unkenntnis gesprochen werden - doch eines mangelt dem "Wissenden" - das Licht. Denn noch so vieles Wissen auf diesem Wege erworben, gibt ihm doch kein Licht, daß er hell und klar nun alle Zusammenhänge erkennen könnte, daß er beglückt wäre ob seines Wissens. Licht kann ihm nur von innen werden als Folge eines Lebenswandels in Liebe. Denn Licht strahlet allein der Geist aus Gott aus, der erst dem Verstandeswissen das rechte Leben gibt. Und dann erst ist es ein Wissen, das als geistiger Schatz gewertet werden kann, das unvergänglich ist und mit hinübergenommen wird in das geistige Reich. Und darum kann selbst die reine Wahrheit erst dann begriffen werden, wenn der Geist aus Gott dem Menschen Erhellung gibt, was immer einen Grad von Seelenreife voraussetzt, der nur durch einen Lebenswandel nach dem Willen Gottes erreicht werden kann. Entsprechend ist dann auch der Lichtzustand, die Erkenntnis, nach dem Tode des Menschen, und ein guter, aber einfältiger Mensch, der auf Erden über wenig Wissen verfügte, kann von strahlenderem Licht umflossen sein bei seinem Eintritt in das jenseitige Reich als ein im geistigen Wissen stehender Mensch, dem es auf Erden an Liebe mangelte und zu dem der Geist aus Gott noch keinen Zutritt fand.
Amen. B.D. NR. 5784.

 

Buch 63 5785

Ständige Verbindung mit Gott sichert Erfolg.

10. Oktober 1953. B.D. NR. 5785.

Fordert Meine Unterstützung an, was ihr auch unternehmet. Beginnet nichts ohne Mich, gehet keinen Weg ohne Mich, lasset Mich stets vorangehen, dann werde Ich auch euer Ziel sein, Das ihr sicher erreichet. Und so sollet ihr euch auch in allen geistigen Anliegen Mir anvertrauen, und ihr werdet stets recht beraten sein, denn dann lenket euch Mein Geist - ihr werdet nicht anders als recht denken und handeln können und erfolgreich arbeiten für Mich und Mein Reich. Und immer wird es den Anschein haben, als redet und handelt ihr nach eigenem Willen. Denn Ich trete nicht so offensichtlich in Erscheinung, daß ihr also gezwungen wäret, Meinem Willen nachzukommen, und dennoch ist es Mein Wille, der nun durch euch zum Ausdruck kommt. So ihr jegliche Arbeit, jede gedankliche oder wörtliche Aussprache Mir zuvor anempfehlet, dürfet ihr auch Meines Einwirkens sicher sein, doch ebendiese zuvorige Verbindung mit Mir ist nötig, um nun auch Meinen Willen in euch zu fühlen und diesem entsprechend zu denken, zu reden und zu handeln. Und darum braucht ihr euch keine Sorgen zu machen, die Arbeit für Mich und Mein Reich nicht leisten zu können, solange ihr sie nicht als weltliche Arbeit betrachtet, sondern immer nur Mir damit dienen wollet und also als Meine Knechte ständig mit Mir in Verbindung bleibt, um Meine Anweisungen entgegenzunehmen. Denn letzteres tue Ich durch euer Herz, indem Ich durch Meinen Geist in euch Empfindungen lege, die euch nun so handeln lassen, wie es Mein Wille ist. Und dann wird all euer Beginnen gesegnet sein.
Amen. B.D. NR. 5785.

 

Buch 63 5786

Gnadenmittel: Gebet. Gottes Wort.

11. Oktober 1953. B.D. NR. 5786.

Kehret in euer Urverhältnis zu Mir zurück und werdet wieder, was ihr waret von Anbeginn, in höchster Vollkommenheit stehende Geschöpfe, im Vollbesitz von Licht und Kraft. Diese Forderung stelle Ich an euch - gebe euch aber auch die Mittel in die Hand, Meiner Forderung nachzukommen, weil Ich weiß, daß ihr in eurem derzeitigen Zustand ohne Meine Hilfe völlig kraftlos seid und nicht fähig wäret, euch wieder so zu gestalten, wie ihr uranfänglich aus Mir hervorgegangen seid. Es ist also nicht unmöglich, Meine Forderung zu erfüllen, denn Ich trage eurer Schwäche Rechnung und stehe euch wahrlich in jeder Weise bei, das Ziel zu erreichen, das Ich euch gesteckt habe - denn Ich liebe euch und will den unseligen Zustand, in dem ihr euch befindet, in einen seligen gewandelt sehen. Ich will euch neben Mir wißen, nicht unter Mir. Und Meine Mittel sind von höchster Wirksamkeit - ihr könnet das Ziel erreichen, doch sie schalten jeglichen Willenszwang aus. Und darum ist es eure eigenste Angelegenheit, wann ihr das Ziel erreichet - ansonsten ihr wahrlich schon längst im Zustand von Licht und Kraft euch befändet, doch als unfreie Wesen euch die höchste Vollkommenheit fehlte. Verstehet es - ihr selbst müsset die Vollkommenheit anstreben, weil Ich euren freien Willen achte, darum aber auch unentwegt euch anrege, von Meinen Hilfsmitteln Gebrauch zu machen. Aus eigener Kraft könnet ihr dieses Umgestaltungswerk nicht vollbringen, Meine Kraft aber steht euch ungemessen zur Verfügung. Nützet sie, denn dieses liegt nicht in Meiner Macht, wenn Ich euch nicht unfrei machen will. Nützet Meine Gnadenzuwendung, und ihr werdet kraftvoll sein und alles erreichen können, was ihr wollet.

Worin bestehen nun diese Gnadenmittel? Was sollet ihr tun, um euch in den Besitz von Kraft zu setzen? Wie könnet ihr selbst euch diese Kraft zuwenden? - Ihr sollet vorerst - als völlig unwissend - ein wahrheitsgemäßes Wissen begehren - was allein nur euren Willen erfordert. Dann lasset ihr schon die Gnadenzuwendung an euch wirksam werden und ihr höret euch an, was euch durch Mein Wort verkündet wird. Und ihr nützet dann eine große Gnadenzuwendung, weil ihr schon Kraft aus Meinem Wort entzieht, die euch nun weiterhilft. Ihr nehmet eine weitere Gnade in Anspruch, indem ihr betet, d.h. gedanklich die Verbindung mit Mir herstellt und mit Mir Zwiesprache haltet. Eine solche Gebetsverbindung ist ein Kraftquell von ungeahnter Fülle. Durch inniges Gebet zu Mir öffnet ihr euch bewußt Meinem Gnadenzustrom, und ihr müsset unweigerlich eine Wesenswandlung erfahren, weil Meine Kraft nicht wirkungslos bleibt, so sie angenommen wird. Und die Wesenswandlung besteht darin, daß in euch sich die Liebe entzündet, daß ihr Mir zustrebt und nun in Meinen Liebestromkreis eintretet, daß ihr also wieder annehmet, was ihr einst zurückgewiesen habt - daß ihr von Licht und Kraft euch im freien Willen durchstrahlen lasset und stets mehr und mehr euch Meinem Urwesen angleichet, also auch mehr und mehr eurer uranfänglichen Beschaffenheit näherkommt, weil ihr nun wieder in das rechte Verhältnis zu Mir eingetreten seid und ihr von Mir nun ständig Licht und Kraft empfanget - weil ihr nun im freien Willen das geworden seid, was Ich nicht schaffen konnte - Mir gleiche Wesen - rechte Kinder eures Vaters von Ewigkeit.
Amen. B.D. NR. 5786.

 

Buch 63 5787

Anregen eines Ungläubigen zum Liebewirken.

12. Oktober 1953. B.D. NR. 5787.

Dem Ungläubigen kann kein geistiges Wissen zugeführt werden, weil er alles ablehnt, was nicht bewiesen werden kann, sondern eben nur Glauben fordert. Doch er kann angeregt werden zum Liebeswirken, denn nur auf dem Wege der Liebe kann er zum Glauben gelangen. Es braucht das Herz eines Ungläubigen nicht verhärtet zu sein, so daß er also sehr wohl Werke der Nächstenliebe verrichten wird, wenn ihm die Notlage der Mitmenschen vor Augen gestellt wird, wenn er durch einen ihm wohlgesinnten Mitmenschen angeregt wird, zur Linderung dieser Not beizutragen - wenn an sein Mitgefühl appelliert wird, an seine Hilfsbereitschaft und seine irdische Lage, die es ihm möglich macht, zu helfen. Es ist das größte Verdienst eines Menschen, der selbst in der Liebe lebt, den Mitmenschen anzuspornen zum Liebewirken, denn daraus kann dann auch ein Glaube hervorgehen, der ohne Liebe doch nur ein toter Glaube ist und also nicht viel wertvoller als Unglaube. Solange ein Mensch an der Not des Mitmenschen vorübergeht, kann er auch als ungläubig angesehen werden, wenngleich er sich selbst gläubig nennt. Erst wenn der Gebewille des Menschen durchbricht, wenn er den Mitmenschen zu beglücken sucht oder Leid von ihm abzuwenden trachtet - wenn er helfen will - ist er auch fähig, ein ihm dargebotenes Wissen anzuhören und dazu Stellung zu nehmen, und dann also ist es erst möglich, in ihm einen Glauben aufleben zu lassen an ein außerhalb des irdischen Reiches bestehendes geistiges Reich.

Darum ist es vergebliche Liebesmühe, einen ungläubigen Menschen verstandesmäßig überzeugen zu wollen, also ihm ein geistiges Wissen zu unterbreiten und ihn überreden zu wollen, es anzunehmen, weil ein Mensch ohne Liebe dazu nicht fähig ist. Hingegen kann ihm die göttliche Liebelehre vorgestellt und deren Auswirkung glaubhaft gemacht werden, wenn ihm ein solches Liebeleben vorgelebt wird und auch an sein Herz appelliert wird, sich zu beteiligen an der Linderung der Not des Mitmenschen - wenn er zuerst angeregt wird, von seinem Überfluß abzugeben, bis er dann selbst eine Beglückung darin findet, Gutes zu tun. Und dann ist er auch schon gewonnen, dann wird sein Widerstand gegen geistiges Wissen immer geringer, er wird erschüttert in seinem Unglauben - er beginnt nachzudenken über sein Leben und nimmt williger an, was einen Glauben voraussetzt - er wird glauben lernen, weil er nun durch die Liebe dazu fähig geworden ist.
Amen. B.D. NR. 5787.

 

Buch 63 5788

Kirche Christi.

13. Oktober 1953. B.D. NR. 5788.

Wessen Streben zu Mir ernst ist, der erreicht auch sein Ziel - Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer Mich suchet, der hat auch schon den Weg betreten, und er wird von Mir in die Wahrheit eingeführt, die ihm das Leben gibt. Wer Mich ernstlich suchet, der suchet Mich jedoch nicht in einer bestimmten Geistesrichtung, denn er weiß es, daß Ich nur in seinem Herzen zu finden bin, daß sein Herz allein Ausschlag gibt, ob Ich dort bin, wo Ich verkündet werde. Überall kann Meine Liebelehre gepredigt werden - ob aber der Mensch Mich überall findet, das bestimmt allein sein Herz, in welchem Verlangen es steht - ob es Mich wahrhaft suchet. Überall können die Worte zünden und die Liebesehnsucht nach Mir erwecken, aber erst, wenn sie gezündet haben, ist der rechte Weg betreten worden. Und dann wird auch der Mensch urteilsfähig sein für die reine Wahrheit - er wird das annehmen und anstreben, was allein zum Leben führt, das ewig währt. Ist das Herz gefangengenommen worden von Meinem Wort, dann ist auch die Verbindung mit Mir hergestellt und Meine Gegenwart in ihm gesichert. Dann gehörte der Mensch keiner Geistesrichtung mehr an, sondern Meiner Kirche, die Ich Selbst auf Erden gegründet habe und zu der jede kirchliche Organisation hinführen kann, die Meine göttliche Liebelehre verkündet, die den Glauben fordert an Jesus Christus als Gottes Sohn und Erlöser der Welt. Darum bekämpfet einander nicht, solange euer aller Streben Mir gilt, denn dann leite Ich euch schon auf den rechten Weg, auf den Weg der Wahrheit, der zum ewigen Leben führt. Dann auch wird ein jeder, der Meiner Kirche angehört, erkennen, welche Lehren von der reinen Wahrheit abweichen, und dann kann er auch die Blinden führen, die unwissend der Gefahren Nebenwege wandeln, die nicht zum Ziel führen. Und suchen auch diese noch Blinden Mich ernstlich, dann lassen sie sich auch führen und sind dankbar für die Hilfeleistung, weil sie Meine Führung erkennen, weil - wer Mich ernstlich suchet - auch von Meiner Liebe erfaßt wird und diese Meine Liebe spüret. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben - wer Mich anstrebt, wessen Herz Mir zugewandt ist, der kann nicht fehlgehen. Und ob er gleich noch im dicksten Irrtum steckt, also der reinen Wahrheit noch fern ist. Er landet doch in Meiner Kirche, die Ich Selbst auf Erden gegründet habe, weil sein Verlangen nach Mir, sein Glaube an Mich, der Grundstein ist, auf dem Meine Kirche erbaut ist. Denn nur ein tiefer, lebendiger Glaube strebt Mich an, nur ein tief gläubiger Mensch hat das Verlangen seines Herzens zu Mir gerichtet, und von diesem lasse Ich Mich wahrlich finden.
Amen. B.D. NR. 5788.

 

Buch 63 5789

Erklärung notwendig von der Mission Jesu.

14. Oktober 1953. B.D. NR. 5789.

Es muß euch Menschen Aufschluß gegeben werden in der rechten Weise, dann werdet ihr auch nicht die Glaubenslehren ablehnen, die euch unterbreitet werden über Jesus Christus als Gottes Sohn und Erlöser der Welt. Das Problem Seiner Menschwerdung und Seines Todes am Kreuz ist so überaus schwer verständlich, wenn es euch nur als geschichtliche Tatsache hingestellt wird, weil euch dann die Handlungsweise des Menschen Jesus unverständlich ist, weil ihr dann nicht begreifen könnet, was dieser Menschwerdung und dem Sterben am Kreuz zugrunde liegt, und ihr dann geneigt seid, eine Mission für die gesamte Menschheit abzustreiten. Wird euch aber die Begründung wahrheitsgemäß gegeben, dann lernet ihr auch das Erlösungswerk Christi verstehen. Und dann stellet ihr euch anders dazu ein als bisher. Daß den Menschen das Wissen darüber fehlt, liegt nicht daran, daß ihnen bisher die Wahrheit vorenthalten worden wäre - es liegt allein daran, daß die Menschen sich selbst für die Entgegennahme eines solchen Wissens unfähig gemacht haben, daß sie desto mehr rein weltlich das Leben und Sterben Jesu Christi betrachten, je gleichgültiger sie sind, darüber die Wahrheit zu erfahren. Sowie Gott in einem Menschen nur die leiseste Frage darüber ersieht, gibt Er ihm auch Aufklärung, doch selten nur stellt ein Mensch diese Frage und verlangt danach, Aufschluß zu erhalten über den Menschen Jesus, Der als Gott anerkannt werden soll. Und doch ist der Glaube daran unbedingt nötig, wenn der Mensch sich auch in den Segen des Erlösungswerkes setzen will. Darum gibt Gott den Menschen eine Aufklärung, die sie wohl annehmen könnten, wenn sie ernstlich strebten nach der Wahrheit. Gott gibt, was die Menschen von selbst nicht mehr verlangen, Er teilet das aus, woran die Menschen Mangel haben. Er vermittelt ihnen ein Wissen, das bei gutem Willen den Menschen Licht geben könnte, das für sie Erkenntnis bedeutet, wenn sie es nur annehmen. Er sucht den Menschen das Liebewerk Jesu begreiflich zu machen, daß es nicht irdische oder weltliche Beweggründe waren, die den Menschen Jesus so leben und leiden und sterben ließen, sondern eine geistige Ursache Seinem Erdenwandel zugrunde lag - eine unvorstellbare Not von den Seelen der Menschen abzuwenden, die sich auf ewige Zeiten erstreckte und die nur die Liebe eines Menschen beheben konnte. Um die geistige Ursache müssen die Menschen wissen, soll das Erlösungswerk Jesu Christi recht gewertet und die Gnaden dessen angenommen werden. Es müssen die Menschen wissen, daß sie einem unvorstellbar qualvollen Zustand entgegengehen, wenn sie Jesus Christus nicht als Erlöser anerkennen, und dann auch nicht zu den Erlösten gehören, für die der Mensch Jesus Christus am Kreuz gestorben ist - sie sollen wissen, daß es nicht gleich ist, ob sie Ihn anerkennen oder nicht. Und um Ihn anerkennen zu können, sollen sie eingeführt werden in die Wahrheit. Sie sollen recht belehrt werden von Gott Selbst, was den Menschensohn bewog, ein übermenschliches Leid auf Sich zu nehmen, das mit Seinem Sterben am Kreuz endete.
Amen. B.D. NR. 5789.

 

Buch 63 5790

Erklärung notwendig von der Mission Jesu.

15. Oktober 1953. B.D. NR. 5790.

Für euch bin Ich gestorben am Kreuz - für euch bin Ich einen Weg gegangen, der überaus schwer zurückzulegen war, weil Ich nicht frei gehen durfte, sondern eine große Last tragen mußte - eure Sündenschuld, die Ich euch abgenommen habe, auf daß euch diese Last nicht mehr drücken sollte. Ich ging einen Weg der Sühne für euch, die ihr selbst alles hättet abtragen müssen und Ewigkeiten dazu gebraucht hättet, bis jegliche Sündenschuld getilgt war. Ich nahm euch diese Last ab und leistete die Sühne für euch, weil euer Los Mich erbarmte, weil Mich übergroße Liebe zu euch erfüllte und weil Ich euch helfen wollte in eurer Not. Übergroßes Leid und unermeßliche körperliche und seelische Qualen mußte Ich erdulden um eurer Sünde willen, die euch von eurem Vater von Ewigkeit getrennt hielt. Doch Ich wollte euch die Rückkehr zu Ihm wieder möglich machen; Ich wollte, daß ihr zum Vater findet, daß aber auch der Vater Seine Kinder wiederhaben sollte, nach deren Liebe Er verlangt, weil ihr Kinder Seiner Liebe seid. Ich wußte um die unermeßliche Kluft zwischen Gott und euch. Ich wußte um die große Sündenschuld der einstigen Auflehnung der geschaffenen Wesen gegen Gott. Ich wußte es, worin eure Sünde bestand und daß die Tilgung dieser Schuld (Ewigkeiten erfordert hätte) in Ewigkeit nicht gesühnt werden konnte. Darum wollte Ich Mich selbst opfern, Ich wollte an eurer Statt Gott ein Sühneopfer darbringen, das Er gnädig annehmen sollte, weil nur die Liebe zu Gott und zu euch, Meinen gefallenen Brüdern, Mich dieses Opfer bringen ließ. Ich wollte eure Schuld bezahlen durch Meinen Tod am Kreuz. Ihr waret durch euren einstigen Abfall von Gott endlos weit getrennt von Ihm, und ihr hättet Ewigkeiten in dieser Entfernung verbleiben müssen, weil kein Weg führte nach oben, zu Ihm, Der euer aller Vater war. Für etwas frei und kraftvoll Geschaffenes aber ist die Entfernung von Gott ein unsagbarer Qualzustand - gebunden und ohne Licht und Kraft zu sein - gefesselt von einer Gott-gegnerischen Macht. Ich wußte um diesen Zustand, und er erbarmte Mich. Ich wollte einen Weg anbahnen nach oben. Ich wollte einen Kampf führen gegen den, der euch gebunden hielt. Ich wollte euch erlösen aus seiner Gewalt. Das Lösegeld aber war hoch. Mein Gegner verlangte einen Preis für die Seelen, der fast unerschwinglich war - und so bot Ich das Höchste, was Ich besaß - Ich gab Mein Leben hin am Kreuz. Ich mußte jedoch zuvor Mich Selbst Meines Lichtes und Meiner Kraft entäußern, die Mir als Zeichen Meiner Gottzugehörigkeit in aller Fülle eigen war. Ich mußte zu den Menschen herabsteigen aus der Höhe des Lichtes, Ich mußte als Selbst Mensch das Opfer bringen und somit einen Leidensgang gehen, der eure Erlösung zum Ziel hatte. Und Ich machte euch Menschen durch Meinen Kreuzweg den Weg frei nach oben, zu Gott. Ihr könnet nun selbst diesen Weg beschreiten und zu Gott gelangen, wenn ihr Mir nachfolget, wenn ihr Mein Opfer annehmet, wenn ihr euch unter das Kreuz Christi stellet, wenn ihr wollet, daß Ich auch für euch gestorben bin - dann seid auch ihr erlöst durch Jesu Christi Blut - dann ist eure große Sündenschuld getilgt. Dann ist das Opfer für euch nicht umsonst gebracht worden - Ich habe euch abgerungen dem Gegner Gottes, und ihr kehret als rechte Kinder wieder zurück zu eurem Vater von Ewigkeit.
Amen. B.D. NR. 5790.

 

Buch 63 5791

Weg nach Golgatha. Nachfolge Jesu.

16. Oktober 1953 B.D. NR. 5791.

Den Weg nach Golgatha zu gehen ist die rechte Nachfolge Christi. Ihr werdet das nicht verstehen, so ihr glaubet, daß Jesus Christus für euch diesen Weg gegangen ist, daß Er eurer Sünden wegen alle Qualen dieses Kreuzganges auf Sich nahm, euch also das Leid abgenommen und Selbst für euch getragen hat. Und ihr seid auch darüber im rechten Glauben. Er hat für euch die Schuld getilgt durch Seine Leiden und Sterben am Kreuz. Die Krönung Seines Erdenganges aber war die Vereinigung mit Seinem Vater von Ewigkeit - Er schloß Sich auf ewig mit Ihm zusammen - Er und der Vater wurden eins. Und um dieses Ziel zu erreichen, ist die Nachfolge Jesu der einzige Weg - um dieses Ziel zu erreichen, muß der Mensch auch ein leidvolles Erdenleben auf sich nehmen, er muß geduldig den Erdenweg zu Ende gehen, und ob er ihm noch so großes Leid, noch so große Trübsal und Entbehrungen bringt. Er muß den Kelch austrinken bis zur Neige und nur immer den göttlichen Herrn und Heiland vor Augen halten, Dem nachzufolgen sein ganzes Streben ist, und Dem auch er vereint sein möchte bis in alle Ewigkeit. Von Ihm wird dem Menschen auch Kraft zugehen, und so der Mensch schwach wird, steht der Heiland Jesus Christus neben ihm und stützet ihn, Er hilft ihm das Kreuz tragen, bis er sein Ziel erreicht hat. Und nun werdet ihr begreifen, warum fromme, Gott-ergebene Menschen oft von Leid und Krankheit verfolgt sind, warum ihnen ein Kreuz aufgebürdet wurde, das ihnen fast untragbar erscheint. Es geht um die Kindschaft Gottes, um den Zusammenschluß mit Ihm in der Weise, daß sie - als dem Vater am nächsten stehend - unbegrenzt Kraft und Licht empfangen können und unbegrenzte Seligkeit empfinden, die nur die gänzliche Vereinigung mit Ihm auslösen kann, und dieser Zustand daher das Köstlichste ist, was auf Erden erreicht werden kann, doch unter großen Opfern, unter Hingabe alles dessen, was auf Erden der Mensch als angenehm empfindet. Er muß in Wahrheit den Weg nach Golgatha gehen - er darf die Welt nicht mehr sehen, er muß mit ihr abgewandten Blicken Schritt für Schritt zurücklegen in Not und Qual. Er muß wissen, daß sein Körper nur für die Seele leidet, damit diese dann als völlig gereinigt vor das Angesicht Gottes treten kann, um vom Vater mit tiefster Liebe angenommen zu werden, als Sein Kind, das Ihm zuliebe Ihm nachgefolgt ist, das Ihm zuliebe den Kreuzgang auf Erden zurücklegte und das Er nun in alle Rechte eines Kindes einführt - denn es hat - als schon zum Vater zurückgekehrt - nun auch noch auf Erden die Probe abgelegt und bestanden, die jedes geschaffene Engelswesen zur völligen Verschmelzung mit seinem Schöpfer und Vater von Ewigkeit bestehen muß, um als vollendet nun schaffen und wirken zu können im Reiche des Lichtes.
Amen. B.D. NR. 5791.

 

Buch 63 5792

Wirkung des lebendigen Wortes.

18. Oktober 1953. B.D. NR. 5792.

Ein lebendiges Wort zu euch gesprochen wird auch seine Wirkung nicht verfehlen, weil ihr in seinen geistigen Sinn eindringet, weil euer Herz dadurch angesprochen wird, das es nun auch in sich bewegt und ihm die Kraft entzieht, mit der Ich Mein Wort gesegnet habe. Würdet ihr nur Mein Wort lebendig zu euch sprechen lassen, so wäre wahrlich keine geistige Not unter euch, denn wessen Stimme ihr willig anhöret, dessen Begehren kommet ihr auch nach, und also würde die Erfüllung Meines Willens gewährleistet sein und damit auch die Ordnung wiederhergestellt, die Urgesetz ist seit Ewigkeit. Darum spreche Ich euch immer wieder direkt an, darum suche Ich den Weg zu eurem Herzen durch Mein Wort. Darum trete Ich euch Selbst nahe und suche euch durch Meine Stimme aus einem tatenlosen Zustand aufzurütteln, Ich durchdringe gleichsam die Stille der Untätigkeit mit Meiner Stimme. Ich spreche euch an. Ich kann nur durch Mein Wort auf euch einwirken, und euer Wille selbst muß das Wort verwerten. Mein Wort klingt aber der Seele wie himmlische Musik, sowie sie es nur zu hören vermag. Und hören wird sie es dann, wenn der Mensch Mein Wort annimmt, darüber nachdenkt, wenn er es selbst zu sich sprechen lässet, wenn es bis zum Herzen dringen kann, was gleichbedeutend ist, daß es die Seele vernimmt - Worte, die nur am Ohr verhallen, Worte, die nur das Auge streifen und sie nicht zum Bewußtsein kommen lässet, sind tote Worte ohne Geist und Leben. Lebendig aber wird Mein Wort, so ihr euch zuvor in Verbindung setzet mit Mir, so ihr von Mir angesprochen zu werden wünschet und dann leset oder lauschet, was Ich euch zu sagen habe. Dann höret ihr gleichsam Meine Stimme direkt, auch wenn ihr sie dem Buch entnehmet, das Mein Wort in sich birgt. Ich spreche euch auch dann direkt an in diesen Worten, weil ihr begehret, Kraft von Mir zu empfangen, weil dieses Begehren euch veranlaßte, Mein Wort zu lesen oder zu hören. Jeder, der verlangt, von Mir angesprochen zu werden, steht auch schon im Segen und in der Kraft Meines Wortes. Jeder, der willig sein Ohr öffnet, wo Mein Wort zu vernehmen ist, der wird von Mir Selbst angesprochen, und in ihm ist Mein Wort wahrhaft lebendig, und es hat eine belebende Kraft - es treibt an zur Tätigkeit, die Meinem Willen entspricht; es treibt an zum Liebewirken und zum Gebet: - Denn wer einmal Mein lebendiges Wort vernommen hat, der wird es nicht bewenden lassen damit, er wird in Verkehr treten mit Dem, Der zu ihm Worte der Liebe und der Gnade spricht, und er wird diesen Verkehr nimmermehr abbrechen. Er hat einen Freund gefunden, Den er nicht mehr missen will, mit Dem er reden kann jederzeit in Worten oder in Gedanken und Der auf alles eingeht und antwortet, Der ihm nun Kraft zuführt, das Wort auch ausleben zu können, nicht nur Hörer, sondern Täter des Wortes zu sein, das als Zeichen Meiner Gegenwart jedem ertönen wird, der zum Leben erwachen will.
Amen. B.D. NR. 5792.

 

Buch 63 5793

Verbreiten der göttlichen Liebelehre nötig.

19. Oktober 1953. B.D. NR. 5793.

Euch allen gebe Ich Mein Wort, euch allen leite Ich das Evangelium zu in aller Reinheit, und ihr alle dürfet es empfangen durch Meine Jünger, die Ich wieder hinaussende mit dem Auftrag, es zu verbreiten unter den Menschen. Ihr müsset wissen um Meine Liebelehre, um Mein Erlösungswerk, ihr müsset wissen, was ihr tun sollet, um selig zu werden; ihr müsset unterwiesen werden, welcher Art die Seelenarbeit ist, die ihr an euch selbst vornehmen sollet, und es soll euch Aufschluß gegeben werden, in welcher Weise sich ein gutes und auch ein schlechtes Erdenleben auswirket nach dem Tode eures Leibes. Ich leite euch allen durch Meine Boten das Evangelium zu. Und daß es reine Wahrheit ist, das könnet ihr an euch selbst erfahren, sowie ihr Meine Gebote der Liebe erfüllet, sowie ihr nicht nur Hörer, sondern Täter Meines Wortes seid. Dann werden alle Meine Worte sich bestätigen, dann werden Meine Verheißungen sich erfüllen, an die immer gewisse Bedingungen geknüpft sind, um die ihr also wissen sollet. Ich muß Selbst mit euch sprechen, ihr müsset von Mir Selbst um Meinen Willen erfahren, weil ihr sonst euch nicht beeindrucken lasset, auch wenn ihr von menschlicher Seite angeregt werdet zur Änderung eures Lebenswandels. Die Kraft Meines Wortes soll an euch wirksam werden, ihr sollet angeregt werden zur Liebe, zum Tätigsein nach Meinem Willen. Und darum sende Ich euch Meine Boten zu, die in Meinem Namen euch ansprechen sollen, die darum lebendig reden können, weil sie von Mir Selbst ins Leben eingeführt worden sind und weil sie etwas selbst besitzen, was sie euch geben sollen - die reine Wahrheit, wie sie von Mir ihren Ausgang genommen hat. Diese Wahrheit euch zuzutragen ist ihre Mission, ihr Amt, für das Ich Selbst sie erwählt und ausgebildet habe. Darum könnet ihr ihnen Glauben schenken, so sie euch Mein Wort bringen, ihr könnet es euch zu Herzen nehmen und zu einem Schatz in euch werden lassen - ihr brauchet nicht zu zweifeln an ihren Worten, denn nicht sie, sondern Ich rede zu euch durch sie, nur daß Ich Mich einer menschlichen Form bediene, um euch nicht unfrei zu machen im Wollen und Glauben. Nehmet an, was sie euch künden, und befolget ihre Worte, und ihr werdet merklich die Kraft spüren - ihr werdet wohltätig berührt sein von ihnen, so ihr selbst guten Willens seid und Meine Ansprache auf euch wirken lasset. Denn sie verkünden euch nur Mein Wort - sie sagen euch nur, was ihr tun sollet, um selig zu werden.
Amen. B.D. NR. 5793.

 

Buch 63 5794

Vergöttlichung der geschaffenen Wesen.

21. und 22. Oktober 1953. B.D. NR. 5794.

Nimm die Botschaft des Herrn entgegen: Als Ich euch das Leben gab, verfolgte Ich einen Zweck - Mich Selbst in euch zu manifestieren, d.h., Meiner Kraft und Meinem Licht Formen zu geben, die als Wesen miteinander in Verbindung standen und die alle Mich Selbst als Liebekraft in sich trugen - so daß Ich Mich gleichsam in diesen Wesen Selbst formte, daß sie das gleiche waren wie Ich Selbst, doch jegliches im Ichbewußtsein stehend - daß Ich sonach Götter schaffen wollte gleich Mir. Ich stellte also Vollkommenstes aus Mir heraus, Ich vervielfältigte Mich Selbst in diesen von Mir geschaffenen Wesen, da sie in gleicher Vollkommenheit geschaffen waren und da aus Mir heraus nichts entstehen konnte, was mangelhaft war. Ich Selbst war in allen diesen Wesen vertreten, Ich hatte sie als Spiegelbild Meiner Selbst ins Dasein gerufen, wenngleich Ich Selbst diesen Wesen nicht schaubar war. Ich schuf Miniaturen Meiner Selbst - und erfreute Mich dieser Schöpfungen.

Doch alles Vollkommen-Erschaffene war Mein Werk - es war Mein Wille in ihm, es war von Meiner Liebe durchflutet und demnach nur etwas Erschaffenes, das nicht anders sein konnte, als es war. Und das befriedigte Mich nicht, denn Ich wollte etwas ebenso Freies um Mich haben, das wie Ich Selbst sich in aller Freiheit bewegen konnte. Ich mußte es unabhängig von Mir in gleicher Kraft und gleichem Licht hinausstellen und auf die Probe ankommen lassen, daß es nun die ihm gewährte völlige Freiheit so ausnützte, wie es Meinem Willen entsprach - ohne jedoch durch Meinen Willen das Wesen zu bestimmen. Ich mußte ihm völlige Willensfreiheit geben und Mich gleichsam isolieren von ihm - auf daß nun das Wesen seine Göttlichkeit unter Beweis stellen konnte und in der Vollkommenheit verbleiben, in der Ich es geschaffen habe - obgleich es auch von seiner Kraft und seinem Willen einen falschen Gebrauch machen konnte. Ich wollte Götter neben Mir haben, mit denen Ich wirken und schaffen konnte in höchster Seligkeit. Diese Götter aber konnte Ich Mir nicht schaffen, Ich konnte ihnen nur die Fähigkeit dazu geben, sich selbst zu Göttern zu gestalten. Ich wollte, daß die gleiche Seligkeit, die Mich erfüllte, auch den Wesen beschieden sein sollte, die Ich ins Leben rief in einem unermeßlichen Beglückungs- und Gestaltungsdrang, der sich stets mehr erhöhte, je mehr Ich schuf. (22.10.1953) Ich wollte nicht, daß sie ewig nur Meine Geschöpfe blieben, von Meinem Willen bestimmt zu ihrem Tun und Denken. Ich wollte ein jedes Wesen für sich frei schaffend wissen, unabhängig von Meinem Willen, weil Ich wußte, daß ein vollkommenes Wesen stets Meinen Willen in sich trug. Ein vollkommen von Mir erschaffenes Wesen also wäre nicht fähig gewesen zu einem Mir entgegenstehenden Willen, wenn es nicht auch gleichzeitig einen freien Willen gehabt hätte, der über sich selbst bestimmen könnte. Und dieser freie Wille war das Entscheidende. Kraft des freien Willens konnte das Wesen in seiner von Mir ihm geschenkten Vollkommenheit verbleiben, es konnte aber auch davon abgehen - es konnte das Wesen, das Ich höchst vollkommen gestaltet hatte, sich selbst umgestalten, seine Vollkommenheit einbüßen und zu einem Geschöpf werden, das nicht mehr Mein Ebenbild war - aber es war ein freies Wesen, das über sich selbst verfügen konnte und ebenso auch wieder sich umformen nach Meinem Ebenbild. Es konnte wieder vollkommen werden, war aber dann nicht mehr Mein Geschöpf, sondern Mein Kind - Mein im freien Willen gewordenes Ebenbild, ein göttliches Wesen, das außerhalb stehend war von Mir und doch mit Mir innigst verschmolzen durch gleiche Liebe, gleichen Willen und gleiche Wesensart. Etwas Unvollkommenes zu schaffen, das die Umwandlung zu Meinem Ebenbild erreichen sollte, war Mir nicht möglich, denn aus Mir kann nur höchst Vollkommenes hervorgehen, doch das Erschaffene zu Göttern zu wandeln muß der Wille des erschaffenen Wesens selbst vollbringen - weil zur höchsten Vollkommenheit unwiderruflich der freie Wille gehört.

Da in Mir das Liebeprinzip vorherrscht, da Ich Selbst die ewige Liebe bin, ist immer nur die Liebe bestimmend gewesen bei dem Erschaffungsakt, und die Liebe verfolgt auch ein Ziel - einen Seligkeitszustand Meiner Geschöpfe, der unübertrefflich ist, jedoch erst dann, wenn die Geschöpfe zu Meinen Kindern geworden sind. Denn Meine geschaffenen Werke sind trotz aller Vollkommenheit nicht unbegrenzt selig zu nennen, solange sie keinen freien Willen besitzen. Der freie Wille jedoch muß die Vollkommenheit unter Beweis stellen - das, was dem Wesen gegeben ist, muß es wertschätzen und behalten wollen, trotz der Möglichkeit, es aufgeben zu können. Und diese Entscheidung ist von dem vollkommen von Mir Erschaffenen gefordert worden und wird so lange von ihm gefordert werden, bis das Wesen sein Ziel erreicht hat, bis es aus freiem Willen die Vollkommenheit, die Vereinigung mit Mir, anstrebt - bis es zu Meinem Ebenbild geworden ist.
Amen. B.D. NR. 5794.

 

Buch 63 5795

Zweck der Schädlinge. Motiv der Zerstörungen.

23. und 25. Oktober 1953. B.D. NR. 5795.

Alles Irdische dienet nur zur Vollendung des Geistigen. Der Gang der Aufwärtsentwicklung ist Mein Plan von Ewigkeit, der einmal zustande bringen soll, daß sich nur vollkommenstes Geistiges in Meiner Nähe bewegt - daß alles vergöttlicht ist, wie es Meine Liebe ersehnt. Unzählige Verformungen sind dazu nötig, unzählige Entwicklungsstadien sollen dieses Werk der Vergöttlichung zuwege bringen, wie es Meine Weisheit erkannte als einmal Erfolg eintragend. Ewigkeiten nun benötigte dieser Plan, und Ewigkeiten kann ein Wesen dazu gebrauchen, bis es als vergöttlicht in Meiner Nähe weilen kann. Es ist das Erdenleben als Mensch nur ein winzigster Bruchteil dieser Zeit der Entwicklung, doch für euch Menschen unfaßbar lange Zeit ist diesem Dasein als Mensch vorausgegangen, in der sich die Seelensubstanzen erst finden mußten und sich zusammenschließen, denn die Naturschöpfung barg alle diese Partikelchen zuvor und gab sie nicht eher frei, wie es Mein Heilsplan von Ewigkeit zuließ. Wenngleich das Geistige durch Meinen Willen gebunden war in Meiner Schöpfung, so bestimmte doch dieses Geistige selbst die Dauer seines Aufenthaltes in jedem einzelnen Schöpfungswerk, durch seinen Widerstand bzw. das Aufgeben seines Widerstandes, und diesem entsprechend lockerte Ich seine Fesseln. Ich band es in immer leichter auflösbare Formen, bis zuletzt der Wechsel der Außenformen immer rascher aufeinanderfolgte - was durch das ständige Werden und Vergehen in der Tier- und Pflanzenwelt erklärlich wird, deren Neuschöpfungen immer wieder das Geistige aufnimmt, das der letzten Verkörperung als Mensch nahe ist. In diesen letzten Phasen vor der Verkörperung als Mensch drängt das Geistige selbst schon seiner Freiwerdung aus der Form entgegen und dienet auch, wenn auch noch nicht vollbewußt. Es ist dieser Grad der Entwicklung zu erkennen in dem "Leben" in der Natur. Denn alles, was Leben bezeugt, ist tätig und nützet die ihm zuströmende Kraft. Und so ist alles "Lebende", insbesondere aber die Tierwelt, auf diesem Entwicklungsgrad angelangt, der verringerten Widerstand erkennen lässet - der die Verformung als Mensch zuläßt zum Ablegen der letzten Willensprobe. (24.10.1953) Es ist nun aber auch jedem Lebewesen eine dienende Aufgabe gesetzt - ganz gleich, in welchem Entwicklungsgrad es steht. Es erfüllt jedes im Mußgesetz durch die Schöpfung wandelnde Geistige einen dienenden Zweck - es trägt bei zur Erhaltung und zum Bestehen wieder anderer Schöpfungswerke und ist sonach tätig im aufbauenden Sinn, wie es aber auch noch dienen kann mit der Hingabe seiner Form, die gleichzeitig ihm eine höhere Entwicklungsstufe einträgt - eine neue Verformung zwecks rascheren Ausreifens. Es ist ein ständiges Werden und Vergehen in der Schöpfung zu verfolgen, teils naturbedingt, teils durch Naturtriebe, die als göttliches Gesetz in die Lebewesen hineingelegt sind, die aber - weil sie Meinem Plan von Ewigkeit entsprechen, nicht negativ betrachtet werden dürfen, selbst wenn es den Anschein hat von Grausamkeit und Gefährdung des schwachen, nicht wehrfähigen Geschöpfes. Solange sich das Geistige im Mußzustand befindet, bedeutet jegliche Zerstörung der Außenform für jenes Freiwerdung aus der Fessel und Fortschritt im Entwicklungsgang. Es ist jedoch dabei zu beachten, welches Motiv der Zerstörung einer Form zugrunde liegt. Jede Umwandlung der Materie, die Geistiges in sich birgt, muß das Motiv der Zweckmäßigkeit zum Wohl des Mitmenschen aufweisen können, ansonsten es eine widerrechtliche Zerstörung ist, die sich ungünstig für das Geistige und folgenschwer für den Zerstörenden auswirkt. Immer muß Zweck und Ziel der Wandlung einer Außenform von der Liebe des Menschen zum Mitmenschen zeugen. Dann wird auch der Wandlungsprozeß sich segensreich auswirken. Und ebenso können auch Außenformen von Lebewesen zerstört werden, ganz Meinem Liebeprinzip entsprechend, wenn der Zweck dessen ist, aufbauende Substanzen zu gewinnen, die wieder das Leben anderer Wesen sichern. Denn Meine Schöpfungen sind füreinander geschaffen worden, daß eines dem anderen diene zur Erhaltung. Es ist jedem Schöpfungswerk, auch den Lebewesen, eine Bestimmung zugewiesen worden, die also auch dem Geistigen den Fortschritt sichert. Kein Schöpfungswerk ist nur für sich selbst erschaffen, und erster und letzter Zweck ist die Aufwärtsentwicklung des Geistigen, weshalb ein Auflösen der jeweiligen Form eine zwingende Notwendigkeit ist - die Ich wohl auch zeitmäßig bestimmt habe, aber auch diesen Auflösungen Meine Weisheit unendlich viele Veranlassungen gab - und die Lebewesen selbst auch zu Ausführenden Meines Planes bestimmte - daß also nicht selten eines das Leben des anderen beendet. (25.10.1953) Kein Vorgang spielt sich ab im gesamten Universum ohne Mein Wissen, und alle Vorgänge im Naturleben - in der Schöpfung, die das noch im Mußgesetz wandelnde Geistige birgt - sind von Meinem Willen bestimmt; wohingegen im Zustand des freien Willens nun auch der Mensch selbst bestimmend ist und dieser nun handelt mehr oder weniger Meinem Willen entsprechend, er jedoch auch nicht gehindert wird, auszuführen, was er will. Und nun können also wieder durch menschlichen Willen Formen aufgelöst werden, die noch das gebundene Geistige umhüllen - sei es die harte Materie oder auch Pflanzen und Tiere - eben alles, was noch nicht selbst über freien Willen verfügt. Und nun ist das Motiv dieser Auflösungen maßgebend, ob sie von Mir gutgeheißen werden, ob sie Meinem Willen entsprechen. Ein jegliches Schöpfungswerk ist zum Dienen bestimmt, ein jegliches Schöpfungswerk soll einem anderen zum Nutzen gereichen.

Wie aber erkläret ihr euch die unzähligen kleinen und kleinsten Lebewesen, die im wahrsten Sinne des Wortes eine Plage für die Menschen bedeuten? Und die doch auch Meine Werke sind? - Auch diesen Lebewesen liegt eine Aufgabe ob: Geistige Substanzen in sich aufzunehmen, die noch unwillig sind zum Dienen - die wohl schon einen endlos langen Entwicklungsgang zurückgelegt haben, zeitmäßig also das Stadium erreicht haben, wo sie sich betätigen sollten, die noch Widerstand leisten, den sie nun in einem gewisserart negativen Wirken zum Ausdruck bringen, indem sie sich zerstörend betätigen - indem sie das Vergehen von Schöpfungswerken beschleunigen - und indirekt nun doch wieder beitragen zur Auflösung der Form. Den Menschen aber sind solche Zerstörungen, hervorgerufen durch sogenannte Schädlinge, widergesetzlich erscheinend, und darum gehen sie gegen diese vor - was auch wieder in Meinem Willen liegt, weil sie damit nur eine Besserung bezwecken, weil sie sich selbst und ihre Mitmenschen schützen wollen gegen ungünstige Auswirkungen und gleichzeitig sie nun die Verformung dieser Substanzen wieder auflösen. Das Auflösen jeglicher Form zur Freigabe des darin gebundenen Geistigen ist nötig für den Entwicklungsgang dessen, nur muß das Motiv gut sein, es muß wieder ein dienender Zweck damit verbunden sein, dann hat es Meine Zustimmung und gereichet der Menschheit zum Segen. Denn alles, was als schädigend erkannt wird, alles, was im Pflanzen- oder Tierreich Verwüstung anrichtet, ist Träger noch argen Geistigen, das sich austoben will und darum immer wieder in neue Formen gebunden wird, bis es sich gesänftigt hat, und das darum letzten Endes dankbar ist für das Zerstören der Form durch Menschenwillen. Es war keine Willkür, die Mich zur Erschaffung jener schädlichen Lebewesen bewog. Auch diese sind als Kraftstationen in dem großen Erlösungsprozeß tätig, und sie dienen auch dazu, schlechte Triebe abzustoßen, wodurch zwar andere Schöpfungen, auch der Mensch, leidvoll oder unangenehm berührt werden können, doch ihrerseits nun auch wieder reifen können, sowie sie recht darauf reagieren - also helfen, wenn es gilt, andere Menschen oder Tiere davor zu schützen oder geduldig und ergeben die kleinen Mißhelligkeiten des Lebens auf sich zu nehmen. Es spielt sich alles gesetzmäßig im Universum ab, auch wenn es den Menschen erscheint, daß sie selbst anders handeln, also
B.D. NR. 5795
gesetzwidrige Vorkehrungen treffen. Nur ist der Wille des Menschen entscheidend, wie ihm sein Denken und Handeln dereinst angerechnet wird. Doch der Entwicklungsgang eines jeden Wesens ist vorgezeichnet seit Ewigkeit, und auch die im verkehrten Willen getätigten Werke des Menschen sind einberechnet und werden von Mir stets so in ihrer Auswirkung gelenkt, daß sie dem aufwärtsstrebenden Geistigen zum Besten dienet.
Amen. B.D. NR. 5795.

 

Buch 63 5796

Überwinden der Materie. Geistiges Reich.

26. Oktober 1953. B.D. NR. 5796.

Solange euer Sinnen und Trachten nur der Welt und ihren Gütern gilt, werdet ihr Mein Reich schwerlich ererben, denn Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Mein Reich kann nur erworben werden durch Hingabe dessen, was euch Menschen noch begehrenswert ist. Mein Reich erfordert die Überwindung der Materie, denn dann erst könnet ihr frei werden aus der Form und in Mein Reich eingehen, wenn ihr euch von allem löset, was Meinem Gegner angehöret. Die materielle Welt ist sein Reich, wenngleich er keinen Einfluß hat auf die Materie an sich. Einen desto größeren Einfluß aber hat er auf die Menschen, die als Seele das Geistige in sich bergen, das nun in dem Stadium der Entwicklung angelangt, wo es seiner Herrschaft entfliehen kann, wo es jeglicher Außenform sich entledigen kann bei rechter Nützung des Willens. Dann wendet er seinen Einfluß im Übermaß an, um den Menschen an die Materie zu ketten, um den Willen verkehrt zu richten, daß er wieder nur das anstrebt, was er längst schon überwunden hat. Die materielle Welt ist eure stärkste Willensprobe, denn ihr sollet ihr entsagen, ihr sollet freiwillig verzichten auf alles, was euch zur Erdenlebenszeit begehrlich erscheint, ihr sollet nach dem geistigen Reich trachten, also wählen und euch entscheiden für Mein Reich oder für das Reich Meines Gegners. Dieser locket euch mit seinen Gütern - bedenket aber, daß diese Güter vergänglich sind, daß sie an sich vergehen können oder auch von euch hingegeben werden müssen in der Stunde des Todes. Ihr könnet sie euch nicht für dauernd sichern, ihr geht ihrer unwiderruflich verlustig bald oder später. Daran denket und schaffet und wirket und erwerbet euch daher frühzeitig Güter, die euch nicht genommen werden können, Güter, die unvergänglich sind, die erst in ihrem Wert recht erkannt werden in der Ewigkeit, nach dem Tode des Leibes, die dann der Seele Reichtum sind, der sie unendlich beglücken wird. Das Verlangen nach der Materie macht euch blind für geistige Güter, ihr könnet sie nicht erkennen als das, was sie sind, weil alle Gedanken in euch nur irdisch gerichtet sind und euch geistige Strömungen nicht berühren können, denn Mein Reich ist nicht von dieser Welt, Mein Reich kommet aber zu jedem, der es begehret. Darum löset euch von dem, was euch den Eingang in Mein Reich verwehret. Machet euch frei vom Verlangen nach irdischen Gütern, darbet und verzichtet, solange ihr auf Erden weilet, um dann in aller Fülle zu empfangen Meine Güter der Liebe im geistigen Reich.
Amen. B.D. NR. 5796.

 

Buch 63 5797

Unwiderruflich kommt das Ende.

28. Oktober 1953. B.D. NR. 5797.

Ihr könnet das Ende nicht mehr aufhalten. Die Frist ist abgelaufen, und es bleiben euch nur noch wenige Tage bis zum Ende - gerade noch die Zeit, die Ich als nötig erachte, um denen noch Rettung zu bringen, die noch wandlungsfähig und willig sind. Denn Mein Auge sieht alles, und Mein Ohr hört alles, und so sind Mir auch die feinsten Regungen eines Menschenherzens bekannt. Und da Meine Liebe allen Meinen Geschöpfen gilt, so komme Ich noch denen zu Hilfe, die Meine rettende Hand ergreifen und um deren Willen Ich seit Ewigkeit weiß. Allen komme Ich zu Hilfe, die sich helfen lassen wollen. Und so wird keiner am Ende sagen können, daß ihm Meine rettende Hand nicht geboten worden sei. Denn Mich dauert ein jedes Geschöpf, das am Ende dieser Erde das harte Los der Gefangenschaft antreten muß auf den Schöpfungen der neuen Erde - das schon den Zustand des freien Willens erreicht hatte und nun wieder gebunden wird auf endlos lange Zeit. Und darum wende Ich wahrlich alle Mittel zuvor an, um die Menschenherzen noch Mir zuzuwenden, die Mich noch nicht anerkennen wollen. Ich tue wahrlich alles, was eine Wandlung der Menschenherzen zur Folge haben könnte. Doch Ich muß den Menschen ihren freien Willen belassen und kann sie nicht zwangsmäßig Mir zuleiten. Aber das Ende kommt unwiderruflich - wenn Mein Erlösungswerk vollbracht ist auf dieser Erde, wenn den wenigen noch geholfen worden ist, die Hilfe annehmen. Und es ist nur noch eine kurze Zeit - wo aber noch große Arbeit geleistet werden soll in erlösendem Sinne - wo die Lichtwelt überaus eifrig tätig ist, die Dunkelheit zu durchbrechen, wo in jeder Weise auf das Denken der Menschen eingewirkt wird, um ein Ende dieser Erde glaubhaft zu machen. Und jeder, der dazu beiträgt, Licht zu verbreiten, der hilft mit, das Erlösungswerk zu vollbringen. Jeder, der in erlösendem Sinne tätig ist, findet Meine Unterstützung in reichstem Maß, denn Ich segne alle, die helfen, Seelen zu retten vor dem entsetzlichen Lose einer Neubannung in der Materie auf der neuen Erde. Und ob der Reifegrad noch so niedrig ist - wenn nur der Mensch bei seinem Ableben Mich erkennt und anerkennt - dann ist im Jenseits seine Aufwärtsentwicklung gesichert. Doch völlig ohne Glauben sein am Ende der Tage macht den Menschen hörig Meinem Gegner, und er muß dessen Los teilen am Tage des Gerichtes. Ihr Menschen müsset glauben an Mich, wenn ihr wollet, daß Ich euch gnädig sei.
Amen. B.D. NR. 5797.

 

Buch 63 5798

Unglaube den Ankündigungen gegenüber.

29. Oktober 1953. B.D. NR. 5798.

Ihr Menschen bringet den Hinweisen auf das Ende keinen Glauben entgegen - ihr lebet in der Welt, ihr wollet nichts gelten lassen, was außerhalb der irdischen Welt sich vorbereitet und mit Sicherheit auch abspielen wird in der von Mir festgesetzten Zeit. Ich kann den Glauben daran nicht in euch hineinverpflanzen, er muß in euch selbst erstehen, und Ich kann euch nur immer helfen, indem Ich eure Augen hinlenke auf Zeitereignisse, die euch wahrlich aufmerksam machen sollten. Denn Ich kündigte die Zeichen der Endzeit an durch Seher und Propheten, die nur in Meinem Willen aussprechen, was ihnen für die Zeit des Endes ersichtlich war. Und Ich kann euch auch nun nur aufmerksam machen, Ich kann euch nur immer wieder ermahnen, achtsam zu sein dessen, was um euch vorgeht. Und ihr werdet dann sicher erkennen, in welcher Stunde ihr lebt. Denn Ich lasse euch nicht ungewarnt das Ende erleben, es kommt nicht ohne Ankündigung über euch; doch sowie ihr diesen Ankündigungen keinen Glauben schenkt, wird es überraschend kommen, weil Mein Wort sich erfüllet, weil es die alleinige Wahrheit ist. Und ob euch auch menschlicherseits ein Aufstieg versprochen wird - auch dieser hält das Ende nicht auf, und er wird nur dort augenfällig in Erscheinung treten, wo kein Glaube mehr ist, wo nur die Welt beachtet wird, wo Mein Gegner die Oberhand gewonnen hat. Und auch das ist ein Zeichen des nahen Endes. Denn es wird sein wie zu Zeiten Noahs. Die Menschen werden in der Sünde leben, sie werden nur noch genießen und der Welt abringen, was sie können - aber Meiner nicht mehr achten. Und wenn ihr nur die Einstellung der Menschen zu Mir, zu eurem Gott und Schöpfer von Ewigkeit, verfolget, dann könnet ihr auch darin ein Zeichen der Endzeit erblicken. Es ist kein Glaube mehr unter den Menschen, und das darum, weil ihnen auch die Liebe fehlt. Die Liebe ist erkaltet unter den Menschen - und darum auch der Glaube erstorben, denn selbst, die sich gläubig nennen, die einen Gott und Schöpfer nicht gänzlich leugnen, haben keinen lebendigen Glauben, ansonsten sie sich auf das Ende vorbereiten müßten, ansonsten sie den Hinweisen auf das Ende unbedenklich Glauben schenken würden. Alle Mahnungen und Warnungen fruchten nichts bei denen, an die sie gerichtet sind. Und ob Ich auch ganz laut und deutlich an ihre Herzenstür poche, ob Ich sie aufschrecke durch ungewöhnliche Ereignisse in ihrem Leben oder ihrer Umgebung, sie sehen nur mit irdischen Augen und erkennen Meine Stimme nicht, auch wenn sie deutlich zu ihnen spricht. Und je näher es dem Ende zugeht, desto bestimmter weisen sie die Hinweise ab, immer unwahrscheinlicher ist es ihnen, daß eine höhere Macht eingreifet - aber desto reifer sind die Menschen für den Untergang. Und alles wird kommen, wie Ich es verkündet habe.
Amen. B.D. NR. 5798.

 

Buch 63 5799

Kommen des Herrn. Entrückung.

30. Oktober 1953. B.D. NR. 5799.

Ihr werdet Mich kommen sehen in den Wolken - es wird sich das geistige Reich zu euch herniedersenken; denn ihr, die ihr Mir treu bleibet bis zum Ende, ihr seid schon zu Bewohnern des geistigen Reiches zu zählen, wenngleich ihr noch den Fleischleib traget - ihr habt dann die Reife erreicht, daß ihr Mich schauen dürfet von Angesicht zu Angesicht. Doch in Wolken verhüllet komme Ich euch entgegen. Denn Meines Lichtes ganze Fülle ertraget ihr noch nicht, wenngleich ihr Mich schauen könnet, ohne zu vergehen. Der Vorgang der Entrückung und Meine Wiederkunft zur Erde ist nur Meinen Gläubigen verständlich und darum auch glaubhaft. Und ob Ich auch immer wieder diese Meine letzten Ereignisse begründe und zu erklären suche - die Menschen dieser Erde werden nichts Ungewöhnliches, Natur-Widriges gelten lassen, weil sie für Geistiges kein Verständnis haben, weil sich ihnen auch nichts Geistiges offenbaren kann. Und darum werden sie Mich auch nicht erblicken können, wenngleich ihr, Meine Gläubigen, jubelnd und verlangend die Hände nach Mir ausstrecken werdet - Sie sehen nichts. Doch der Vorgang der Entrückung bleibt ihnen nicht verborgen und wird sie in großes Entsetzen stürzen - denn auch dieser ist naturwidrig, daß ihr Mir entgegenschwebt, daß Ich euch zu Mir ziehen und eure Körper also lebend die Erde verlassen werden, der Höhe, dem Licht entgegen. Doch auch das Licht erschauen die Ungläubigen nicht, weil sich das Licht nicht Eingang verschafft, wo es noch auf Widerstand stößt. Denn auch der Vorgang der Entrückung, das ungewöhnlichste Erleben auf dieser Erde, könnte noch die Menschen bekehren, die davon Kenntnis erhielten, wenngleich sie es nicht angenommen haben. Ein kurzer Gedanke daran könnte noch in letzter Minute den Menschen zu einem Ruf zu Mir veranlassen, und er wäre gerettet vor dem Verderben. Darum lasse Ich die Entrückung sichtbar vor sich gehen, um wahrlich jede Rettungsmöglichkeit auszunützen. Doch die Herzen der Menschen sind schon zu sehr verhärtet, als daß sie Meine Liebe zu erkennen vermögen. Ihr aber sollet Mich sehen - und alles Leid wird vergessen sein, denn nun seid ihr schon nicht mehr Bewohner dieser Erde, sondern in Meinem Reich, denn ein Ort des Friedens nimmt euch auf, der nicht mehr an die alte Welt gemahnet. Mein Kommen in den Wolken ist euch Menschen angekündigt seit Meiner Auffahrt zum Himmel - und immer wurde Ich erwartet von den Meinen. Mein Kommen ist aber auch das Ende dieser Erde, und erst beim Ablauf einer Erlösungsperiode bin Ich zu erwarten, weil Mein Kommen das Ende bedeutet und die Entrückung der Beginn einer neuen Epoche - weil alle Voraussetzungen erst zu erkennen sein müssen, die eine Auflösung der Erdschöpfungen bedingen. Denn sowohl Meine Wiederkunft zur Erde als auch die Entrückung der Meinen konnte nicht geschehen, solange nicht für die Menschen der endgültige Gerichtstag gekommen war - eben weil beide Erscheinungen für die noch lebenden Menschen einen Glaubenszwang (bedeutet hätten) bedeuten würden und weil Ich nicht Ungewöhnliches geschehen lasse, um die Menschen zum Glauben an Mich zu bewegen. Erst das letzte Ende auf dieser Erde war dafür vorgesehen, und erst das letzte Ende hat eine Scheidung der Geister gezeitigt. Und dann komme Ich Selbst zu den Meinen und hole sie, auf daß sie der großen Not enthoben sind, auf daß sie den Lohn empfangen für ihre Treue - und jubeln und lobpreisen Den, Den sie nun erschauen in aller Herrlichkeit.
Amen. B.D. NR. 5799.

 

Buch 63 5800

Erschaffung des Menschen. Sündenfall.

31. Oktober und 1. und 2. November 1953. B.D. NR. 5800.

Endlos lange Zeit benötigte das gefallene Geistige zu seiner Aufwärtsentwicklung, und endlos lange Zeit erforderten auch Meine einzelnen Schöpfungen, die gleichsam mit dem darin gebundenen Geistigen auch sich entwickeln mußten, um immer reiferes Geistiges in sich bergen zu können. Immer wieder wurden neue Formen erschaffen und immer wieder diesen Formen eine Bestimmung zugewiesen. Es entstand also die irdische Schöpfung nicht im Augenblick, sondern unendlich lange Zeiträume sind vergangen, bis das Geistige in allen Reifegraden die für dieses erforderliche Außenform fand, weil die immer ansteigende Reife auch immer wieder neue Schöpfungen bedingte, die es aufnehmen konnten. Solange aber das Geistige im Mußgesetz wandelte, bedeutete also Meine schöpferische Tätigkeit: Erschaffen der Erde als Ausreifungsstation für das zutiefst gefallene Geistige, das darin eine Reife erlangen sollte, die dem gebundenen Geistigen den freien Willen zurückgab, den es einst mißbraucht hatte.

Nun aber mußte auch eine Außenform geschaffen werden für dieses ausgereifte Geistige, damit es in dieser Form wieder den freien Willen erproben konnte. Es war dieses Schöpfungswerk der Mensch, der sich von allen zuvor erstandenen Schöpfungen insofern unterschied, als daß er nebst dem freien Willen auch mit Verstand und Vernunft begabt war - mit einer Denkfähigkeit, mit Ichbewußtsein und mit der Fähigkeit, sich durch die Sprache austauschen zu können mit seinen Mitmenschen, weil das Zusammenleben zur Willenserprobung die nötigen Voraussetzungen ergab. Die äußere Form des Menschen war schon in den letzten Stadien im Mußzustand vorhanden und zur Aufnahme unzähliger ausgereifter Seelensubstanzen bestimmt worden, doch diese Lebewesen handelten noch im Mußzustand, wie es das Naturgesetz verlangte, und waren sonach nicht für ihr Handeln verantwortlich - sie waren nur in ganz geringem Maß denkfähig, jedoch als Sammelbecken für das in endlos langer Entwicklungszeit ausgereifte Geistige ebenfalls Schöpfungswerke, die Meine Weisheit und Liebe für dieses Geistige geformt hatte. Als Menschen waren aber erst die Lebewesen anzusprechen, die im Besitz des freien Willens, des Verstandes und des Ichbewußtseins waren.

Und nun erst setzte der Plan der Vergeistigung dieser Geschöpfe ein - der nun erforderte, daß diese Wesen - die Menschen - von Mir belehrt wurden - die ihre Denkfähigkeit, ihren Verstand und ihren freien Willen nützen sollten diesen Meinen Belehrungen gemäß und die nun kraft ihres freien Willens leben und schaffen konnten auf Erden - die sich zu Göttern gestalten, aber auch gänzlich Meinen Belehrungen und Meinem Willen zuwiderhandeln konnten und zur Tiefe zurückkehren, aus der sie emporgestiegen waren. Ich schuf den Menschen. Ich gab dem in einem bestimmten Reifegrad stehenden Geistigen eine Außenform, die wieder Meiner Weisheit und Meiner Liebe entsprach und auch der Aufgabe, die nun der Mensch zu erfüllen hatte. Die Außenform wurde erst zu einem lebenden Wesen, als das Geistige darin Aufenthalt nahm - die Zusammensetzung unzähliger Partikelchen, die nun als "Seele" der Form das Leben gab. Denn das Geistige ist ständig wirkende Kraft und war wohl während der Vorstadien, während des endlos langen Entwicklungsganges, gebunden und zu ungehemmter Tätigkeit unfähig; doch in der letzten Außenform, im Menschen, kann es wieder tätig werden. Es kann seine ihm eigene Kraft entfalten und sie durch den Zusammenschluß mit Mir unbeschränkt vermehren. Den ersten Menschen stand Meine Kraft ungemessen zu Gebote; sie waren ausgestattet in ungewöhnlicher Weise, weil ihr Probeleben auf der Erde dazu führen sollte, daß sie als völlig vergeistigt ihre irdische Hülle ablegen und wieder zurückkehren sollten als rechte Kinder in ihr Vaterhaus. Doch die Willensprobe mußte ihnen gestellt werden, die Ich von einem jeden erschaffenen Wesen fordere; das Bestehen dieser Probe der ersten Menschen hätte alle nachfolgenden Menschen leicht das letzte Ziel erreichen lassen. (1.11.1953) In den ersten Menschen hatte Ich Mir Wesen geschaffen, die trotz ihrer Unzulänglichkeit - d.h. ihrer mangelnden Vollkommenheit als Folge des Abfalles von Mir - doch zur Erkenntnis Meiner Selbst gelangen konnten, die sich selbst erkannten als Geschöpfe - die also durch ihre Denkfähigkeit und ihren freien Willen Meinen Willen erkennen und ausführen konnten. Ich hatte Mir Wesen geschaffen, denen Ich Mich trotz ihres Abstandes von Mir verständlich machen konnte, die Mein Wort vernehmen und auf sich wirken lassen konnten, was zuvor, im Zustand des gebundenen Willens, unmöglich war. Der Mensch also war das erste irdische Schöpfungswerk, das einen gefallenen Urgeist in sich trug und nun diesem Urgeist wieder verhelfen sollte, auch in seinen Urzustand zurückzukehren, um wieder als freies Geistiges in ewiger Vereinigung mit Mir schaffen und wirken zu können. Das war die Aufgabe des ersten erschaffenen Menschen, und es bleibt die Aufgabe aller Menschen bis zum Ende, bis zur restlosen Vergeistigung alles Gefallenen. Es war eine nicht allzu schwere Willensprobe, die der erste Mensch abzulegen hatte. Doch zu dieser Erprobung mußte auch Meinem Gegner das Recht zugebilligt werden, auf ihn einzuwirken. Und diesem Einwirken erlag der Mensch. Er wurde ein zweites Mal Mir abtrünnig, und es war dies der erste Sündenfall auf dieser Erde - der Sündenfall, von dem die Menschheit Kenntnis hat, auch wenn sie nichts von dem einstigen Abfall des Geistigen von Mir weiß. Dieser aber erklärt erst alles. Denn der erste Mensch hätte nicht fallen können, wenn er das erste wesenhafte Schöpfungswerk aus Mir gewesen wäre, das im Vollbesitz von Kraft und Licht hätte stehen müssen, weil aus Mir nur Vollkommenes hervorgehen kann. Denn es hätte dann noch keine Gegenkraft auf ihn einwirken können. Die Begründung seines Falles aber ist in jenem Abfall der Geister zu suchen und also in der noch nicht voll ausgereiften Seele des Menschen, die sich zwar bewähren konnte, aber nicht bewähren mußte. Es hatte der Mensch zwar den Verstand und den freien Willen und darum auch eine Verantwortung zu tragen für seine Seele. Und also mußte der Mensch seine Schuld büßen. Mein Gegner behielt die Macht über das als Mensch verkörperte Geistige, und das bedeutet für jeden Menschen einen mühseligen, mit Kampf und Leiden verbundenen Erdenlebensgang mit dem Ziel, sich seiner Gewalt zu entwinden - ein Ziel, das auch der Mensch erreichen kann, weil Jesus Christus dem durch den Sündenfall Adams geschwächten Menschengeschlecht zu Hilfe kam und die Erlösung also gewährleistet ist für jeden, der Ihn anerkennt als Gottes Sohn und Erlöser der Welt und Ihm willig nachfolgt. Der erste Mensch hätte die Brücke erbauen können, auf der dann alle seine Nachkommen zu Mir gelangen konnten - doch da er fiel, mußte die Menschheit noch lange in der Knechtschaft des Satans verharren, bis der Erlöser kam, bis Jesus Christus zur Erde niederstieg, um nun eine Brücke zu schlagen in das geistige Reich durch Sein Leiden und Sterben - durch Seinen Tod am Kreuze. (2.11.1953) Der Willensentscheid, der von Meinem erstgeschaffenen Wesen - von Luzifer - gefordert wurde, war keineswegs als ein Gebot zu betrachten, vielmehr war es dem Wesen völlig freigestellt, nach einer Richtung hin seinen Willen zu wenden, und die Richtung seines Willens war allein in seinem Verlangen nach Macht und Alleinherrschaft begründet. Es war sich wohl bewußt, aus Mir hervorgegangen zu sein, glaubte sich jedoch auch allein regierend sein zu können, weil es Mich nicht sah. Es erkannte Mich als seinen Ausgang, es wollte Mich aber nicht anerkennen. Und diesen Willen hatte nicht Ich in das Wesen hineingelegt, sondern das Wesen selbst hatte den von Mir ihm geschenkten freien Willen so gewandelt. Das war der Unterschied zwischen dem ersten Fall Luzifers und dem Sündenfall des ersten Menschen - denn dieser trug noch den verkehrten Willen in sich, und darum gab Ich ihm ein Gebot, das er nicht übertreten sollte - ein Gebot, das er auch leicht hätte halten können, wenn nicht der Gegengeist auf ihn eingewirkt hätte, der darum einen starken Einfluß hatte auf den Menschen, weil dieser im Grunde
B.D. NR. 5800
noch sein Anteil war - weil er noch nicht die Vollkommenheit wiedererlangt hatte, die einen Fall unmöglich machte. Ein vollkommen erschaffener Mensch hätte nicht fallen können, d.h., er wäre zur Übertretung dieses Gebotes nicht fähig gewesen, weil das vollkommene Geistige im Menschen diesen zurückgehalten hätte von jedem Gott-widrigen Tun. Die Erschaffung des Menschen war aber erst die Folge des Falles Luzifers und seines Anhanges, denn Ich hätte es sonst wahrlich nicht nötig gehabt, dem von Mir ins Leben gerufenen Geistigen Außenformen zu geben als Umhüllung. Die Form des Menschen aber barg das gefallene Geistige, und somit war der Mensch Adam mit jener einstigen Sünde schon belastet, die er aber abstoßen konnte, wenn er Meines Gebotes geachtet hätte. Es wäre ihm möglich gewesen, die Erbschuld zu tilgen - sein Fall verzögerte die Rückkehr des gefallenen Geistigen zu Mir wieder endlose Zeiten, doch sie ist möglich geworden durch das Erlösungswerk des Menschen Jesus, Der ohne ein Gebot Meinerseits das getan hat, was der Mensch Adam tun sollte - völlig in Meinen Willen einzugehen und durch ein Liebeleben wieder auf Erden sich mit Mir zusammenzuschließen und in den Vollbesitz von Kraft und Licht zu gelangen.
Amen. B.D. NR. 5800.

 

Buch 63 5807

Weltenwende. Nicht Weltenende.

16. und 17. November 1953. B.D. NR. 5807.

Die Weltenwende bedeutet nicht das Weltenende. Denn Meine Schöpfungen werden noch ewiglich bestehenbleiben, bis sie ihren Zweck erfüllt haben, dem in der Tiefe befindlichen Geistigen zur Höhe verholfen zu haben. Dann erst kann von einem Weltenende gesprochen werden, wenn alles vergeistigt ist, was diese Schöpfungen benötigte zur Vollendung. Was aber vor euch liegt, was ihr mit aller Sicherheit erwarten könnet, was Ich euch verkünden ließ durch Seher und Propheten, das ist eine Wende, die für die Erdenbewohner wohl als Ende bezeichnet werden kann, jedoch richtiger gesagt eine totale Wandlung ist, eine Wende des Bestehenden und völlige Umgestaltung der Erdschöpfung. Es ist ein Wechsel von einer Epoche in eine neue - was für die Menschen sowohl als auch für jegliche Kreatur ein Ende des Lebens bedeutet - das für die Menschen gleich ist einem Weltende. Die totale Umwandlung der Erdoberfläche mit allen Schöpfungen ist auch zugleich ein Beenden jeglicher Entwicklung irdisch materieller Art. Alles, was an Fortschritten auf wissenschaftlichem Gebiet oder menschlichen Leistungen zu denken war, alles, was an Errungenschaften erzielt wurde, fällt der Zerstörung anheim, und alle Erfahrungen verlieren ihren Wert, weil niemand mehr das ausnützen oder anwenden kann, was zuvor als so wichtig angesehen wurde, daß darüber jegliches geistige Streben vergessen wurde. Es bleibt nichts von allem zurück, es wird nichts davon hinübergenommen auf die neue Erde, wenngleich diese bewohnt werden wird von Menschen, die die alte Erde erlebt und belebt haben - denn nichts davon wird auf der neuen Erde von Nutzen sein und nichts davon benötigt werden. Eine völlig neuartige Welt wird die kleine Schar der Entrückten beglücken, eine Welt, die in nichts an die alte Erde gemahnet, die mit Recht eine gewandelte Erde genannt werden kann. Und die Menschen der neuen Erde werden nun verstehen, warum von einer Wende gesprochen wurde - worunter aber niemals das Ende der Welt zu verstehen ist. Irdisch also ist diese Wende erkennbar, aber noch viel mehr geistig. Die geistige Wende ist Ursache und Zweck dessen, was kommt. Ein geistiger Zustand, wie er vor dem Ende der alten Erde besteht, zieht unwiderruflich eine Auflösung nach sich, weil etwas geistig Totes auch das Erstarren dessen bedeutet und wahres Leben nur aus geistigem Leben hervorgehen kann. Darum muß eine Wende eintreten, wo das Leben in der völlig toten Umgebung nicht mehr denkbar ist. Daß sich die Wende nicht mehr auf dieser Erde vollziehen kann, ist offensichtlich, denn stets mehr verweltlichen sich die Menschen, stets mehr trachten sie nach materiellen Gütern, und stets weniger wird ihr Glaube, weil in ihnen die Liebe erkaltet. Erkalten der Liebe aber bedeutet verhärtete geistige Substanz oder auch Abweisen Meiner alles belebenden Liebekraft - und sonach einen bewegungslosen Zustand, eine völlige Kraftlosigkeit und daher ein Erstarren in Untätigkeit. Was noch lebt, wird dann dem Tode verfallen sein, was aber jetzt noch gebunden ist, wird die Freiheit erlangen, um nun aufwärtsstreben zu können mit dem Ziel endgültiger Freiheit. Ein Wendepunkt für die gesamte Erd-Schöpfung ist gekommen, alles Geistige wandelt seine Außenform, und also ist auch dann ein allgemeiner Aufstieg gesichert, weil nur die positiven Kräfte, nicht aber die negativen Kräfte wirken können, weil letztere gebunden sind und völlig kraftlos - und geistig darum überall nur ein Aufstieg möglich ist. Amen. B.D. NR. 5807.

 

Buch 63 5826

Kampf gegen Wahrheit. Schutz den Lichtträgern.

14. Dezember 1953. B.D. NR. 5826.

Und wenn alle Mächte der Finsternis ankämpfen gegen die Wahrheit, wenn sie das Licht verlöschen wollen, das von oben zu euch Menschen herniederstrahlt, so wird sich dieses Licht doch sieghaft Bahn brechen und zuletzt die stärkste Finsternis verjagen. Denn es kommt die Zeit, wo die Erde in hellstem Licht liegt, es kommt die Zeit, wo kein Schatten das Licht trübet - wo die Menschen in der Erkenntnis stehen und jegliche Unwissenheit, jegliche Lichtlosigkeit verschwunden ist. Es kommt diese Zeit ganz sicher, weil Mein Wort Wahrheit ist, weil von Mir Selbst die Wahrheit ausgeht und weil Ich euch als Meinen Lichtträgern deshalb das Licht zur Erde leite, daß ihr es hinaustraget in die Welt, daß ihr gegen die Dunkelheit angeht und also auch fest glauben dürfet, daß sich die Wahrheit einmal durchsetzen wird. Doch bei dem jetzigen Menschengeschlecht ist das unmöglich, es werden immer nur wenige sein, die euch anhören und in denen nun wieder Licht angezündet wird und die den schwachen Schein wieder etwas verstärken, doch in seinem ganzen Licht wird die Wahrheit erst erstrahlen auf der neuen Erde, weil dann alle Menschen in der Wahrheit stehen, wie sie auch in der Liebe leben und deshalb auch ein übergroßes Licht über die Erde ausgegossen ist, vor dem alles weicht und vergeht, was noch als leiser Schatten hervortreten möchte. Die Wahrheit wird siegen - jedoch nicht mehr auf dieser Erde, wo die Finsternis schon so dicht geworden ist, daß sich ein Licht nur mit Meiner Hilfe halten kann, weil überall Feinde lauern, die es verlöschen möchten und die es daher an seiner Leuchtkraft hindern. Doch Ich schütze Meine Lichtträger, Ich führe dem Licht immer wieder neue Nahrung zu, und immer wieder begegnen sich Lichtträger, und sie leuchten nun verstärkt in das Dunkel der Nacht, und auch das sind die Erscheinungen der letzten Zeit, daß alles getan wird, die Wahrheitsverkünder am Reden zu verhindern, daß die Verbreitung der Wahrheit unterbunden wird und daß nur das geduldet und bewertet wird, was die Dunkelheit noch verstärkt - daß die Menschen sich in der Nacht befinden und sich wohl fühlen und nicht nach dem lichten Morgen verlangen. Denn es wird gar mächtig von unten her gearbeitet gegen die Wahrheit, gegen alles, was Mich bezeuget und verherrlicht. Und allzugern nehmen die Menschen diese Lehren und Anschauungen an, allzugern verharren sie in geistiger Finsternis, auf daß im Licht nicht ihre Mängel sichtbar werden. Doch nichts wird ihnen helfen, ihren Zustand zu beschönigen am Tage des Gerichtes - wo alles offenbar wird, das Wollen, Denken und Handeln der Menschen. Dann wird ein überhelles Licht alles aufdecken und die Menschen bloßstellen, dann wird kein Mensch seinen Seelenzustand verbergen können, und die Finsternis wird alle aufnehmen, die nicht das Licht suchten auf Erden. Ewiges Licht leuchten aber wird denen, die auf Erden strebten nach der reinen Wahrheit und die sie nun empfangen dürfen im Übermaß. Amen. B.D. NR. 5826.

 

Buch 63 5830

Vorläufer. Verkünden Jesu.

19. Dezember 1953. B.D. NR. 5830.

Trachtet in aller Demut danach, Meine rechten Kinder zu werden, doch strebet nicht nach ungewöhnlichem Wissen, das zur Vollendung eurer Seele wenig nütze ist. Denn in Meinem Reiche gilt der Kleinste und Geringste mehr als der sich erhaben Dünkende, in Meinem Reich wird die Demut übergroß gewertet, und für die Überheblichkeit ist kein Platz. Doch unterscheiden müsset ihr wahre Größe von Überheblichkeit - unterscheiden müsset ihr das Groß-Seiende von Groß-Scheinendem. Denn was vor Mir groß ist, das setze Ich als herrschend über ganze Welten mit ihren Bewohnern, es regieret mit Mir und in Meinem Willen über endlose Schöpfungen und unzählige Geschöpfe - und es wird darum doch nicht überheblichen Geistes sein. Doch es glaubt, zum Regieren auch berechtigt zu sein, der sich groß dünkt, der aber in alle Ewigkeit nicht die Höhe erklimmen wird, die ihm ein Herrscheramt sichert, denn Ich kenne die innerste Gesinnung eines jeden Wesens, Ich weiß, wo wahre Demut ist und wo Mein Wille allein ein Wesen erfüllt. Und so sage Ich denn auch: Die Erde trägt kein Wesen von solcher Demutsfülle, daß Ich es einsetzen könnte als Herrscher über Welten im jenseitigen Reich. Denn diese Demut ist überirdisch, und ein solches Wesen ist Mir so völlig verbunden, daß die Erde ihm kein Aufenthalt sein könnte. Denn alles würde erstrahlen in hellstem Licht, was in seiner Umgebung wäre. Denn diese Lichtwesen sind den Weg auf Erden schon gegangen mit dem Erfolg restloser Vergeistigung auf Erden. Sie kehren nimmermehr zur Erde zurück, wirken aber unausgesetzt auf die Erdenbewohner ein - sie senden ihre Lichtstrahlungen zur Erde herab, weil übergroßer Liebewille sie erfüllt und der Hilfswille sie unausgesetzt tätig sein lässet in erlösendem Sinne. Und so kann ein einzelner Mensch überstark von einem solchen Lichtwesen beeinflußt werden - was aber nicht heißt, daß die Seele dieses Menschen eine von oben herabgestiegene Lichtseele ist. Verstehet es - viele Lichtseelen verkörpern sich vor dem Ende dieser Erde zum Zwecke einer Mission. Doch diese stehen noch vor ihrer letzten Vollendung zum Gotteskind, die sie durch eine solche Mission wohl erreichen können. Vollendete Gotteskinder aber wirken nur von oben auf die Menschen ein, beeinflussen aber bestimmte Menschen stark, so dafür die Voraussetzungen gegeben sind - d.h., um auch in erlösendem Sinne auf Erden tätig sein zu können. Einem Lichtgeist aber ist es gestattet, zur Erde herabzusteigen - Meinem Vorläufer, der Mich Selbst vor dem Ende ankündigen will. Er wird Mich verkünden. Er wird Mir wieder den Weg bereiten, denn dies ist Mein Wille von Ewigkeit, weil er von Anbeginn Mir ergeben war, weil er von Anbeginn ein Streiter war für seinen Herrn. Ihn habe Ich auserkoren zu Meinem Vasallen, zu Meinem Herold, der stets Mich ankündigte, der es in die Welt hinausrief, wenn Ich den Menschen nahte, der vor Mir herging als Rufer, daß die Menschheit Meiner achten sollte. Er stritt für Mich, und er wird immer streiten für den Namen seines Herrn. Dieser also ist der Strahl, das Licht, das Ich vor Mir herabsende zur Erde, und dieser weiß um Mein Kommen, um das Ende und um seine Aufgabe auf Erden, denn er erkennt sich selbst als den, der er ist. Und dieser ist Mir so innig ergeben, daß von seinem Munde nur Mein Namen ertönt, daß jeder Atemzug nur Meinen Namen verherrlicht, daß jeder Pulsschlag seines Herzens Mir gilt, Den er auf Erden verkündigt mit Übereifer und für Den er auch sein Leben hingibt, wenn seine Mission beendet ist. Dieser also geht über die Erde kurz vor Meiner Wiederkunft, und die Menschen werden ihn in seiner Einfachheit nicht erkennen, bis er den Mund auftun wird, zu künden Den, Der nach ihm kommt. Dann wird es wie Schuppen von den Augen fallen bei den Meinen, doch Meine Gegner werden ihn nicht erkennen. Er aber wird sprechen unbeirrt der eigenen Gefahr, er wird den Menschen das nahe Ende ankündigen, er wird sie auffordern, Buße zu tun, Gott und das Heil ihrer Seelen zu suchen und den Mammon zu verachten - er wird Jesus Christus, den Erlöser der Welt, mit Donnerworten ihnen wieder verkünden, er wird alles tun und reden, was der Verherrlichung des Namens Jesu, des ewigen Gottes, dienlich ist. Er wird Mein Vorläufer sein im wahrsten Sinne des Wortes - er wird der sein, der das Paradies wieder öffnet allen, die seinen Worten Glauben schenken, die Mich getreulich erwarten, daß Ich sie errette aus tiefster Not. Amen. B.D. NR. 5830.

 

Buch 63 5851

Tote in Christus. Entrückung.

11. Januar 1954. B.D. NR. 5851.

Wenn von der Auferstehung der Toten gesprochen wird, dann ist darunter die Erweckung der geistig Toten zu verstehen, die auch im jenseitigen Reich, nach dem irdischen Ableben, noch zu dieser Erweckung gelangen können, weil das Werk der Erlösung ununterbrochen fortgesetzt wird von seiten derer, die durch Jesus Christus die Erlösung schon gefunden haben, die vom geistigen Tode schon aufgestanden sind auf Erden oder auch im Jenseits. Nicht eines Meiner Wesen verharrt im Zustand des Todes auf ewig, immer wieder wird der Nacht des Todes abgerungen, wer dem Licht des Kreuzes Christi folgt und also aufersteht zu neuem Leben. Die Erweckung der Toten am jüngsten Tage ist also nur ein geistig zu verstehender Vorgang, denn wie Mein Kommen in den Wolken vorerst auch nur geistig zu verstehen ist, daß Ich im Wort zu den Menschen herniedersteige, um eine letzte Rettungsaktion vor dem Ende einzuleiten - so auch steige Ich hinab in die Finsternis, in die Hölle, und lasse auch dort Lichtstrahlen aufblitzen, Ich halte das Kreuz auch den Wesen der Finsternis entgegen, um ihnen den Weg zu Mir zu erleuchten, und auch dieses Rettungswerk wird nicht erfolglos sein, und viele werden aus ihren Gräbern auferstehen zum Leben. Die aber in der Finsternis verharren wollen, die Mich nicht anerkennen wollen, das sind keine Toten in Christo. Sie können nicht aus dem Reiche der Finsternis versetzt werden in das Reich des Lichtes, und diese sind es, die ihren Entwicklungsgang auf Erden wieder beginnen müssen, die gebunden werden in der festesten Materie der neuen Erde. Tote in Christo also sind die aus der Tiefe Erlösten, zum Unterschied derer, die Mich auf Erden schon gefunden haben, die im lebendigen Glauben an Mich stehen und am Ende als Meine Kinder von dieser Erde genommen werden, wie es geschrieben steht. Denn Ich werde wiederkommen in großer Pracht und Herrlichkeit - und Ich werde die Meinen holen und sie lebenden Leibes versetzen an einen Ort des Friedens. Ich werde wiederkommen, wie Ich einst aufgefahren bin zum Himmel - in strahlendstem Licht und sichtbar den Meinen. Und Mein geistiges Wiederkommen im Wort und in den Herzen der Menschen soll es diesen Meinen Kindern möglich machen, sich so zu gestalten, daß sie Mich erschauen können, denn es werden Mich nur die Menschen zu sehen vermögen, die bewußt Mein geworden sind durch einen Lebenswandel in Liebe zu Mir und zum Nächsten. Auf daß sich nun, die guten Willens sind, umgestalten können zu Wesen der Liebe und des Lichtes, lasse Ich ihnen zuvor auch die Kraft zugehen, Ich übermittle ihnen Mein Wort, das Kraft aus Mir in höchster Wirksamkeit ist. Und wer es annimmt im Glauben an Mich und die Wahrheit Meines Wortes von Ewigkeit, der wird Mich auch überzeugt erwarten, und Ich werde ihn nicht enttäuschen, denn es kommet der Tag des Endes unwiderruflich, es kommt der Tag der Entrückung der Meinen und der Auferstehung aller, die durch Jesus Christus Erlösung fanden auf Erden oder auch im geistigen Reich. Amen. B.D. NR. 5851.

 

Buch 63 5856

Zweifel an göttlichen Offenbarungen. List des Gegners.

18. Januar 1954. B.D. NR. 5856.

Betrübet nicht eure Herzen, und zweifelt nicht, wenn Sich euch die göttliche Liebe Selbst offenbart. Vertrauet auf die Liebe des Vaters, Der Seine Kinder wahrlich nicht mit einer ihnen schädlichen Gabe bedenket, also es nicht zulässet, daß ihnen von fremder Seite eine Nahrung gereicht wird, die ihnen schaden könnte. Betrachtet euch als Meine Kinder, und dann könnet ihr auch felsenfest glauben, daß euch der Vater Seinen Schutz angedeihen lässet, daß Er euch als Seine Kinder betreuet und jede Gefahr von euch abwendet, die eure geistige Entwicklung bedrohen könnte. Doch wisset auch, daß ihr in der Endzeit lebet und daß der Gegner Gottes mit allen Kräften versuchet, die Zahl seiner Anhänger zu erhöhen; wisset, daß er wütet kurz vor dem Ende und daß er ganz besonders dort wirket, wo Licht von oben ihn zu entlarven droht - wisset, daß er auch in den Reihen der Gott-Ergebenen Verwirrung anzurichten bestrebt ist und daß er alles versucht, um eine Spaltung herbeizuführen - wisset, daß er auch den Blick derer trüben kann, die ihm die kleinste Handhabe bieten durch verkehrten Willen, durch geistige Überheblichkeit, durch lieblose Gedanken - und daß er dort stets Erfolg hat, ohne jedoch jene Menschen von Gott trennen zu können. Doch ihr Denken verwirrt sich, und sie erkennen die reine Wahrheit nicht mehr - sie erkennen nicht die Stimme des Vaters, weil sie jener Stimme Gehör schenkten. Ihr Wille bleibt aber dennoch Gott zugewandt, und sie fallen nicht den Bemühungen des Gegners zum Opfer. Nur ist es ihm gelungen, eine Spaltung hineinzutragen in einen Kreis, die vereint für Gott wirken wollten. Ihr Menschen kennet nicht seine Macht und List, ihr kennet nicht seine Tarnung und fallet dann seinem Ränkespiel zum Opfer, wenn in euch ein Zweifel auftaucht, der gleichzeitig ein Zweifel ist an der Liebe und Allmacht und Weisheit Gottes - wenn ihr selbst euch also unfähig macht, Ihn zu erkennen in Seinem geoffenbarten Wort. Dann ist sein Einfluß auf euch erkenntlich, doch es wird ihm nicht gelingen, euch zu trennen von Dem, Den ihr ernstlich begehrt. Denn Gott hält Seine schützende Hand über einen jeden, der Ihm zustrebt, aber Er zwingt ihn nicht, zu denken und zu handeln nach Seinem Willen. Er läßt ihm seine Freiheit, sich selbst zur Wehr zu setzen, wenn die Macht der Finsternis ihn angreift. Und der guten Willens ist, der wird den Gegner Gottes auch durchschauen. Amen. B.D. NR. 5856.

 

Home Deutsch Inhalt Verschiedenes

Zum vorigen Buch: 62    Zum Anfang dieses Buches    Zum nächsten Buch: 64